Blogbeitrag Optimierter Checkout

Erfolgsfaktor Checkout-Optimierung

Optimieren Sie schon den Checkout-Prozess Ihres Shops?

Über zwei Drittel Ihrer Online-Shop-Besucher verlassen den Warenkorb wieder. Die letzte Hürde ist hier der Checkout-Prozess.

Warum verlieren Sie den Kunden auf der Zielgeraden?

Forschungsinstitute sind seit ein paar Jahren dabei, das Verhalten der Nutzer im E-Commerce zu beobachten: Wie sich Besucher während eines Checkouts verhalten, wo sie verweilen und wo und warum sie den Kauf tätigen oder auch nicht tätigen. Auf jeden Fall wird schnell klar, dass bei den Webshop-Betreibern noch lange nicht nach den neuesten Erkenntnissen gearbeitet und optimiert wird.

Forschungsbasierte und pragmatische Analysen helfen dabei, die bestmögliche Nutzererfahrung und Conversion Rate beim Checkout zu erreichen. Wir haben hier aus verschiedenen Analysen die wichtigsten Zahlen herausgesucht und zeigen Ihnen, worauf es ankommt, wo Optimierungsbedarf besteht und an welchen Stellen im Shop Sie gezielt Tools integrieren können. Natürlich sind wir mit unserem Expertenwissen im Online-Business auch jederzeit mit Rat und Tat für Sie da!

Ergebnisse Studie „ibi-Research“ der Universität Regensburg

Für eine Optimierung des Checkouts ist eine hinreichende Datenanalyse im Webshop unverzichtbare Grundlage. Schon hier zeigt die Studie große Lücken bei den Betreibern auf. 69 Prozent messen zwar die Anzahl ihrer Webshop-Besucher, allerdings identifizieren nur etwas über 50 Prozent das Endgerät oder kennen überhaupt die Conversion Rate ihres Online-Shops. Die Abbruchquote im Checkout-Prozess bestimmen sogar nur 45 Prozent der Händler, die restlichen 55 Prozent bestimmen diese zwar, können mit dieser Zahl aber keine weiteren Erkenntnisse verbinden.

Erstaunlicherweise ist ein Drittel der Händler überhaupt noch nicht auf das mobile Shopping vorbereitet und besitzt keinen für mobile Endgeräte optimierten Webshop, planen dies aber zumindest in naher Zukunft zu verwirklichen.

Kunden, die den Checkout abgebrochen haben, können tatsächlich mit verschiedenen Maßnahmen wieder in den Webshop zurückgeholt werden.

Verbesserungswürdige Zahlen und Fakten:

  • 48 Prozent der Händler setzen Optimierungs- und Rückholmaßnahmen ein – 52 Prozent nicht.
  • 90 % analysieren nicht das Shopverhalten ihrer Besucher.
  • 24 Prozent der Händler lassen die Produkte im Warenkorb.
  • 18 Prozent verschicken Erinnerungsmails.
  • 15 Prozent nutzen Werbeanzeigen (Retargeting).
  • 7 Prozent offerieren Rabatte.
  • 6 Prozent bieten Gutscheine (wurde als erfolgreichste Reaktivierungsmaßnahme von den befragten Online-Händlern eingeschätzt).
  • Weniger als die Hälfte weiß von der Abbruchquote im Checkout.
  • Besucher, die über Mobiltelefone kaufen möchten, sind im Schnitt nur halb so viel Zeit im Shop – dennoch muss der mobile Kunde im Durchschnitt vier Schritte im Checkout durchlaufen.
  • Ein Drittel der Händler hat eine Zahlartensteuerung im Webshop.
  • Bei weiteren 11 Prozent ist eine Zahlartensteuerung zumindest geplant.

Das Kundenverhalten ändert sich ständig und die Optimierung des Checkout-Prozesses wird in Zukunft ein wichtiges Thema sein. Für Online-Händler ist ein regelmäßiges Monitoring des Checkouts die Grundlage, um auf Abbruchquoten angemessen und erfolgversprechend zu reagieren.

Hier ein Blick in die Management Summary der Studie der Universität Regensburg.

13 relevante Tatsachen und Trends

Aus den aktuellen Zahlen der Forschungsergebnisse und unseren Erfahrungen lassen sich klare Trends ableiten:

  1. Weniger Schritte im Checkout! Jeder weitere Klick trägt dazu bei, dass der Kunde den Bestellvorgang als zu viel empfindet. Je weniger Schritte der Kunde machen muss, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufabschlusses.
  2. Bieten Sie eine Gastbestellung an, denn nicht jeder Nutzer möchte bei der ersten Bestellung ein Konto anlegen.
  3. Benutzen Sie eine Vorteilsargumentation für die Registrierung.
  4. Geben Sie positives Feedback in der Prozessleiste.
  5. Über die Hälfte bieten schon Gutscheinaktionen an, die sie auch prominent setzen. Das ist eine positive Entwicklung, die auch Sie nutzen sollten.
  6. Tunneling in der Entscheidungsphase: Alle Ablenkungen, wie z. B. die Navigation, werden ausgeblendet.
  7. Nur ein Fünftel benennt die Buttons – eine sprechende Benennung ist aber durchaus sinnvoll!
  8. Erhöhen Sie das Vertrauen, indem Sie Sicherheitselemente zum Datenschutz (z.B. durch SSL Zertifikate) hervorheben. Auch gut sichtbar positionierte Trust Elemente wie Gütesiegel und Markenlogos von bekannten Kooperationspartnern sind geeignet.
  9. Verlinken Sie positive Kundenbewertungen und Kundenfeedback auf der Startseite, das macht Sie authentisch.
  10. Suggerieren Sie Kontrolle: Mit einem Schritt-Zurück-Button hat der Kunde das Gefühl, dass er die Kontrolle während des gesamten Bestellvorgangs besitzt.
  11. Verzögern Sie den Kaufabbruch, indem Sie die Möglichkeit bieten, nachträglich eine E-Mail mit dem aktuellen Warenkorbbestand anzufordern. Das erinnert den Kunden auf nette Weise daran, dass sich noch Artikel in seinem Warenkorb befinden, sodass er nun den Kauf abschließen kann.
  12. Ermöglichen Sie Autofill, auch hiermit wird der Kaufprozess zusätzlich beschleunigt. Der Kunde wird beim Ausfüllen der Felder für Name und Anschrift durch die Auto-Complete- und Autofill-Funktionalität unterstützt.
  13. Erleichtern Sie dem Kunden den Verlauf der Aktion, indem Sie zwischenspeichern, was der Kunde in ihrem Shop hinterlegt. Falls der Kunde den Prozess unterbricht, kann er zu einem späteren Zeitpunkt den Kaufprozess leichter abschließen.

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