User Experience auch mobil als Rankingfaktor auf der Überholspur

Auch SEO-Experten müssen heutzutage ihr Vorgehen ständig anpassen und modifizieren. Das Umdenken fand dahingehend statt, dass man von klar definierten Faktoren zur Suchmaschinenoptimierung nun hin zum Nutzerverhalten geht. Und dieses Verhalten der Nutzer ergibt sich aus den Reaktionen der Nutzer auf Ihre User Experience (UX).

Zuletzt haben wir Sie als SEO-Agentur informiert, mit welchen harten Kennzahlen Google zukünftig die User Experience einheitlich bewerten wird. Es ist somit eindeutig klar, dass die UX ein wichtigerer Rankingfaktor ist und weiter an Bedeutung gewinnen wird – vor allem mobil.

Are you providing customers simply with products online or an experience? The challenge to increasing sales lies in creating an experience.

Rakuten-Boss Hiroshi Mikanti

Wie beurteilt der Google-Bot die mobile User Experience?

„Mobile First” kam 2010 auf, als Google-Chef Eric Schmidt dies als Firmenmotto ausrief. Doch vor 3 Jahren hat der neue CEO Sundar Pichai das „Mobile First” in „AI First” geändert. Diese Künstliche Intelligenz, von auch meistens gesprochen wird, ist allerdings beim Google-Bot eher als Machine Learning zu bezeichnen. Sie müssen sich das wie folgt vorstellen: Der Computer bekommt eine sehr große Menge an vorab klassifizierten Trainingsdaten und jetzt kann er aus diesen Daten selbstständig lernen. Beispielsweise erhält er Seiten, die die Google Quality Rater auf Spam gesetzt haben. Hieraus lernt der Computer jetzt, welche Merkmale Spam-Seiten beinhalten und kreiert daraus den Algorithmus zur Überprüfung unbekannter Seiten.

Von Trainingsdaten zum Rankingfaktor

Trainingsdaten bilden die Basis für zielgenaue ML-Algorithmen. Allerdings ist die Antwort von Google auf die Frage, ob Nutzerdaten relevant für das Ranking sind, ein grundsätzliches „Nein”. Wenn wir jetzt aber in Betracht ziehen, dass Google seine ML-Algorithmen natürlich auch mit Nutzerdaten trainiert ist diese Antwort zwiespältig. Denn das Trainings-Ergebnis des Algorithmus fließt in das Ergebnis mit ein, mit dem Google nun das Nutzerverhalten rankt.

Googles UX Playbooks als Anleitung für gute mobile User Experience

Auf dem Google Webserver sind von Google selbst sogenannte UX Playbooks öffentlich als PDFs hinterlegt. Diese helfen Ihnen dabei, die Google-Sicht auf eine als gut definierte User Experience zu verstehen. Folgende Playbooks können Sie abrufen:

Diese Playbooks geben Ihnen neben den Search Quality Rater Guidelines eine detaillierte Sicht in die Wunschwelt von Google. Allen diesen Guidelines liegt die Erkenntnis zugrunde, dass die neue Realität des Internets auf dem Handy stattfindet. Denn jeder Screenshot, den Sie in den PDFs finden, zeigt die mobile Version einer Webseite und nie die des Desktops.

UX-Fehlerfindung mit der Google Search Console

In der Google Search Console sind die Berichte zur Nutzererfahrung aufgeführt und somit auch die Seiten, die Probleme mit der User Experience verursacht haben, wenn der Nutzer sie über ein Mobilgerät aufgerufen hat. Wenn Sie das Problem aufrufen, dann erhalten Sie Details über die betroffene Beispielseite, Informationen, wie Sie diesen Fehler beheben und gleich auch wie Sie Google davon informieren, dass Sie diesen Fehler behoben haben.

Die Google Fehlermeldungen für die mobile User Experience

Folgende häufig auftretende Fehler können im Bericht zur Nutzererfahrung auf Mobilgeräten aufgeführt sein:

1. Inkompatible Plugins

Es gibt Plugins, wie z. B. Flash, die die meisten Browser nicht oder nicht mehr unterstützen. Dann müssen Sie überlegen, ob Sie nicht Ihre Seite mit modernen Webtechnologien wie HTML5 relaunchen.

2. Darstellungsbereich undefiniert

Die „Viewport”-Angaben ermöglichen es Browsern, Ihre Webseite an den vom Besucher genutzten Bildschirm anzupassen. Deshalb sollten Sie anhand des Tags „Meta Viewport” Ihre Seiten konfigurieren, damit sich Größe und Skalierung automatisch auf den von Nutzer verwendeten Bildschirm anpassen. Vergessen Sie im Viewport nicht, auch Ihre Gerätebreite im Darstellungsbereich auf Responsive Webdesign anzupassen.

3. Inhalt breiter als Bildschirm

Wenn Ihr Nutzer auf dem Smartphone nach oben oder unten scrollen muss, um Ihre Inhalte und auch Bilder anzuschauen, wird das auch von Google moniert. Das kann passieren, wenn Ihre Webseite absolute Werte für die CSS-Klassifikation verwendet oder Ihre Bilder auf ein falsche Browserbreite optimiert sind.

4. Zu kleiner Text

Wenn ein Nutzer auf dem Smartphone zoomen muss, um Ihren Text lesen zu können, gibt das Google auch ein negatives Nutzersignal und wird als Fehler ausgewiesen. Dann müssen Sie Ihre Schriftgrößen so modifizieren, dass diese immer für den jeweiligen Darstellungsbereich skaliert werden.

5. Zu dicht angeordnete Klick-Elemente

Wenn Ihre anklickbaren Touch-Elemente in der mobilen Version so dicht nebeneinanderliegen, dass der Nutzer sich quasi „verklickt“, weil er auf zwei Buttons kommt, dann erscheint dies ebenfalls im Bericht von Google. Achten Sie also auf genügend Abstand zwischen den einzelnen Elementen in Ihrem Webdesign.

Nach der Fehlerbehebung auf der mobilen Version Ihrer Webseite informieren Sie Google und bitten die Suchmaschine, Ihre Webseite erneut zu crawlen und neu zu beurteilen.

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