Blogbeitrag Future of Marketing

Future of Marketing

Die Veränderung des digitalen Marketings:

Die Welt verändert sich, alles wird immer schnelllebiger, digitaler und komplizierter.
Heute berichten wir, welche Themen aktuell im Marketing thematisiert werden und auch in Zukunft relevant werden.

Big Data – Auswirkungen auf das Marketing?

Big Data ist ein Begriff, der inzwischen jedem bekannt sein dürfte. Es geht darum, dass eine unvorstellbare Zahl an Daten täglich gesammelt wird, woher diese kommen und wie diese weiter gewinnbringend verwendet werden können.

Daten Lokalisierung

Doch woher stammen die Daten? Hierzu definiert das Marketing folgende Bereiche:

  • First Party
  • Second Party
  • Third Party
  • User Data

Bei sog. First Party-Daten handelt es sich um Daten, die ein Unternehmen selbst sammeln kann. Diese können über die eigene Webseite, eigene Apps oder z. B. das Customer-Relationship-Managementsystem (CRM) gesammelt werden.

Second Party-Daten werden z. B. über Partner, Werbende oder Sensoren im Bereich Internet of Things (IOT) gesammelt.

Bei professionellen Datenhändlern können für hohe Summen Third Party-Daten gekauft werden.

Bei User Data handelt es sich um Informationen, die Besucher selbst bereitstellen. Entweder proaktiv, d. h.unbewusst, z. B. bei der Nutzung eines Gegenstands oder gezwungenermaßen, z. B. beim Abfragen des Geburtsdatums und der Adresse, um gratis ein E-Book zu erhalten.

Daten – Qualität und Relevanz

Die Anzahl der Datenquellen steigt laut Studien jeden Monat um 80 %. Es ist unvorstellbar, wie viele Informationen gesammelt werden.
Sammeln Sie auch Daten? Dann sollten Sie die drei essenziellen Grundwerte für Datenerhebung kennen und anwenden:

  • Correctness (Richtigkeit)
  • Consistency (Konsistenz)
  • Completeness (Vollständigkeit)

Beachten Sie diese drei Cs nicht, sind Ihre erhobenen Daten nichts wert und bringen Ihnen auch keine Vorteile.

Datenerhebung

Sie sollten unbedingt Ihren Sales Funnel genau betrachten und herausfinden: Welche Daten können, wann und an wen weitergegeben werden, um Interessenten zu zahlenden Kunden zu machen. Es geht nicht mehr um die Customer Journey – hier geht es um die Consumer Centricity (Zentrierung). Stellen Sie den Verbraucher und nicht den Kunden in den Mittelpunkt. Es geht hierbei nicht um einen Prozess mit Anfang und Ende, es ist ein on-going process. Der Erfolg entsteht, indem erfasste Daten im CRM gesammelt werden. Daraus können Personas gebaut werden, die stetig weiterentwickelt und aktualisiert werden. Ist dieser Schritt erfolgt, können reale Verbraucher den Personas zugeordnet werden und entsprechend benötigte und relevante Informationen zugespielt werden. Es handelt sich bei diesem Prozess um Echtzeit Matching.
Wie sieht die digitale Strategie dahinter aus?

Schritt 1: Define
In der Phase geht es darum die Hauptziele bzw. Herausforderungen, sogenannte Core-Challenges, zu definieren und das Business Model Canvas vollständig auszufüllen.

Schritt 2: Discover
In der Entdeckungsphase sollen mithilfe des 5-Space-Models neue Personas erstellt und eine Touchpoint Evaluation, welche die einzelnen Kontaktpunkte priorisiert, stattfinden.

Schritt 3: Create
Die Konzeption erfolgt in der dritten Phase. Mithilfe von Consumer Journeys, Storyboards, Touchpoint Matrix, Touchpoint Cluster, Touchpoint Strategy wird die digitale Strategie weiter ausgearbeitet.

Schritt 4: Select
In der vierten Phase müssen Trends analysiert werden und über das Business Modelling die Strategie ausgewählt werden.

