Black Friday am 23. November? Vorsicht – es drohen Abmahnungen!

Aktion vom 23. (Black Friday) – 26. November 2018 (Cyber Monday) – was geht?

Wieder ein Trend aus den USA, der in Deutschland Fuß fasst und vom Verbraucher natürlich gerne angenommen wird – geht es doch um besonders attraktive Schnäppchen, was auch online ins Paradies für Rabattjäger führt! Hier die Tipps, um noch schnell ein Stück vom Kuchen abzuschneiden. Doch Vorsicht! Die Wortmarke “Black Friday” ist zwar beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) eingetragen, allerdings hat im Oktober 2016 eine chinesischen Firma die Rechte übernommen und sofort angefangen, Händler und Portale abzumahnen, die Wortmarke “Black Friday” aktionsgebunden verwendeten.

Unter vielen Löschungsanträgen, auch von Shopware, hat man sich mit 13 Löschungsanträgen im März 2018 in einem Verfahren verbunden und die Löschung der Marke “Black Friday” beschlossen. Doch die Markeninhaberin hat Beschwerde eingelegt. Die Löschung wird jetzt in der nächsten Instanz vor dem Bundespatentgericht verhandelt.

Aktion auch auf keinen Fall auf dem Portal Black-Friday.de anmelden!

Genau um 0:00 Uhr veröffentlicht das Portal Black-Friday.de alle bis dato angemeldeten Deals und das wird mit ziemlicher Sicherheit zu einer Flut von Abmahnungen führen. Die Plattform wurde 2012 von Simon Gall, Online-Marketing-Berater und SEO-/SEA-Spezialist gegründet. Die Händler sind jetzt aber von der Firma aus Shanghai aufgefordert, nicht an der Aktion der Plattform teilzunehmen und die Werbung mit „Black Friday“ zu unterlassen. Anscheinend war schon 2017 der Gegenstandswert einer Abmahnung bei 100.000 Euro und die geforderte Vertragsstrafe lag bei 10.000 Euro!

Also dürfen Sie nicht in den „Black Friday“ als solches einsteigen. Doch heißt das Bye-bye „Black Friday“? Nicht unbedingt!

Was tun, um doch erfolgreich mitzumischen?

Man darf keine Aktionen unter dem Namen „Black Friday“ starten. Jedoch dürfen Sie beispielsweise den Begriff umschreibend verwenden. Also ist es möglich „im Rahmen des Black Friday gibt es 20 Prozent auf alles“ zu sagen. Und die Online-Händler haben schon genügend Alternativnamen gefunden, beispielsweise Cyber Week, Cyber Sale oder auch Black Week oder Black Deals. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf oder nutzen Sie einen dieser Begriffe, die schon weitgehend verwendet werden und mindestens genauso schön sind, geht es ja um die Schnäppchen und nicht um die Bezeichnung.

Hier ein paar Tipps, wenn Sie schon in der Planung stecken:

Spannung und Neugier schaffen!

Sicher wird einiges an Angeboten das Internet überrennen. Bei dieser Fülle von Schnäppchen an diesem Wochenende ist es müssen Sie schon bald anfangen, Neugier zu wecken. Fangen Sie kurz vor der Aktion an, den Besuchern mitzuteilen, dass bald hochinteressante Deals auf sie warten. Das können Sie auch pushen, indem Sie hierfür noch einen kurzen Newsletter verfassen oder auf Ihren Social Media-Kanälen eine Mitteilung starten, die Sie auch mit einem Countdown einleiten könnten. Als beste und erfolgreichste Bewerbungszeit hat es sich bewährt, drei bis vier Tage vor der Aktion den Kunden auf die attraktiven Deals hinzuweisen.

User Experience wieder von immenser Bedeutung

Ihr Onlineshop sollte, vor allem auch mobil, Aufmerksamkeit wecken. Das kann hier jetzt auch ein wenig reißerischer als sonst aufgezogen werden, wenn trotz allem Ihr Corporate Design noch erhalten bleibt. Setzten Sie gleich auf der Startseite Banner, die auf Ihre Deals hinweisen. Auch in den Produktseiten oder im Warenkorb haben Banner, die an prominenter Stelle integriert sind, eine Wirkung.

Schaffen Sie online und offline eine Einheit

Verknüpfen Sie, falls Sie nicht nur einen Online-Shop haben, sondern auch einen Shop am POS die Aktionen sinnvoll miteinander! Beispielsweise können Sie zusätzlich online Gutscheine, Sonderaktionen oder sogar sich ergänzende Cross-Selling-Aktionen bieten, die zudem Ihr Ladengeschäft für einen Besuch attraktiv machen.

Vorteil zielgruppenaffiner E-Mails

Falls Sie Ihre Kunden genau kennen und hier eine permanent gepflegte Kundenliste besitzen, bietet das einen weiteren Vorteil. Sie können hier im Vorfeld bei einer Direct-Mail-Aktion zielgenau die Produkte, die für die jeweilige Zielgruppe in Frage kommen als Aktion anbieten. Um hier auf keinen Fall in der Fülle der Angebote unterzugehen, raten wir, diese Mail erst kurz vor der Aktion zu versenden.

Planen Sie gleich los!

Für eine gute Planung liegen Sie jetzt genau richtig in der Zeit. Überlegen Sie genau, welche Aktion zu Ihrer Zielgruppe passt. Das können natürlich Rabatte sein, die sich auf den Einkauf gesamt oder auf eine Staffelung bei verschiedenen Artikeln beziehen. Sie können etwas verschenken, dass einen Anreiz bietet, wenn man etwas bei Ihnen kauft. Kaufe drei, bekomme zwei Artikel, der zweite Artikel kostet nur die Hälfte, oder Sie haben ein oder zwei Artikel, die Sie zu einem wirklich unschlagbaren Preis anbieten können, was Ihnen dann eine hohe Aufmerksamkeitsrate beschert.   

Promotion-Vorteil mit Shopware 

Shopware bietet zum Beispiel den Betreibern hier eine „Advanced Promotion Suite“, mit der es relativ einfach ist, solche Aktionen im Vorfeld zu planen. In Ergänzung mit den „Product Streams“ können Sie gezielt auf bestimmt Artikel hinweisen. Kommunizieren Sie die Aktion unkompliziert und leicht verständlich für Ihre Besucher und verzichten Sie für diese Aktion auf Einschränkungen des Angebots oder Zusatzbedingungen.

Spontankäufe durch zusätzlichen Livetrigger

Wenn Sie Angebote zeitlich limitieren oder angeben, wie viele Produkte noch zur Verfügung stehen, schaffen Sie hier noch einen zusätzlichen Trigger für die Verkaufsimpulse Ihrer Besucher. Auch hier hat Shopware ein Tool: das Liveshopping-Tool. Hier können die Rückzählungen von Artikelmenge oder auch Preisminimierungen minütlich dargestellt werden. Perfekt für diesen Aktionstag, der genau auf solche Schnäppchenjäger ausgelegt ist. Falls Sie nun beschlossen haben teilzunehmen, wünschen wir viel Erfolg!

 

 

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