Adobe Photoshop kommt auf das iPad. Ebenso, wie viele weitere Design-Tools!

Auf der diesjährigen Adobe Max verblüffte der Software-Riese Adobe die Fachwelt mit der Ankündigung, dass man das mittlerweile 25 Jahre alte Design-Tool nächstes Jahr mit allen seinen Funktionen auf dem iPad veröffentlicht. Das heißt, dass man den gesamten Programm-Code aus 25 Jahren Entwicklungszeit so anpassen musste, dass die Software ohne Performance-Einbußen auf einem deutlich schlankeren System läuft. Zudem spendiert Adobe der “neuen” Software eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche, die kontextbasiert im richtigen Moment das richtige Werkzeug bereitstellt. Ob Adobe seine Versprechungen mit dem intuitiven User Interface halten kann, stellt sich nächstes Jahr heraus. Mit der Portierung seiner wohl umfangreichsten Software liegt man jedenfalls voll im Trend! Viele weitere Design-Tools anderer Software-Hersteller, wie beispielsweise das mittlerweile sehr populäre Affinity Photo (inklusive des Illustrator-Pendants Affinity Designer) und Collaboration-Tools wie InVision, besitzen eigene Tablet-Versionen. Doch was bedeutet das für den Arbeitsprozess im Webdesign?

Mobile Webdesign First?

Die neuen mobilen Software-Pakete erweitern zweifelsohne die Möglichkeiten, von welcher Basis aus man neue Designs für Webseiten oder App-Prototypes erstellen kann. Personen, die geschäftlich viel unterwegs sind, benötigen heute nicht einmal mehr unbedingt einen Laptop für die Erledigung ihrer Arbeit. Tablets sind mittlerweile so leistungsstark, dass sie mit größeren Endgeräten Schritt halten können.

Macht das stationäre Desktop-PCs überflüssig?

Ja und Nein lautet die Antwort! Der entscheidende Vorteil bei Desktop PCs ist die größere Arbeitsfläche. Gerade im Webdesign gestaltet man in einem Format, welches nahezu den ganzen Bildschirm ausfüllt. Auf einem iPad würde das Design kleiner skaliert und somit nicht mehr repräsentativ für die tatsächliche Desktop-Ansicht. Gestaltet man hingegen von einem mobilen Gerät aus für ein mobiles Gerät, dann ergibt das durchaus Sinn. Ausgestaltete App-Designs oder Responsive Web Designs kann man direkt ohne Emulator auf dem Device testen. Der populäre Spruch “Mobile First” muss zukünftig wohl durch “From Mobile to Mobile” oder Ähnliches ersetzt werden. Wir sind jedenfalls sehr gespannt, ob sich der Trend des Designs von unterwegs durchsetzen wird.

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