Google kommt mit BERT – und mit dem größten Update seit 5 Jahren!

Google hat in der letzten Woche ein Update durchgeführt, das nach dem Update des RankBrain-Algorithmus vor fünf Jahren wohl eines der größten überhaupt ist.

Wir sprechen von BERT, welches eine Abkürzung für “Bidirectional Encoder Representations from Transformers” ist. Inhaltlich besteht sogar ein Zusammenhang zum RankBrain-Algorithmus, denn auch hier macht Google einen weiteren Schritt in die Richtung, ganze Sätze in den Suchanfragen zu verstehen und richtig zu verarbeiten. Der Algorithmus basiert auf neuronalen Netzen und dem Natural Language Processing (NLP). Hier ein Zitat aus dem Blogbeitrag von Googles Vizepräsident:

… the biggest leap forward in the past five years, and one of the biggest leaps forward in the history of Search.

Pandu Nayak, Vice President Search

Welchen Effekt hat BERT?

BERT wird die Suche verändern. Und zwar in Hinblick auf komplexe Anfragen. Google nutzt als Grundlage hierfür eine im letzten Jahr zur Verfügung gestellte Open Source Lösung, die Google nun mit neuer Cloud-TPU-Hardware (Tensor-Prozessoren) nutzt, um relevante Ergebnisse schneller zu liefern.
Es geht zukünftig darum, dass die Suchmaschine die Abhängigkeiten der Wörter untereinander verarbeiten kann. Bis dato wurde vorwiegend Wort für Wort angeschaut – jetzt soll der Algorithmus zunehmend den kompletten Kontext komplexer Suchanfragen verstehen. Das heißt, auch die Worte vor und hinter einem Keyword ergeben einen teilweise unterschiedlichen Sinn in ihrer Gesamtheit.

Update zuerst für die englischsprachige Suche

Laut Google bezieht sich das Update BERT auf zirka 10 Prozent der Suchanfragen aus dem englischsprachigen Raum. Also geht man davon aus, dass das Update eine von zehn in Englisch gestellten Anfragen besser beantwortet. Weitere Sprachen sind in Planung. Wann allerdings BERT auch für deutschsprachige Anfragen zur Verfügung stehen wird, ist noch unklar. Trotzdem geht Google davon aus, dass Erlerntes für den Algorithmus auch auf andere Sprachen übertragbar ist, also dürfte es hier nicht allzu lange dauern. Google gab weiterhin bekannt, dass BERT zur Verbesserung der Featured Snippets in den 24 verfügbaren Ländern anwendbar ist.

Was ist mit BERT in Bezug auf Suchmaschinenoptimierung?

Man hat es schon bei RankBrain gesehen – SEO ist nicht die vorherrschende Option von BERT. Da es in der Hauptsachen um das Verstehen der Anfragen geht, spricht man hier nicht explizit von Optimierungsmöglichkeiten. Doch Google muss für den Abgleich von Gesuchtem und dem gefundenen Ergebnis sorgen. Somit muss Google ebenfalls die Inhalte aus dem Google-Index entsprechend bewerten.

Also können wir hier auch nur wieder den Tipp geben, dass die Inhalte eines Webauftritts komplett stimmig für die Nutzer ausgewiesen werden müssen! Da sich der Algorithmus auf Gesprochenes bezieht, ist es auch wichtig, sich einer natürlichen Sprache zu bedienen, die beispielsweise auf nicht zu langen Sätzen beruht.

Ist BERT für die beobachteten Schwankungen der letzten Zeit verantwortlich?

Von vielen ist eine wachsende Dynamik der Google-SERPs beobachtet worden. Das deutet auf ein weiteres Update hin. Allerdings kann keiner momentan mit Sicherheit sagen, ob es sich hierbei um Auswirkungen von BERT handelt. Besonders die englischsprachigen Suchen und die Frage, ob es hier zu Verschiebungen kommt, halten die nächsten Wochen spannend.

BERT und die Auswirkungen auf Voice Search

Es dürfte klar sein, dass sich Google hier auch für die wachsende Bereitschaft der Nutzer, Voice Search verstärkt zu nutzen, wappnet. So wird der Google Assistant sicherlich genau die Möglichkeiten ausschöpfen, weshalb man BERT mit entwickelt hat. Und mit Voice Search werden die Anfragen bei Google immer komplexer. ECONSOR bleibt für Sie am Ball und wird über gravierende Auswirkungen berichten.

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