AMP: Schnelle Ladezeiten

AMP (Accelerated Mobile Pages): Der Ladezeiten-Highway

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AMP (Accelerated Mobile Pages) ist ein Ansatz, welcher speziell für mobile Endgeräte optimierte Internetseiten generiert, die quasi sofort laden. Technisch gesehen besteht AMP aus zwei Parts, die ineinander spielen:

  1. Webseite: Diese muss sich an ein JavaScript-Framework (AMP JS) und sehr strenge HTML-Regeln (AMP HTML) halten
  2. Cache: Der AMP Cache liefert eine zwischengespeicherte Seite direkt aus – bekannt ist beispielsweise Google selbst als AMP Cache.

„Wir machen das Internet schneller!“

Mit diesem Versprechen startete vor ziemlich genau zwei Jahren das AMP-Projekt. Das Problem, welches das AMP-Projekt adressierte: „Mobile first“ zum Trotz wurden Internetseiten immer mehr angefüllt mit Bildern, JavaScript, Videos,  …  Insgesamt führt das vor allem mobil zu längeren Ladezeiten. Nicht allein Google (der Initiator des AMP-Projekts) sondern auch Facebook mit seinen „Instant Articles“ oder Apple mit den „News“ dachten in diese Richtung. Aus der Google-Initiative ist mittlerweile ein veritables Open-Source-Projekt erwachsen. AMP ist gerade für Newsportale und Blogs ein quasi Standard.

The AMP Project is an open-source initiative aiming to make the web better for all. The project enables the creation of websites and ads that are consistently fast, beautiful and high-performing across devices and distribution platforms.
www.ampproject.org

Vorteile von Accelerated Mobile Pages

Neben der schnelleren Ladezeit, die als augenscheinlichster Vorteil zu Tragen kommt, bietet AMP einige weitere Vorteile:

  1. Bevorzuge Darstellung in den mobilen Suchergebnissen
    Das macht insbesondere bei news-getriebenen Seiten (Magazinen, News, Case Studies, etc.) Sinn und kann zu einer Verbesserung der Distribution und mehr Traffic über Mobile führen.
  2. Blitz-Icon vor URL in Suchergebnissen
    Suchergebnisse der mobilen Suche werden mit dem Blitz-Icon gekennzeichnet, so dass der Nutzer weiß, dass diese Seite schnell lädt.
  3. Schnellere Ladezeit in der mobilen Google-Suche
    Bei Klick auf ein AMP-Suchergebnis wird die Seite sofort per Google AMP-Cache ausgeliefert. Das betrifft allerdings nur die erste Seite: sobald der Leser weiter auf der Webseite surft, wird nicht mehr auf den Google AMP-Cache zurückgegriffen, sondern auf den des eigenen Webservers.
  4. Entlastung der eigenen Server-Infrastruktur
    Das Auslagern der Cache-Dateien an ein externes CDN macht letztlich auch den eigenen Server schneller.

Einschränkungen durch AMP

Wie zu erwarten, bringt diese Ansatz aber auch einige Nachteile mit sich. Denn damit im Ergebnis das Datenvolumen der angeklickten Website geringer ist, müssen sich Seitenbetreiber an die technische Korsage der AMP-Richtlinien halten. Dadurch ergeben sich zwangsläufig Einschränkungen in der Freiheit des Designs, der Verwendung von individuellen Erweiterungen, für das Einbinden von Werbung und von individuellen dynamischen Funktionalitäten.

Je nach Anforderungen des Projekts muss entschieden werden, ob und wie tief eine Verwendung von Accelerated Mobile Pages erfolgen kann.

AMP für WordPress & TYPO3

Schnelle Ladezeiten sind natürlich auch für Unternehmensseiten und Blogs ein wichtiger Erfolgsfaktor. Die führenden Content-Management-Systeme WordPress und TYPO3 bieten Erweiterungen, die die Ladezeit einzelner Seiten oder ganzer Portale bereits sehr gut unterstützen.

AMP für Magento & Shopware

Im E-Commerce ist insbesondere die Einschränkung von Javascript-Anwendungen noch ein echtes Problem. Der Einsatz von Accelerated Mobile Pages ist daher noch nicht allzu sehr verbreitet. Jedoch können bereits heute statische Seiten im Online-Shop wie Inhaltsseiten, Kategorieseiten oder Produktseiten mit AMP optimiert werden. Für die in Deutschland führenden Shopsysteme Magento und Shopware sind Plugins für die o.g. statischen Seiten bereits verfügbar.

 

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