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Themenwoche 7 Tage - 1 Thema Trends 2020
Dieser Artikel ist Nummer 4 von 7 im Special "Trends 2020"

Welche Social-Media-Trends werden wichtig in diesem Jahr?

Neben AR und VR geht es vor allem um Tiktok, Social-Media-Wellness und UGC. Das sagen die vielen Insights, Analysen und die zahlreichen Anwendungsfälle. Die Fragen rund um Social Media betreffen die Überlegungen, wie man die Trends nutzt, Analysen richtig bewertet und wie man die Kampagnen, die daraus resultieren, richtig umsetzt.

Content ist das Feuer, Social Media das Benzin.

Jay Baer

Trend 1: An TikTok führt kein Weg vorbei

Bis dato waren es die Big Five von Instagram, Facebook, Linkedin, Twitter und Youtube. Aber vor allem die jüngeren Zielgruppen splitten sich ab und gehen auf neue und in ihren Augen coolere Plattformen wie z. B. TikTok. TikTok erfuhr in den letzten Monaten vor allem mit Handy-Short-Videos einen kometenhaften Aufstieg. 2019 knackte TikTok die Marke von einer Milliarde Downloads. Wir denken, dass dieser Aufschwung auch in 2020 nicht zurückgeht, da die Macher an der geografischen Ausweitung arbeiten und aggressiv ihre Marketingstrategie verfolgen.
Also sollten Sie abwägen, ob es für Sie Sinn ergibt, einen Teil des Marketing-Budgets hier zu investieren. Wie so oft, ist hier Deutschland nicht an vorderster Stelle zu finden.

Trend 2: Fokus bleibt auf Instagram und Facebook

Der Großteil der Social-Media-Spendings geht Facebook und deren Tochter Instagram nicht verloren. Marketer haben ihre Werbeausgaben auf Instagram zwar erhöht, aber 60 Prozent aller Ads und deren Budget fallen auf den Facebook News Feed. Platz 2, und das mit einigem Abstand, entfällt auf den Instagram Feed mit 20 Prozent, danach sind die Instagram Stories mit 10 Prozent noch erwähnenswert. Die restlichen 10 Prozent können Facebook Suggested Video und Facebook Instream Video für sich verbuchen. Wenn man nun bedenkt, dass fast ein Drittel des Budgets auf Instagram entfällt, kommt die Frage auf, ob dieses Investment wirklich immer das beste Resultat erzielt. Hier kommen dann die Themen der Content-Optimierung und der Personalisierung ins Spiel. Man muss sich von Pauschalitäten befreien, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Trend 3: Social-Media-Wellness für die Interaktion mit dem Besucher

Das Bewusstsein der Handy-Nutzer steigt. Und im letzten Jahr war dieses Thema auch online mit über 100.000 Konversationen darüber im Interesse der Nutzer. Ein Online-Erlebnis ganz ohne Social Media ist fast nicht mehr denkbar. Aber die Intensionen der Nutzer im Hinblick auf psychische Gesundheit lassen die Plattformen reagieren. Es wird in den Communities mehr auf Freundlichkeit und weniger auf sogenannte toxische Inhalte Wert gelegt. Man ist noch weit davon entfernt, hier eine Krise für Social Media anzunehmen, In der Hauptsache ist hier Twitter betroffen, da hier ein Suchtpotenzial von über 60 Prozent attestiert wird.

Trend 4: User-Generated-Content

Schon in der Turnto Consumer Study 2017 hat man festgestellt, dass 90 Prozent der Kaufentscheidungen auf einer persönlichen Empfehlungen (Kundenbewertungen, Posts in den sozialen Medien) beruhen. Das bezeichnet man als User-Generated-Content. Genau dieser Trend, den wir für nicht unerheblich halten, gibt dem Nutzer das Gefühl, Teil eines Ganzen zu sein und dazuzugehören. Man kauft nicht nur ein Produkt, sondern einen Lebensstil oder eine Emotion einer Marke.
So schaffen Sie eine Community, in der sich Ihre Zielgruppe erkennt und zuhause fühlt. Sie steigern Ihren Traffic und Ihren Erfolg.

