Der econsor Agenturhund Nero

Der moderne Kollege ist strubbelig und hat eine kalte Schnauze!

Wedelt bei Ihnen auch schon ein Bürohund durch die Gänge?

Immer häufiger trifft man in den Teambeschreibungen der Büros und Agenturen auf einen neuen Kollegen, den man gerne als „Sicherheitsbeauftragten“ oder „Social Manager“ bezeichnet. Immer mehr Betriebe kommen auf den Bürohund. Beim Aktionstag „Kollege Hund“ vom Deutschen Tierschutzbund meldeten sich wieder über 1000 deutsche Betriebe an, querbeet durch alle Branchen.

Der Hund der beste Kollege?

Der Bundesverband Bürohund e.V. (ja, dieser Verband existiert) bietet ein Kleingruppenseminar für Hundehalter an mit dem Titel „ Wie ich es meinem Chef sage.“ In der Seminarbeschreibung heißt es: „Immer mehr Hundehalter wollen ihren Hund mit in das Büro nehmen. Leider kommt es bei der Vorstellung des Themas Bürohund im Unternehmen dann manchmal zu schweren Fehlern, mit dem Ergebnis eines langjährigen Hundeverbotes. Das ändern wir und zeigen den Teilnehmern in einem Drei-Stufen-Plan den strategischen Weg um die Erfolgschancen zu erhöhen.“ Und ja, das Seminar in Berlin ist regelmäßig ausgebucht!

Der Hund der beste Kollege?

Es gibt tatsächlich Untersuchungen mit durchweg positivem Ergebnis. Im Jahr 2012 hat  Randolph T. Barker von der Virginia Commonwealth University festgestellt, dass Hundebesitzer, die ihren Vierbeiner mit zur Arbeit nehmen dürfen, messbar weniger gestresst sind als ihre Kollegen. Weiterhin kam er sogar zu dem Schluss, dass Hunde am Arbeitsplatz das Betriebsklima verbessern und sogar die Zufriedenheit aller Mitarbeiter steigern.

Weniger gestresst mit Hund im Büro

Alle dahingehenden Forschungen sind zu demselben Schluss gekommen: Das Hormon Oxytocin ist die Ursache, dass sich unsere Herzfrequenz verlangsamt, sich unser Blutdruck senkt und das Stesshormon Cortisol sich abbaut. Wenn der Mensch den Hund streichelt, schütten beide Oxytocin aus. Hunde fördern demzufolge die Gesundheit, was bedeutet:

  • das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko senkt sich
  • weniger Burnouts
  • psychische Erkrankungen werden weniger
  • Fehltage sinken somit und
  • der Arbeitgeber spart Kosten

Der Bürohund als Recruiting-Plus

Es ist erwiesen, dass Firmen, die Hunde erlauben, einen Vorsprung im „War for Talents“ vor der Konkurrenz haben. Arbeitsklima und Motivation im Team wird durch einen Vierbeiner gefördert und sogar das Teambuilding wird durch einen Bürohund verbessert. Allen voran ist hier Google zu erwähnen: Ein Hund ist ein Mitarbeiter-Benefit, das viele Angestellte in Anspruch nehmen. Google bezeichnet sich „Dog Company“ und bekräftigt: „Die Zuneigung für unsere hündischen Freunde ist ein integraler Bestandteil unserer Unternehmenskultur.“

Amazon hat mittlerweile über 1.500 Hunde im Hauptquartier in Seattle, allen voran der berühmte Corgie. Auch der Shop-Riese äußert sich positiv über den Spaß, die Dynamik und die Teambuildings in den Pausen, die die Hunde in den Firmenalltag einbringen.

Bedingungen und Grenzen für einen Bürohund

Trotz all dieser positiven Gesichtspunkte können Sie nicht einfach mit Ihrem Hund gleich am Montag selbstverständlich ins Büro kommen. Das wäre wohl nicht der Weg. Es gibt auch die Geschäftsleitung und die Kollegen! Nicht jeder reagiert positiv auf einen Hund. Besprechen Sie im Team und natürlich mit dem Chef Ihr Vorhaben. Bleiben Sie auch sensibel für Kollegen, die sich vielleicht nicht offen trauen, bei all der Begeisterung der anderen Kollegen, über ihre Ängste zu sprechen.

Voraussetzungen für den Hund im Büro

  • Sie benötigen auf jeden Fall die Erlaubnis der Geschäftsleitung.
  • Einverständnis der Kollegen ist wichtig.
  • Falls jemand Angst vor Hunden hat, Kompromisse und Regeln festlegen.
  • Allergiker unter den Kollegen machen den Bürohund unmöglich!
  • Der Hund muss erzogen sein.
  • Der Hund muss sich auf einem Platz zurückziehen können.
  • Sie müssen ab und zu auf den Hund eingehen und sich um ihn kümmern.
  • Sie dürfen trotzdem Ihre Arbeit nicht vor lauter Hund vernachlässigen.
  • Der Hund muss sich ruhig verhalten können.

Fazit

Es muss Ihnen klar sein, dass Ihr Hund gut erzogen sein muss, nicht unkontrolliert im Büro herumrennt, Kunden stellt oder anbellt und auf Kommando auf seinem Platz bleibt. Ein Welpe im Büro, der überall pullert, wäre auch gänzlich unangebracht. Auch von Seiten des Hundes sollte man auf Stress-Signale achten und darauf eingehen. Klar ist auch, dass man in den Pausen mit dem Hund spazieren gehen und spielen muss.  Aber es kann dann auch eine Mittagspause mit den Kollegen zum Picknick im Park werden.  Es ist Fakt, dass das Hunde-Privileg für Mitarbeiter wichtiger sein kann als mehr Gehalt, denn jeder zweite würde dafür seinen Hund mitzubringen auf eine Gehaltserhöhung verzichten. Tolerante Chefs könnten aus Hunden regelrecht Kapital schlagen oder auch Gefahr laufen, Mitarbeiter zu verlieren. Für jeden dritten Hundebesitzer wäre es ein Grund zu wechseln, wenn der Hund mit ins Büro darf.

Aber auch für Bürohunde gilt es, eine positive Work-Life-Balance zu schaffen. Gewöhnen Sie junge Hunde langsam an den Büroalltag oder nehmen Sie sie vielleicht nur stundenweise mit, Langeweile kann in Ungehorsam ausarten. Vielleicht können ja auch ein oder zwei Schnuppertage mit Hund Sicherheit geben, dass Charly oder Luna zur Bereicherung aller beitragen.   

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