Arbeitgeber und Arbeitnehmer setzen immer mehr auf E-Recruitment

Die Digitalisierung ist auch im Personalmanagement angekommen. E(lectronic)-Recruiting heißt das Buzzword, das manchmal auch als Online-Recruiting bezeichnet wird Personalsuche auf Grundlage von computer- und webbasierten Medien. Für diesen Bewerbungsprozess findet man im Internet die verschiedensten Plattformen und Kanäle.

Im Zuge der allgemeinen Digitalisierung haben auch im Recruitment Einfachheit und Schnelligkeit sowie ein besseres Erreichen der gewünschten Zielgruppe rasant an Bedeutung gewonnen. Diese Art der Personalbeschaffung zielt in erster Linie auf die Generation Y, die „Digital Natives“, ab. Hierbei handelt es sich um die Generation der Millennials, deren Geburtstag um die Jahrtausendwende herum liegt. Man zählt sie zu den sogenannten Digital Natives, also die erste Generation, die mit digitalen Techniken groß geworden ist.

Die Entwicklung zeigt ganz deutlich, dass es weg von der klassischen Personalbeschaffung hin zum E-Recruiting geht. Begründet wird das gleich durch mehrere aktuelle Trends auf dem Arbeitsmarkt, denn auch hier macht die Digitalisierung keinen Halt.

Sebastian Kübler, Geschäftsführer ECONSOR Gruppe

Der Prozess

Es geht beim E-Recruiting nicht nur um die Bewerbungsmöglichkeiten generell, sondern es umfasst alle Bereiche des Recruitings. Demzufolge gehören die Kommunikation mit den Bewerbern wie auch der gesamte Verwaltungsapparat der Personalbeschaffung dazu. Die Digitalisierung implementiert alle Bereiche in einen auf aktuelle Technologien ausgerichteten Kreislauf. Für diese webbasierte Organisation wie auch für die Qualitätssicherung und die permanente Optimierung trägt der Bereich Human Resources in der Regel die Verantwortung.

Gründe für E-Recruiting

1. Digitalisierung

Der erstgenannte Dringlichkeits-Trend liegt natürlich in der Digitalisierung allgemein. Denn diese rast mit Siebenmeilenstiefeln durch den Äther. Social Media wächst rasant und Mobile first hat die Art, das Internet zu nutzen, komplett verändert.

Besonders wichtig ist der Fokus auf die Generation Y, die als besonders attraktiv am Arbeitsmarkt gelten. Denn ein Großteil der Millennials kann ein Studium nachweisen, hat somit eine hohe Bildung und sie sind als Digital Natives sehr bewandert in allen technischen Dingen. Diese gehen selbstverständlich davon aus, auch eine Bewerbung ganz easy online ausführen zu können – im Idealfall sogar im Restaurant am Handy.

2. Fachkräftemangel

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht der War of Talents. Hier ist die Zielgruppe der Millennials oder Generation Y besonders begehrt. Aber gerade diese sind es, die besonders darauf achten, in einem modernen Unternehmen zu arbeiten. Ebenfalls sind es auch genau diese Bewerber, die sich viel lieber online bewerben. Sogar bevorzugt mobil. Also müssen Sie in Kauf nehmen, dass Sie diese von den Unternehmen umkämpfte Generation Y in Zeiten des Fachkräftemangels an Ihre schon moderner aufgestellten Konkurrenz verlieren.

3. Internationalisierung

Viele Unternehmen weichen für Ihre Personalsuche schon auf die internationale Ebene aus. denn wenn der nationale Markt sehr eingeschränkt ist, hat man oft keine andere Wahl. Aber der Konkurrenzdruck steigt auch hier. In vergangenen Zeiten konnte man sich auf die direkte Konkurrenz aus Deutschland, Österreich oder auch der Schweiz beschränken. Immer mehr Mitstreiter kommen aus China, Indien oder aus den östlichen Ländern. Noch dazu sind da oft die Löhne geringer, man muss weniger Auflagen einhalten und generell sind Materialien günstiger und an die Qualität werden weniger Anforderungen gestellt.
Und welches Unternehmen hat nicht mit eben dieser Ressourcenknappheit, vor allem, was Finanzen anbelangt, zu kämpfen. Und um zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Wer dieser Fachkräfte aus aller Welt wird wohl internationale Zeitungen bei sich horten und dann eine Print-Bewerbung durch die Welt jagen? Richtig. Keiner.

Also ist hier auch eine Steigerung der Effizienz im Hinblick auf ein rasches Konzentrieren auf E-Recruiting, denn auf internationaler Ebene ist hier gar nichts anderes mehr möglich. Und auf nationaler ebene geht der Trend eben auch in diese Richtung.

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