Bald auch Launch mit Shoppable Posts in Deutschland zu erwarten.

In den USA ist es schon so weit, die Plattform für die 18 bis 24-jährigen mit ihren Fotos und Videos geht in die Offensive: Instagrams Kooperationen mit bekannten Brands gehen den Weg in die sogenannten Shoppable Posts. Das heißt, der Testlauf in den USA geht nun dahin, dass man direkt in der App einkaufen kann.

Die Folgen der Neuerung

Intelligent platzierte Produktwerbung im Newsfeed oder in den Storys, meist noch durch ein Swipe-up und einem Call to Action, leitet seit Anfang 2018 den User in den Online-Shop des jeweiligen Anbieters.

Zukünftig kann man aber durch genau die Shoppable Posts den gesamten Bestellungs- und Zahlungsprozess direkt in der App abwickeln. Momentan ist diese Neuerung nur in den USA verfügbar. Wir glauben aber, dass das auch in Deutschland bald zur Realität wird. Denn die Zahlen sprechen für sich: 72 Prozent der Instagram-Nutzer kaufen ein Produkt, nachdem sie es auf der Plattform gesehen haben. Und wenn man bedenkt, dass täglich 1,5 Milliarden Menschen Instagram nutzen und das überall und bei jeder Gelegenheit, dann kann man sich denken, dass das grundlegende Auswirkungen auf den Markt haben wird.

Wem nützt das?

Drei eindeutige Gewinner kann man hier ausmachen. Das sind natürlich die Marken selbst, aber auch Influencer und natürlich der Facebook-Konzern profitieren hier eindeutig. Durch die Möglichkeit, direkt in der App einzukaufen, steigt die Verweildauer der Nutzer in Instagram an. Auch dürften Provisionen der Unternehmen für Instagram recht lukrativ sein.  

Für Unternehmen und Marken eröffnen sich hier ganz neue Perspektiven. Zum einen wird das Zwischenhändler überflüssig machen und zum anderen hat das Unternehmen einen direkten Kontakt zum Kunden. Das führt ebenfalls zu einer Umsatzsteigerung durch diesen neuen Absatzkanal. Durch geschickte Produktinszenierungen kann man die Kunden hier direkt abholen und auch unmittelbar an deren Daten gelangen und diese auch nutzen, wenn man diese hierfür zustimmen lässt. Ein unschätzbarer Vorteil ist weiterhin, dass man die Kunden in Alltagssituationen zum Kauf bringen kann, in denen sie erst einmal gar nicht an Einkaufen gedacht haben.

Auch Influencer steigen in ihrer Bedeutung durch das neue Shopping auf Instagram. Durch direkte Sales-Beiträge sind sie wichtige Schnittstelle zum Kunden.   

Wer als Unternehmen hier gleich in vorderster Linie stehen möchte, muss sich hier an den neuen Kanal und seine bildhafte und hochemotionale Darstellungsweise  anpassen. Die Ansprache bei Instagram ist weiterhin ganz auf die Generationen Y und Z ausgerichtet, individuell und fast schon personalisiert. Und man darf nicht vernachlässigen, dass auf Seiten der Unternehmen eine nicht ganz einfache Programmierung vonnöten ist, da der Kunde ja direkt im Unternehmen bestellt.

Nicht wirklich freuen dürften sich Google und Amazon. Die Shoppable Posts können auch kleinere Shops nutzen und man kann sich damit von den Suchmaschinen etwas unabhängiger machen. Allerdings muss man sich in diesem Markt auch ganz  eindeutig positionieren, um nicht unterzugehen.

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