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Themenwoche 7 Tage - 1 Thema E-Recruiting
Dieser Artikel ist Nummer 4 von 7 im Special "E-Recruiting"

Social Media prägt zunehmend das HR-Umfeld

Wenn man die menschliche Ressource „Personal” betrachtet, liegt in diesem Sektor wohl die größte je dagewesene Herausforderung für die Unternehmen. Noch dazu ist an der heutigen Situation besonders, dass die aktuelle Personalkrise drei verschiedene Ursachen hat:

  1. Der Arbeitsmarkt wird allein schon durch den demografischen Wandel gravierend verändert.
  2. Das Web 2.0 steigt in der Bedeutung und die Digital Natives haben eine völlig andere Denkweise entwickelt.
  3. Immer mehr Studenten, Absolventen und Young Professionals halten sich bei Ihrer Jobsuche in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter etc. auf.

Auch wir als Internetagentur haben dieses Wissen in unsere Recruiting-Strategie integriert.

Der War of Talents ist keine Welle – es ist ein Tsunami.

Walter Jochmann, CEO Kienbaum Consultings GmbH

Überzeugen Sie mit Ihrem HR-Kommunikationskonzept

Ein durchdachtes HR-Kommunikationskonzept sollte ein eindeutiges Bild Ihrer Arbeitgebermarke zeichnen, Ihr Recruiting optimieren und Ihnen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Im Idealfall transportiert Ihr Konzept Ihre Inhalte so, dass Ihre relevante Zielgruppe passgenau angesprochen wird und noch dazu Ihre aktuellen Mitarbeiter motiviert und gebunden werden. So bauen Sie sich sukzessive einen Bewerberpool auf, stoßen Change-Prozesse an und festigen mit einer hochtransparenten Handhabe das Vertrauen in Ihr Unternehmen.

Online-Talentplattformen auf dem Vormarsch

Auf Online-Talentplattformen verbessern Sie Ihren kompletten Personalbeschaffungsprozess. Denn diese digitalen Tools verbinden real suchende Personen effektiv mit vorhandenen Arbeitsmöglichkeiten.

Arbeitnehmer besitzen jetzt öffentlich sichtbare Profile, was den Krieg um Talente nochmal anheizt. Es ist möglich und kommt auch vor, dass Mitarbeiter und sogar ganze Teams abgeworben werden. Das bedeutet, dass es im Unternehmen immer wichtiger wird, eine überzeugende Arbeitgebermarke zu festigen, die neue Mitarbeiter anspricht und die vorhandenen bindet. Wie gehen Sie das an?

Social Media Recruiting als fester Bestandteil der Recruiting-Strategie

Wir beleuchten nachfolgend, welche Strategien und Methoden im Social Media Recruiting zum Inventar gehören und was Sie vermeiden sollten. Denn es sind nach einer Studie von „Best Recruiters” 97 Prozent der deutschsprachigen Unternehmen, die Social Media für ihr Recruiting nutzen. Allerdings nicht alle mit dem gewünschten Erfolg. Sie können Social Media dazu verwenden, um Ihre Stellenanzeigen zielgenau zu verbreiten und damit Ihre Arbeitgebermarke positiv zu besetzen (Employer Branding).

97 % der deutschsprachigen Unternehmen nutzen Social Media für ihr Recruiting

Best Recruiters

Mit Active Sourcing können Sie hier auch Wunschkandidaten für den Aufbau Ihres Talentpools direkt ansprechen.Und wenn Sie die Vorgaben des Datenschutzes betrachten, können Sie durch Social Media viele Zusatzinformationen für Ihre Auswahl erhalten.

Social Media Recruiting – wo und wie?

Am meisten nutzen die Unternehmen soziale Netzwerke wie die beruflich ausgerichteten Plattformen LinkedIn und Xing. Besonders, wenn man nach höher qualifizierten Mitarbeitern sucht. Aber auch allgemeine Plattformen wie Facebook oder Twitter eignen sich für Social Media Recruiting. Man muss die Recruiting-Strategie, in der die Einsatzmöglichkeiten mit den Erfolgschancen abgeglichen sind, genauestens ausarbeiten.

