4 Faktoren, die zu Ihrer Entscheidung beitragen.

Eine Frage beschäftigt immer wieder die Geschäftsleitung in Unternehmen. Es ist der alte Konflikt, ob man eine interne Marketingabteilung aufbauen oder das Marketing und die Werbung an eine externe Agentur vergeben soll. Welche Lösung bietet Ihnen die benötigten Kompetenzen?

Wir als Internetagentur begegnen diesem Konflikt natürlich auch immer wieder. Und selbstverständlich gibt es keine Antwort, die hier standardmäßig gegeben werden kann. Aber es gibt sicherlich ein paar Konstanten, deren Vor- und Nachteile auf der Hand liegen.

Zu Ihrer endgültigen Entscheidung sollten Sie folgende vier Parameter abwägen:

1. Entscheidungsparameter Innovationskraft

Als Agentur muss man sich zwangsläufig am Puls der Zeit orientieren und immer  am Ball sein. Denn im Hinblick auf Kundenakquise und Kundenbindung sind die Spezialisten in den verschiedenen digitalen Themen verpflichtet, jeden Trend zu kennen und kundenspezifisch umsetzen zu können. Doch diese Innovationskraft ist in Inhouse-Agenturen nicht selbstverständlich. Die Motivation Kunden zu gewinnen und zu halten ist hier geringer. Man muss sich nicht ständig neu erfinden. Inhouse-Mitarbeiter sind auch weniger spezialisiert und kümmern sich beispielsweise auch um Verwaltungsarbeit, die den Spezialisten in einer Agentur abgenommen wird.

Wer also ein Unternehmen führt, das auf hohe Innovationskraft im Marketing angewiesen ist, der sollte einkaufen!

2. Entscheidungsparameter Kompetenz

Die Frage nach der Kompetenz muss man von zwei Seiten aus betrachten. Denn es gibt durchaus die Kompetenz eines Branchenwissens und auf der anderen Seite das Know-how im Marketing und der digitalen Transformation. Ihr Inhouse-Team kann zweifelsohne über die Zeit ein Branchenwissen aufbauen, das einer Agentur so nicht innerhalb weniger Wochen möglich ist. Die Frage, inwieweit dies nötig ist, hängt von der Branche und der Anforderung ab.

Eine externe Agentur ist darauf angewiesen ein hohes Know-how im Marketing auszubilden. Dafür sind dort auch vielfältige Spezialisten im Einsatz. Für ein Unternehmen gestaltet es sich schwierig, hier immer Experten des jeweiligen Gebiets einzustellen, die für ein Unternehmen auch schwieriger zu bekommen sind, da ein Arbeitsplatz mit Expertenstatus und dem Austausch auf dieser Ebene eher in einer Agentur gegeben ist.

Ein Unternehmen, das den höchsten ROI anstrebt, muss genau abwägen, welchen Part der Wertschöpfungskette es inhouse abwickelt und welcher Part durch Outsourcing von einer Agentur übernommen werden sollte. Man darf auch einem Kompromiss nicht ausweichen.

Sebastian Kübler Geschäftsführer econsor

3. Entscheidungsparameter Transparenz

Daten werden im Zeitalter der digitalen Transformation immer wichtiger und bilden oft die Basis für Marketingentscheidungen. Inhouseteams sind  hier natürlich eher an der Quelle. Der Zugang wie auch das permanente Wissen um die Daten sind einfacher zu managen. Kürzere Wege und die Kommunikation mit anderen Abteilungen machen dies möglich. Auch genießen eigene Mitarbeiter einen Vertrauensvorschuss in Bezug auf firmeninterne Daten, was die Flexibilität erhöht.

Externe haben einen wesentlich schwierigeren Zugang zu internen Daten, was aber im Sinne von Big Data Grundlage für viele Marketingstrategien bildet. Trotzdem wird hier mehr darauf geachtet, keine kritischen Internas weiterzugeben. Jedoch kann gerade bei der Transparenz ein großes Plus für Agenturen sprechen. Eine Agentur hat den Vorteil, wesentlich rationaler agieren zu können und nicht auf die interne Unternehmenspolitik Rücksicht nehmen zu müssen.

4. Entscheidungsparameter Kosten

Entscheidend wird bei vielen Unternehmen die Frage sein, welche der beiden Lösungen wohl die günstigere ist. Auch das muss man individuell von Unternehmen zu Unternehmen eruieren. Natürlich fällt bei der Inhouselösung der Aufschlag für die Agentur weg. Hier ist aber interessant, nach wie vielen Experten Ihre Unternehmung verlangt, um den Anforderungen der digitalen Welt gerecht zu werden und sich einen Wettbewerbsvorteil zu sichern. Auch eine Vertretung bei Krankheit und Urlaub muss in die Überlegungen mit einbezogen sein. Denn es wird immer wichtiger, unmittelbar reagieren zu können. Das kann schnell zu einem hohen Kostenfaktor führen, den man auch nicht so schnell minimieren kann. Eine externe Agentur gestaltet sich hier flexibler, was vor allem langfristig zu einer besseren Kostenstruktur führen kann.

Die Vorteile des einen Modells sind die Nachteile des anderen. Setzen Sie Ihre Prioritäten, wägen Sie ab und entscheiden dann. Vielleicht ist für Sie ja auch ein Modell gut, bei dem Sie beide Möglichkeiten sinnvoll kombinieren.  

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