Was ergibt für Shopbetreiber Sinn?

Zwischen Factoring und Inkasso gibt es grundsätzliche Unterschiede, die nicht jedem Shopbetreiber bis in die letzte Instanz klar sind. Als Ihre Internetagentur möchten wir hier heute etwas Klarheit vermitteln.

Beide Formen sind dafür da, Ihre Liquidität im E-Commerce zu verbessern. Factoring beinhaltet die komplette und permanente Umsatzfinanzierung Ihres Online-Shops, Inkasso beschränkt sich auf Ihre Forderungen, die sich in der Mahnphase befinden. Also kann man beim Factoring, bei dem Sie Ihre gesamten Forderungen verkaufen, von einem dauerhaften Zuführen finanzieller Mittel sprechen.

Vorteile der Zusammenarbeit mit Inkassounternehmen

Ein Inkassounternehmen reduziert die Gefahr von Zahlungsausfällen erheblich. Weiterhin entlastet das Inkassounternehmen Ihre Buchhaltung immens. Es handelt im Namen Ihres Unternehmens und kümmert sich um alle durch die ausstehende Forderung entstehenden Recherchen und Maßnahmen. Weitere entstehende Kosten durch den Zahlungsverzug liegen bei Ihrem Kunden, der nicht zahlt.

Schon im Vorfeld können Sie hier vor Vertragsabschluss Ihre Kunden prüfen lassen, ob etwaige Schufa-Eintragungen vorliegen. Hier erhält dann jeder Kunde einen Scorewert, der das Risiko eines Zahlungsausfalls beurteilt. Die Merkmale, auf denen dieser Scorewert beruht, bezeichnen die tatsächliche finanzielle Lage kombiniert mit statistischen Werten. Wenn Sie im Shop hauptsächlich mit dem Kauf auf Rechnung oder Lastschriftverfahren arbeiten raten wir hierzu dringend an. Den Score, bei dem Sie einen Auftrag ablehnen, müssen Sie im eigenen Unternehmen definieren und festlegen und die Balance zwischen einem potenziellen Zahlungsausfall und dem Verlust von Kunden finden.

Das Inkassounternehmen tritt in Ihrem Namen als Vermittler auf und wahrt somit Ihr Interesse, den Kunden nicht zu verlieren, sondern eine angemessene Beziehung aufrecht zu erhalten. Hier hat das Factoring den kleinen Nachteil, dass es hin und wieder nicht gut ankommt, wenn bei der Rechnungsstellung auf einmal ein ganz anderes Unternehmen ins Spiel kommt.

Was bringt Ihnen Factoring?

Mit einem Factoringunternehmen schließen Sie als Online-Shop-Betreiber einen Vertrag ab. Man unterscheidet hier zwischen echtem Factoring (Hundert Prozent Ausfallschutz) und unechtem Factoring (Ausfallrisiko bleibt in jedem Fall bei Ihnen). Eventuell integriert das unechte Factoring auch eine Möglichkeit zur Rückabwicklung der Kaufaktion. Wenn Sie Ihre Forderungen verkaufen, müssen Sie in der Regel Ihre Bonität nachweisen. Der Factor überweist dann meistens innerhalb von zwei Tagen ca. 90 Prozent der Forderungssumme. Die Gebühren für den Factor und einen eventuellen Sicherheitseinbehalt müssen Sie einkalkulieren.

Da nun der Factor die komplette Rechnungsstellung, deren Ablauf bis hin zu den Mahnungen übernimmt, ist Ihr Debitorenmanagement hier überflüssig. Allerdings beinhaltet das für Sie natürlich auch einen gewissen Kontrollverlust. Auch können hier entstehende Schwierigkeiten auf Sie zurückfallen und die Beziehung zu Ihrem Kunden beeinträchtigen. 

Schlussendlich kann man sagen, dass beide Verfahren sinnvoll sind, da beide Sie in der Verwaltung Ihrer Forderungen entlasten und Sie nur für eine tatsächlich erbrachte Dienstleistung aufkommen müssen. Beim Factoring wird zusätzlich die Liquidität Ihres Unternehmens verbessert, was bedeutet, dass Sie finanziell viel flexibler bleiben. Da Sie innerhalb zweiter Tage fast über die gesamte Forderung verfügen, können Sie Ihren Kunden ebenfalls flexiblere Zahlungsziele setzen, was auch ein Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern sein kann. Und ob der Kunde die Rechnung bezahlt oder auch nicht, es stellt in jedem Fall eine Arbeitsentlastung für Sie dar, vor allem bei einem längerfristigen Inkassoverfahren sind Sie und Ihre Mitarbeiter außen vor. 

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