Klären Sie hierfür folgende Fragen:

  • Welches ist die richtige Plattform für mein Unternehmen?
  • Welchen Weg schlagen wir ein, um Kandidaten zu finden?
  • Fungieren wir als Ansprechpartner und sind offen für Gespräche?
  • Betreiben wir Active Sourcing oder nicht?

Wenn Sie diese Fragen beantwortet haben, dann integrieren Sie die Strategie für Social Media übergreifend in Ihre Unternehmenskonzeption und Ihre Prozesse zur Personalgewinnung. Entwickeln Sie Kennzahlen, mit denen Sie den Erfolg Ihrer Strategie messen und gegebenenfalls Optimierungen vornehmen können. Dazu gehört das Messen der Channel Quality und anderer KPIs, was von einem Viertel der großen deutschen Unternehmen auch schon genutzt wird.

Fehler, die Sie im Social Media Recruiting vermeiden sollten:

  • Nicht zu schnell urteilen – und übertragen Sie nicht die Art, wie ein Kandidat sein Profil pflegt als Grundlage für seine Arbeitsweise. Viel posten heißt ebenfalls nicht zwingend auch viel arbeiten.
  • Denken Sie immer an die Privatsphäre und den Datenschutz, da die meisten Facebook oder Instagram primär privat nutzen. Wenn Sie nun hier einen Kandidaten proaktiv ansprechen, dann machen Sie das mit Fingerspitzengefühl.
  • Beobachten Sie Ihre Ressourcen. Eine Kandidatensuche über Social Media ist verlockend, aber zeitaufwändig. Eventuell müssen Sie hier zusätzliche Ressourcen freischalten.
  • Social Media ersetzt nicht Ihre traditionellen Recruiting Maßnahmen. Es wird weiterhin ein „Face to the Candidate” wichtig sein. Nur hier können Sie eruieren, ob der Bewerber als Persönlichkeit in Ihr Team passt oder auch, wie er beispielsweise auf Stresssituationen reagiert.
  • Prüfen Sie die Plattformen im Hinblick auf die Intention Ihres Unternehmens. Auf Facebook, Instagram oder Twitter bieten sich Ihnen ein breites Publikum und viele verschiedene Zielgruppen, allerdings sind Jobsuchende häufig mehr bei LinkedIn und Xing zu finden.

Ganz wichtig ist auch, die No Gos in Social Media zu beachten.

Prüfen Sie die Plattformen im Hinblick auf die Intention Ihres Unternehmens. Auf Facebook, Instagram oder Twitter bieten sich Ihnen ein breites Publikum und viele verschiedene Zielgruppen. Allerdings sind Jobsuchende häufig mehr bei LinkedIn und Xing zu finden. Trotzdem ist eine Stellenausschreibung auf Social Media begrenzt. Ohne Account ist sie gar nicht einsehbar und ist kein vollwertiger Ersatz für ihr Karrierewebseite oder die Ausschreibung auf einer Jobbörse. Auch Mitarbeiterempfehlungen haben eine hohe Wirksamkeit.

Social Media ist ein zusätzlicher Baustein für Ihre Recruiting-Strategie und ergibt dann Sinn, wenn es in Ihre übergreifende Recruiting-Strategie mit einbezogen wird. So baut es auch Ihr Image als Arbeitgeber durchaus mit auf.

Marian Dietrich

Active Sourcing auf dem Vormarsch

Aktuell nutzt man zunehmend Recommender-Systeme, die automatisiert auf die Suche nach geeigneten Kandidaten gehen und Kompetenzprofile erstellen. Das gibt dem Active Sourcing einen Bedeutungs-Schub. Man darf gespannt bleiben. Und um bei der Assoziation des Tsunamis zu bleiben: Das Wasser zieht sich bereits zurück. Handeln Sie!

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