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Zwei Mitarbeitende im Gespräch in einem modernen Büro.

WordPress verliert 2026 Marktanteile. Gute Nachricht für Unternehmen?

WordPress verliert Marktanteile. Warum das eine gute Nachricht für Unternehmen sein könnte.

Wer die Entwicklung der CMS-Landschaft beobachtet, stößt derzeit auf eine bemerkenswerte Zahl:

Laut Search Engine Journal ist der Anteil von WordPress an allen Websites auf Basis von W3Techs-Daten von 43,2 % im Dezember 2025 auf 41,9 % im Mai 2026 gesunken.

WordPress bleibt damit weiterhin das mit Abstand meistgenutzte Content-Management-System weltweit. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass sich die CMS-Landschaft bewegt.

SystemVergleichswertMai 2026Entwicklung
WordPress43,2 %41,9 %rückläufig
Shopify5,0 %5,2 %leicht wachsend
Wix4,2 %4,3 %leicht wachsend
Squarespace2,4 %2,5 %leicht wachsend

Quelle: Search Engine Journal auf Basis von W3Techs-Daten. Der Vergleichswert bezieht sich bei WordPress auf Dezember 2025, bei Shopify, Wix und Squarespace auf Januar 2026. Die Werte beziehen sich auf den Anteil an allen Websites.

Für manche Beobachter klingt das nach einer Krise. Wir sehen darin etwas anderes. Aus unserer Sicht zeigt die Entwicklung vor allem eines:

Unternehmen treffen heute deutlich bewusstere Technologieentscheidungen als noch vor wenigen Jahren.

Früher wurde häufig der Marktführer gewählt

Noch vor einigen Jahren verliefen viele Auswahlprozesse erstaunlich ähnlich. Die Anforderungen waren oft unscharf formuliert:

  • Wir brauchen eine neue Website.
  • Wir möchten moderner werden.
  • Unser aktuelles System ist veraltet.

Die Technologieauswahl erfolgte häufig anhand von:

  • Marktanteilen
  • Bekanntheit
  • Empfehlungen
  • persönlichen Vorlieben

WordPress profitierte stark von dieser Entwicklung. Mit gutem Grund:

  • riesiges Ökosystem
  • niedrige Einstiegshürde
  • hohe Flexibilität
  • große Entwicklerbasis
  • viele Themes und Plugins
  • starke SEO-Möglichkeiten

Genau deshalb war WordPress für viele Unternehmen über Jahre hinweg die erste Wahl. Eine erfahrene WordPress Agentur konnte schnell passende Lösungen für Corporate Websites, Content-Hubs, Blogs oder Marketing-Portale entwickeln.

Doch die Fragestellungen haben sich verändert.

Heute werden Geschäftsanforderungen bewertet

In unseren Workshops erleben wir regelmäßig, dass Unternehmen deutlich differenzierter entscheiden. Die Diskussion dreht sich nicht mehr um das populärste System.

Sondern um Fragen wie:

  • Welche Governance-Anforderungen haben wir?
  • Wie wichtig sind Freigabeprozesse?
  • Wie viele Länder und Sprachversionen müssen wir verwalten?
  • Welche Rolle spielt E-Commerce?
  • Welche Systeme müssen integriert werden?
  • Wie viel Eigenständigkeit benötigt das Marketing?
  • Welche Rolle wird KI künftig spielen?
  • Welche Plattform unterstützt unsere Geschäftsziele langfristig?

Die Technologie wird damit zunehmend zur Konsequenz der Anforderungen. Nicht umgekehrt.

Früher:

Website → CMS auswählen → Projekt starten

Heute:

Geschäftsziele → Prozesse → Anforderungen → Plattform auswählen

Damit verändert sich auch der klassische CMS Vergleich. Es geht nicht mehr nur darum, ob ein System mehr Marktanteile besitzt. Es geht darum, ob es zur Organisation, zu den Prozessen und zur langfristigen digitalen Strategie passt.

Warum TYPO3 heute bewusst gewählt wird

Im Enterprise-Umfeld zeigt sich besonders deutlich, dass Marktanteile nicht automatisch über die richtige Technologie entscheiden. Viele Unternehmen wählen TYPO3 bewusst, obwohl WordPress weltweit deutlich verbreiteter ist.