Schritt 5: Implement
Die abschließende fünfte Phase dient der tatsächlichen Implementierung der digitalen Strategie.

Heutzutage kann nur noch ein Framework geboten werden, da die Detailschritte sich zu schnell verändern. Sie müssen alles permanent hinterfragen, der Prozess muss agil sein und unter keinen Umständen starr. Mittelpunkt ist die Relevanz für Ihre Kunden.

Konnektivität und Internet der Dinge

An dieser Stelle kommt die Konnektivität und das Internet der Dinge (IOT) ins Spiel. Über Sensoren und Aktoren werden Geräte miteinander verbunden und können in einen Dialog treten, um miteinander zu agieren. Mithilfe dieser Sensoren werden wiederum neue Daten erhoben. Denn diese entstehen durch Vernetzung und Vernetzung ist Trend und zwingend notwendig, denn immer mehr Geräte und Dinge werden vernetzt und auch die Gesellschaft zieht mit und vernetzt sich unaufhörlich.

Automatisierung durch Vernetzung

Durch die komplexe Vernetzung der Dinge und die dadurch entstehenden Datenmengen können viele Prozesse automatisiert werden. An dieser Stelle greift das Prinzip ITTT If this then that. Beispiel: Wenn der Lagerbestand Wert X erreicht, dann bestell neue Materialien nach.

Automatisierung ist im Marketing bereits weit verbreitet: Wenn ich mich für einen Newsletter registriere, dann erhalte ich sofort eine Benachrichtigung, dass meine Registrierung erfolgreich war. Das gleiche Prinzip der Automatisierung lässt sich beim Tracking, beim Monitoring, bei Formularen und Umfragen, individuellem Content und Social Media sowie Schnittstellen beobachten.

Auch das Thema Bots kommt und wächst kontinuierlich. Inzwischen kann ein Bot den gesamten Online-Einkauf begleiten. Dabei werden die Bedürfnisse des Kunden abgefragt und entsprechende Vorschläge präsentiert.
Die Personalisierung individueller Kundentypen steht immer mehr im Vordergrund.

Mobile kein Trend mehr, sondern Voraussetzung

Auch das Thema mobile ist nicht mehr wegzudenken. Auswertungen bei Hootsuite ergaben, dass 3772 Millionen Menschen aktiv im Internet sind.
3448 Millionen davon sind aktive, mobile Internetnutzer. Fragt man nach den Betriebssystemen, so stammen 71,6 % der mobilen Internetanfragen von Android-Geräten und 19,6 % von Apple IOS-Geräten. Nur 8.8 % stammen von anderen Betriebssystemen.
Aufgrund dieser Zahlen stehen drei Grundsätze im Vordergrund:

  1. Mobile First
  2. Think Mobile
  3. Track Mobile

Es reicht nicht mehr aus einfach eine Webseite für Desktops zu erstellen. Diese Grundsätze beziehen sich umfassend somit auf Konzeption, Design, Bedienung bzw. Benutzerführung und natürlich auch auf die Datenerhebung.

Wie geht erfolgreicher Content?

Aufgrund der Kennzahlen für Mobile Internetnutzung und der Schnelllebigkeit der Gesellschaft sowie der Reizüberflutung ist es für erfolgreichen Content essenziell, folgende sechs S-Regeln einzuhalten:

