Ausbildungsinhalte für duale IT-Berufe stehen vor inhaltlichen Änderungen

Ab dem 1. August 2020, also zum Start des neuen Ausbildungsjahres, werden die IT-Berufe, vor allem der Beruf des Fachinformatikers, neu geordnet. Wie genau das vonstatten geht und was das für Sie bedeutet haben wir hier zusammengefasst.

Die finale Zustimmung des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz steht noch aus. Allerdings verlangt es nach einer Überarbeitung der IT-Berufe wegen der sich vielfältig geänderten Anforderungen durch die Digitalisierung mit gezielt ausgerichteten Verbesserungen.

Wir blicken auf eine chancenreiche Zukunft, nicht TROTZ, sondern WEGEN der Digitalisierung!

Gernot Krickl, Online-Marketer und Speaker

23 Jahre IT-Berufe: nun kommt das notwendige Update

Eine Aufforderung zur Prüfung und Modernisierung kam schon 2015 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zusammen mit dem Berliner Bundesinstitut für Berufsbildung. Denn durch die Änderungen im Hinblick auf die Vernetzung im Allgemeinen, das IoT (Internet of Things/Internet der Dinge) und die Anforderungen der Industrie 4.0 bestand Handlungsbedarf. Zuerst fügte man 2018 dann die Lernziele IT-Sicherheit, Datenschutz und Urheberrecht dazu. Vor allem die IT-Sicherheit zieht sich durch alle Neuerungen, was durch die aktuelle Gefahr der Hacker-Angriffe durchaus nötig ist.

Änderungen in den vier IT-Berufen

Ausbildungsberuf Fachinformatiker

Für die Ausbildung zum Fachinformatiker sind die Fachrichtungen Anwendung und Systemintegration weiterhin zur Wahl vorhanden, dazu kommen die Fachrichtungen Daten- und Prozessananlyse und digitale Vernetzung. Doch jetzt zielt die Ausbildung Fachinformatiker mit der Fachrichtung “Digitale Vernetzung” zukünftig auf die Netzwerkinfrastrukturen und den Schnittstellen zwischen Netzwerkkomponenten und Cyber-Physischen Systemen (CPS) ab. Denn es gilt, Systeme und Anwendung zu vernetzen und zu optimieren wie auch Daten gegen unerlaubte Zugriffe zu sichern und Systemausfälle zu beheben oder gleich zu vermeiden. Fachinformatiker der Fachrichtung “Daten- und Prozessanalyse” sind für Qualität und generell für die Verfügbarkeit von Daten und deren Ergebnisse für zunehmend auf diesen Daten basierende digitale Produktions- und Geschäftsprozesse zuständig.

Ausbildungsberuf IT-System-Kaufmann

Der bis dato als IT-System-Kaufmann bezeichnete Ausbildungsberuf wird zum Kaufmann für IT-Systemmanagement ausgeweitet. Diese werden zukünftig zu Fachkräften für IT-Dienstleistungen und deren Vermarktung bezüglich Hardware, Software und Services ausgebildet. Sie sollen in der Lage sein, IT-Systeme und deren Umgebung zu managen und zu administrieren.

Ausbildung Informatikkaufmann

Aus dem Informatikkaufmann wird ab August der Kaufmann für Digitalisierungsmanagement. Hier legt man den Schwerpunkt auch auf die Daten, allerdings im Hinblick auf den betriebswirtschaftlichen Hintergrund. Aus den vorhandenen Informationen sollen hier nun operative Prozesse entwickelt werden, die in der Digitalisierung wirtschaftliches Wachstum versprechen.

IT-System-Elektroniker

Der Ausbildungsberuf des IT-System-Elektronikers zielt auf eine Qualifikationsaktualisierung im Hinblick auf elektrotechnisches Know-how.

Alle Möglichkeiten, wie man bestehende Ausbildungen oder aktuelle Umschulungen auf die neuen Begrifflichkeiten der Berufe umschreiben lassen kann, erfahren Sie bei der für Sie zuständigen IHK.

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