Der Grund: Für diese Organisationen stehen nicht maximale Verbreitung oder schnelle Einstiegsmöglichkeiten im Vordergrund, sondern Governance, Struktur, Skalierbarkeit und langfristige Plattformarchitektur.

Typische Anforderungen sind:

  • komplexe Rollen- und Rechtekonzepte
  • internationale Organisationsstrukturen
  • mehrstufige Freigabeprozesse
  • Compliance-Anforderungen
  • Multi-Site-Strukturen
  • Mehrsprachigkeit
  • langfristige Wartbarkeit und Erweiterbarkeit

In solchen Szenarien spielt TYPO3 seine Stärken aus. Die Frage lautet dann nicht: Warum sollten wir nicht WordPress einsetzen?

Sondern: Welche Plattform bildet unsere organisatorischen Anforderungen am besten ab?

TYPO3 wird also häufig nicht wegen seiner Bekanntheit gewählt, sondern wegen seines Fits zu komplexen Unternehmensstrukturen. Für Organisationen mit klaren Governance-Anforderungen, internationalen Websites und langfristigen Plattformstrategien kann TYPO3 genau deshalb die passende Wahl sein.

Eine erfahrene TYPO3-Agentur begleitet Unternehmen dabei nicht nur technisch. Sie hilft, Anforderungen sauber zu strukturieren, digitale Architekturen zu planen und eine Plattformentscheidung zu treffen, die auch in den kommenden Jahren tragfähig bleibt.

Warum sich andere Unternehmen bewusst für WordPress entscheiden

Genauso häufig erleben wir die gegenteilige Entscheidung: Unternehmen prüfen ihre Anforderungen und stellen fest, dass WordPress genau zu ihrem Bedarf passt.

Typische Gründe dafür sind:

  • Es werden keine komplexen Governance-Prozesse benötigt.
  • Das Marketing soll schnell und eigenständig arbeiten können.
  • Flexibilität ist wichtiger als umfangreiche Enterprise-Funktionen.
  • Content, SEO und Kampagnen stehen im Mittelpunkt.
  • Die Plattform soll einfach erweiterbar und effizient betreibbar sein.

In solchen Fällen wird WordPress nicht als Kompromiss gewählt, sondern als bewusst passende Lösung.

Gerade für Corporate Websites, Content-Hubs, SEO-Portale, Marketing-Portale, Blogs, mittelständische Unternehmensportale und Kampagnen-Landingpages bleibt WordPress eine ausgezeichnete Wahl.

Entscheidend ist dabei nicht, ob WordPress grundsätzlich besser oder schlechter ist als TYPO3. Entscheidend ist, ob WordPress zum Geschäftsmodell, zur Organisation und zur digitalen Strategie passt.

Genau hier zeigt sich die eigentliche Stärke einer guten WordPress-Agentur: Sie empfiehlt WordPress nicht automatisch, sondern dann, wenn das System wirklich zur Aufgabe passt.

Noch deutlicher wird die Entwicklung im E-Commerce

Besonders sichtbar wird die Professionalisierung bei E-Commerce-Projekten. Früher wurden Shops häufig einfach an bestehende CMS-Systeme angebunden. Heute betrachten Unternehmen E-Commerce deutlich strategischer.

Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie:

  • Welche Anforderungen haben wir an B2B- oder D2C-Prozesse?
  • Welche Integrationen benötigen wir?
  • Welche Internationalisierungsstrategie verfolgen wir?
  • Welche Produktdaten müssen verarbeitet werden?
  • Welche Rolle spielen ERP, PIM, CRM und Logistik?
  • Welche Customer Journey erwarten unsere Kunden?
  • Welche Plattform unterstützt unser Wachstum langfristig?

Die Folge: Unternehmen entscheiden sich gezielter für spezialisierte Commerce-Plattformen.

Je nach Zielbild kommen unterschiedliche Systeme infrage:

Das bedeutet nicht, dass WordPress schlechter geworden ist. Es zeigt vielmehr, dass E-Commerce heute als eigenständige Disziplin verstanden wird.