  1. Snackable
    Informationen müssen auf kleine Portionen und Happen aufgeteilt werden. Der Besucher hat die Möglichkeit, alle Informationen in der Wartezeit beim Arzt oder während der Busfahrt zu erfassen.
    Zeit ist ein Wert, der heutzutage viel zu knapp ist. Sie wollen Ihre Zielgruppe erreichen? Bieten Sie relevante Informationen. Das Sprichwort sagt: Content ist King, Echtzeit-Content ist King Kong und Content mit Kontext ist Donkey Kong.
  2. Shareable
    Sie wollen mit Ihrem Content eine organische und große Reichweite erzielen? Das klappt, indem Ihre Inhalte auch geteilt werden. Dabei ist es wichtig, dass es Spaß macht diese Inhalte zu teilen. Es gilt, nicht nur die Zielgruppe zu erreichen, sondern auch mit relevanten Inhalten zu punkten. Ein Beispiel ist die Werbung von Edeka zum Thema Supergeil.
  3. Suprising
    Gleichzeitig muss Ihr Inhalt auch überraschen. Jeden Tag prasseln an die 10.000 Marketingbotschaften auf einen Menschen ein. Nur die Besten bzw. Überraschendsten bleiben hängen. Lösen Sie Emotionen aus. Nutzen Sie Targeting, um die richtigen Personen mit Ihren Inhalten zu erreichen.
  4. Strategic
    Ein anderer Bereich ist das Thema Retention. Die Kunden oder Interessenten sollen wiederkommen. Coca-Cola nutzt für eine Kampagne in Asien genau dieses Prinzip für ihren Vorteil. Sie dachten sich Möglichkeiten aus, wie man die Cola Flasche auch nach Benutzung weiter verwenden kann, sei es als Seifenspender, Malwerkzeug oder Wasserpistole.
  5. Speed
    Wer zuerst kommt, mahlt zuerst – so ein deutsches Sprichwort. Es lässt sich aber auch auf Content übertragen. Wer zuerst die News veröffentlicht, erhält den Ansturm. Dies erfordert Agilität und schnelle Entscheidungen.
  6. Simple
    Zu guter Letzt die bekannte Vorgabe: Keep it simple! Es geht nicht darum eine super aufwendige Idee zu haben. Es geht darum sie bestmöglich, einfach verständlich und sauber umzusetzen.

Kreativität als Schlüssel für gutes Marketing

Damit kommen wir zum Thema Kreativität. Die besten Ideen sind keine Innovationen oder grundsätzlich neue Erfindungen, sondern lediglich optimale Lösungen für bereits bekannte Probleme.
Im Bezug auf die Kreativität heißt es ebenfalls, die Idee ist nur so gut wie ihre Umsetzung. Die besten Unternehmen sind die, die sich am besten anpassen können. Um kreativ sein zu können, muss man neugierig sein, Dinge ausprobieren und alles hinterfragen, denn nur so kommt man zum Ziel.

War for Talents

Gleichzeitig bringt der neue Wandel neue Jobs mit sich. Es geht also darum Talente zu finden, die die richtigen Ambitionen mit sich bringen. Unternehmen müssen die passenden Strukturen für diese jungen Menschen bieten, einen Austausch und Wissenstransfer ermöglichen und fördern. Ein Unternehmen hat immer Experten, die über sehr viel Detailwissen verfügen. Die beste Mitarbeiter-Kombination besteht zu 80 % aus Talenten mit breitgefächerten Wissen und zu 20 % aus solchen mit Detailwissen.

Wir müssen uns alle transformieren, die Digitalisierung ist kein Prozess, der wieder aufhört – er ist eine Evolution!
Steuern Sie keine Perfektion an, die es nicht mehr gibt, alles verändert sich, die Technologien, Themen, die Kommunikation, ja sogar die Menschen. Wenn wir daran arbeiten etwas perfekt zu machen, können wir wieder von vorne anfangen, wenn wir fertig sind. Denn so schnell verändert sich die digitale Welt. Es geht darum mitzuhalten und nicht alles bis zur Spitze zu perfektionieren.
Inzwischen haben wir Hotelketten ohne eigene Hotels (airbnb), wir haben das weltgrößte Taxiunternehmen ohne Taxis (uber), die größten Telefongesellschaften ohne telefonische Infrastruktur (Skype), den größten Medienbesitzer ohne eigenen Content (Facebook) und das weltweit größte Filmhaus ohne Kinos (Netflix). Es geht um die richtige Vernetzung. Also den Erfolg durch die richtige Begleitung zu forcieren.

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