Dieser Artikel ist Nummer 7 von 14 im Special "Digital gegen Corona"

Engagement könnte sich bezahlt machen!

Wavemaker und M-Science haben aktuell eine Blitz-Umfrage “Das Ende der Krise kommt bestimmt – was die Menschen nach Corona machen werden” durchgeführt.
Und tatsächlich zeichnen sich schon signifikante Sympathiewerte für Firmen ab, die in der Corona-Krise Menschen helfen oder generell Engagement zeigen.

Charakter zeigt sich in der Krise.

Helmut Schmidt

Was ändert sich?

Tatsächlich machen sich die Menschen schon einen Plan, was sie genau nach der Krise machen werden und in diesem Zusammenhang wurde deutlich, welche Marken die Verbraucher künftig bevorzugen.

  • TV- und Streaming-Dienste gehören mit zu den Gewinnern: Der Konsum hat sich fast verdoppelt. Trotzdem geben 23 Prozent der Befragten an, dass sie diesen Konsum nach der Krise wesentlich einschränken möchten.
  • Online-Shops haben nochmals einen merkbaren Push erfahren. 13 Prozent geben an, den erhöhten Online-Konsum fortzusetzen. Auch im Lebensmittelsektor möchten 10 Prozent ihr Online-Bestellverhalten beibehalten.
  • Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) haben vor, ihren Lebensstil zu ändern. Achtsamkeit wird einen anderen Stellenwert haben als noch vor der Krise.
  • Durch das „Social Distancing“ ist den Deutschen bewusst geworden, wie wichtig soziale Kontakte sind. Hier hat sich als absolute Priorität herauskristallisiert, dass sich 71 Prozent nach Corona als erstes mit Freunden treffen möchten. Vor allem die jungen Befragten freuen sich schon jetzt auf das Wiederaufnehmen sozialer Kontakte.
  • Als zweitwichtigsten Punkt geben immerhin 55 Prozent an, dann endlich wieder Restaurants und Kneipen aufzusuchen.
  • 24 Prozent möchten Ihre Zeit, die sie in Social Media verbringen, reduzieren.
  • 44 Prozent möchten gleich shoppen gehen und auch wieder Kinos besuchen

Die Krise verändert offenbar nicht nur das Bewusstsein, sondern auch die Einstellung zu dem, was wirklich wichtig ist.

Peter Petermann, CSO Wavemaker

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass 35 Prozent der deutschen Verbraucher Marken bevorzugen werden, die in dieser schweren Zeit Engagement zeigten und für die Gesellschaft da waren. Und 40 Prozent geben an, Marken, die man als unfair empfunden hat, abzustrafen. Der Trend in unserer Gesellschaft, dass der Verbraucher mehr Verantwortung von Marken erwartet und fordert, festigt sich.

Wir können aktuell beobachten, wie eine Krise einen generellen Trend in der Gesellschaft massiv verstärkt!

Lucas Brinkmann, CEO Wavemaker

Strategische Empfehlungen von Wavemaker:

Verbote und Restriktionen: Ihre Kategorie ist unmittelbar vom Lockdown betroffen (Reisen, Messen, Events, Gastronomie, Sport): Media Investments senken, aber Social Media beobachten!
Physische Verfügbarkeit: Ihre Kategorie Produkt wird krisenbedingt stark nachgefragt. (Toilettenpapier, Reinigungsmittel, Skincare, Pharma): Mediainvestments stabil halten, aber die Verfügbarkeit im Auge behalten!
Geringe Dringlichkeit: Ihre Kategorie hat zu diesem Zeitpunkt eine geringe Priorität (Autobranche, größere Anschaffungen, Modebranche): Wettbewerbsaktivitäten beobachten, jetzt investieren für die Zeit nach Corona!
Geringe Notwendigkeit: Ihre Kategorie ist nicht notwendig, bietet aber emotionale Benefits (Kosmetik, Getränke, Luxusgüter): Media Investment erhöhen, um Nachfrage zu treiben!

Finaler Schluss aus der Studie: Die Nachfrage wird nach Corona in vielen Branchen und Bereichen stark wachsen. Es ist also wesentlich effizienter, jetzt in ein der Krise angepasstes Branding zu investieren. Ein Werbestopp kann für Unternehmen äußerst risikoreich sein.

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