Ein Online-Shop ist längst nicht mehr nur ein Warenkorb mit Produktseiten. Er ist Vertriebskanal, Prozessplattform, Datenhub und Kundenerlebnis zugleich.

Deshalb wird die Auswahl der passenden E-Commerce-Plattform immer wichtiger.

Der eigentliche Gewinner ist die bessere Entscheidung.

Die aktuellen Marktanteilsverschiebungen zeigen nicht den Niedergang eines einzelnen Systems. Sie zeigen vielmehr, dass der Markt reifer geworden ist.

Unternehmen entscheiden heute bewusster. Sie fragen nicht mehr nur, welches System am bekanntesten ist oder den größten Marktanteil hat. Sie prüfen genauer, welche Plattform zu ihren Zielen, Prozessen, Teams und langfristigen Anforderungen passt.

Im Mittelpunkt stehen Fragen wie:

  • Welche Ziele verfolgen wir mit der digitalen Plattform?
  • Welche Prozesse sollen unterstützt oder vereinfacht werden?
  • Welche Lösung passt langfristig zu unserem Geschäftsmodell?
  • Welche Plattform bleibt auch in drei bis fünf Jahren tragfähig?
  • Welche Technologie verbindet Marketing, Vertrieb, Service und IT sinnvoll miteinander?

So entstehen bessere Entscheidungen.

Je nach Anforderungen kann die passende Lösung WordPress, TYPO3, Shopify, Shopware oder Magento / Adobe Commerce sein. In bestimmten Fällen ist auch eine individuelle Portal- oder Softwarelösung die beste Wahl.

Wann welches System sinnvoll ist?

AnforderungWordPressTYPO3ShopifyShopwareMagento
Corporate Website✓✓✓✓✓–––
Content Marketing✓✓✓✓✓–––
Governance✓✓✓✓–✓✓✓
Internationalisierung✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓
B2B-Commerce––✓✓✓✓✓✓✓
Schneller Markteintritt✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓
Komplexe Integrationen✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓
Marketing-Flexibilität✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓
Enterprise-Anforderungen✓✓✓✓✓✓✓✓✓✓

Diese Übersicht ersetzt keine individuelle Systemberatung. Sie zeigt aber, worauf es bei modernen CMS- und Plattformentscheidungen ankommt: nicht auf Marktanteile, Bekanntheit oder persönliche Präferenzen, sondern auf den Fit zwischen Geschäftsmodell, Prozessen, Organisation und Technologie.

Ein guter CMS-Vergleich beginnt deshalb nicht mit der Frage, welches System grundsätzlich das beste ist. Er beginnt mit der Frage, welches System zur konkreten Aufgabe, zur Organisation und zur langfristigen digitalen Plattformstrategie passt.

Nicht der Marktführer gewinnt. Die passende Plattform gewinnt.

Der Rückgang der WordPress-Marktanteile bedeutet nicht, dass WordPress an Relevanz verliert. Mit über 40 % aller Websites bleibt WordPress weiterhin das dominierende CMS weltweit.

Die Entwicklung zeigt vielmehr, dass Unternehmen digitale Plattformen heute bewusster auswählen. Sie orientieren sich stärker an Geschäftsprozessen, Governance, Internationalisierung, E-Commerce-Anforderungen, Integrationen und langfristigen Unternehmenszielen.

Genau deshalb beginnt eine gute Technologieentscheidung nicht mit der Frage:

Welches System hat den größten Marktanteil?

Sondern mit der wichtigeren Frage:

Welche digitale Plattform unterstützt unsere Geschäftsziele in den nächsten fünf Jahren am besten?

Nicht der Marktführer gewinnt - die passende Plattform gewinnt.

Wir evaluieren den Fit auf Ihren Bedarf.

Ob WordPress, TYPO3, Shopify, Shopware oder individuelle Lösung: Wir helfen dabei, die passende Plattform für Ihre Ziele zu finden.

Sebastian Kübler

Ihr Ansprechpartner

Sebastian Kübler

Tel.: 0711 / 252 800 80

E-Mail: s.kuebler[at]econsor.de

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