Trend 5: Influencer Marketing – Top oder Flop?

Das Influencer Marketing sorgt für permanente Diskussion über die Glaubwürdigkeit. Es werden kritische Stimmen laut, die massive Bedenken gegen die Sternchen für den Einsatz bei Marketingzwecken haben. Allerdings ist der Boom noch nicht im Abstieg begriffen und wird weiter wachsen. Denn für die meisten Verbraucher sind Reviews und glaubwürdige Bewertungen Grundlage für einen Kauf. Weltweit sollen die Budgets für Influencer-Marketing in diesem Jahr die 10 Milliarden Dollar Marke knacken. denn es ist immer noch eine gute Methode, eine authentische Zielgruppe zu erreichen.

Interessant bleibt, wie die Unternehmen auf die Abschaffung der Likes reagieren. Denn hier fehlt nun eine wichtige Kennzahl einer Influencer-Kampagne.
Auch wird es immer wichtiger, dass Influencer auf Ihre Authentizität achten. Wenn der Verbraucher unsicher ist, ob die Empfehlung doch nicht gekauft ist, kann die Empfehlung auch negativ ankommen.
Vielleicht sollte ein Unternehmen sich mehr auf kleinere Micro-Influencer mit höchstens 100.000 Followern fokussieren. Hier ist die Verbindung zu den Followern noch enger und die Produktwerbung ist meist ehrlicher und selbstverständlicher. Und somit auch erfolgreicher.

Trend 6: Social = Shopping

An dieser Stelle erwähnen wir nochmals die gravierenden Veränderungen, die das Online-Shopping in den letzten Jahren erlebt hat. Und unsere Ansprüche sind gestiegen. Was wir sehen und möchten, wollen wir bitte sofort oder eben schnellstmöglich. Diesem Wunsch hat vor allem Instagram entsprochen. Bis hin zur Bezahlung kann alles in dieser Plattform abgewickelt werden. Pinterest leitet momentan noch direkt auf den Online-Shop. Doch mit Pinterest Lens hat man einen Spagat zwischen off- und online geschaffen. Ein Produkt aus der analogen Welt kann man hier mit einer visuellen Suche direkt online auf Pinterest finden.

Trend 7: AR und VR gewinnen an Bedeutung

Augmented und Virtual Reality sind schon lange bekannt. Doch über den Face Filter bei Instagram gewinnen sie 2020 für noch mehr Unternehmen an Bedeutung. Darunter fällt auch der Moody Up-Filter, der schon in jeder zweiten Story zu finden ist. Snapchat arbeitet damit schon länger, aber es scheint ja für 2020 nicht an Attraktivität verloren zu haben.
Wir rechnen für 2020 aber mit Funktionen, die den Spaßfaktor natürlich toppen. Vielleicht Produkte mit AR gleich direkt in Instagram aus- oder anzuprobieren? Wir bleiben gespannt, besonders auch auf die Herausforderungen unserer Kunden.

Trend 8: Authentische und emotionale Videos

Kaum eine Social Media Plattform kommt ohne Videos aus. Interessant ist hier eine Studie von Cisco, die voraussagt, dass bis 2022 82 Prozent aller Inhalte aus Videos bestehen. Hierunter fällt auch der Fakt, dass bewegter Content höhere Reichweiten ergibt und somit auch mehr Interaktion stattfindet. Als Start in die bewegte Welt können Sie auch mit kurzweiligen Stories auf Instagram und Facebook beginnen. Damit gehen Sie auch einem Trend nach, der eine gewisse Authentizität ohne durchdesignte Unnahbarkeit verspricht. Auch den Live-Videos wird man eine immer größere Bedeutung zumessen.

Gehen Sie auf jeden Fall die Themen an, die noch unter ferner liefen bei Ihnen auf dem Tisch liegen! Schauen Sie sich alle Trends an und bewerten Sie sie nach ihrer Relevanz.

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