Blogbeitrag E Privacy / DSVGO

ePrivacy – DSGVO ist noch nicht das Ende!

ePrivacy-Verordnung aktuell in Verhandlungen.

Am 08. Juni 2018 haben sich auf Initiative des BVDW vierzehn führende Wirtschaftsverbände noch einmal gegen eine unbedachte Festlegung der ePrivacy Verordnung ausgesprochen. Die derzeitigen Entwürfe kombinieren den Schutz der Vertraulichkeit in der elektronischen Kommunikation mit datenschutzrechtlichen Regelungen im Bereich der Kommunikationsgesellschaft. Anstatt die Regelungen der DSGVO zu ergänzen, werden die gerade erst etablierten grundlegenden Wertungen des EU-Datenschutzrahmens entwertet. Unternehmen stehen mit den neuen Datenschutzregeln bereits vor erheblichen, meist nicht einhaltbaren Herausforderungen – auch wegen der unklaren und teilweise überaus restriktiven Ankündigungen der Aufsichtsbehörden.

Nutzer zur Online-Registrierung bewegen

Damit Werbetreibende in Zukunft Fachmedien als weiteren Werbekanal auf dem Schirm haben, muss man Lösungen anbieten, die es Unternehmen gestatten, trotz ePVO personalisierte Werbung zielgerichtet auszuspielen. Aus Gründen der Rechtssicherheit sollten Publisher die Nutzer zur Onlineregistrierung motivieren, mit der diese der Datenverarbeitung zustimmen. Mit kostenlosen, thematisch relevanten Inhalten zum Einstieg kann es gelingen, die Einwilligung der Nutzer zu erhalten. Die Reichweite einer Online-Anzeige ist zwar kleiner, wenn sie Registrierten vorbehalten ist, aber nur so sind Werbetreibende rechtlich auf der sicheren Seite. Zudem ist der Nutzer offener für zielgerichtete Werbebotschaften. Schließlich hat er sich mit seiner Anmeldung bewusst für ein bestimmtes Angebot entschieden.

Fachmedien im B2B-Umfeld

Angesichts des hohen Stellenwertes von gedruckten Fachmedien in dieser Zielgruppe sind auch digitale Angebote nicht zu unterschätzen: Als verlässliche Informationsquelle sind die Webseiten von Suchmaschinen, Online-Auftritten von Verbänden und ähnlichen Organisationen, Herstellerseiten und Fachforen überlegen. All das macht Fachmedien zu empfehlenswerten Werbeträgern im analogen und digitalen B2B-Umfeld. Knapp 80 Prozent der Entscheider erachten Unternehmen, die regelmäßig in Fachmedien werben, als wichtige Anbieter im jeweiligen Markt.

Vertrauensvolle Partnerschaften

Dass auch der Publisher rechtskonform agiert, darauf müssen sich Werbetreibende verlassen können. Damit wird Vertrauen bei der Auswahl der Werbepartner sehr wichtig. Langjährige Beziehungen zu einem persönlichen Ansprechpartner schaffen die Gewissenheit, rechtssicher zu handeln. Kann sich der Werbetreibende auf die Rechtschaffenheit des Publishers verlassen, der die Werbeplattform bereitstellt, ist Werbung in analogen und digitalen Fachmedien eine weitere gute Möglichkeit, um B2B-Entscheider in Zukunft zu erreichen. Nun ist es an Publishern und Werbetreibenden, die Regulierungen der ePrivacy-Verordnung zu ihrem Vorteil zu nutzen.

Personenbezogene Daten besser schützen

Gegenstand der ePrivacy-Verordnung ist die Regelung des Schutzes personenbezogener Daten in der elektronischen Kommunikation. Konsumenten erhalten mehr Kontrolle über die Nutzung der Information und Daten die sie hinterlassen, wenn sie Kommunikationsnetze nutzen. Dabei sind das elektronische Umfeld und die Mittel der Kommunikation von großer Relevanz. Die ePVO, verbietet es, Daten ohne Einverständnis des Nutzers für kommerzielle Zwecke zu nutzen, zu erheben, zu speichern oder zu verarbeiten.

Opt-in wird zum Marktstandard

Ursprünglich sollte die ePVO mit der DSGVO am 25. Mai 2018 wirksam werden. Aufgrund inhaltlicher Unklarheiten ist jedoch davon auszugehen, dass die ePVO frühestens Ende 2018 in Kraft tritt. Dennoch sollten Werbetreibende die erforderlichen Maßnahmen jetzt einleiten: Zukünftig benötigen sie für ein seitenübergreifendes Tracking und eine Auswertung der erhobenen personenbezogenen Daten ein rechtssicheres Opt-in. Schon heute holen viele werbetreibende Unternehmen eine Einwilligung für Tracking und ähnliche Datenverarbeitungen ein. Also fallen diejenigen, die es nicht tun, negativ auf. Damit wird das Opt-in zum Marktstandard.

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