Wie Sie bei der Planung und Umsetzung vorgehen 

Die Gründe für einen Webseiten Relaunch oder ein Redesign können vielfältige Ursachen haben. Wenn der Inhalt und / oder die Technik Ihrer Webseite veraltet ist, haben Sie heute keine Chance mehr auf einem der vorderen Rankingplätze zu landen, da der Traffic ausbleibt. Dann ist es zwingend an der Zeit für einen Relaunch.

Wir zeigen hier auf, auf was Sie heute alles achten müssen, um die gesetzten Ziele zu erreichen, dass Ihnen keine Rankings in der Zeit des Webseiten Relaunchs verloren gehen. 

Aller Anfang ist die Konzeption

Fangen Sie damit an, ganz konkret die Gründe für Ihren Relaunch zu sammeln. Also alles, was Ihre neue Webseite können muss. Darunter fallen Gründe der mangelnden Suchmaschinenoptimierung, vielleicht haben Sie eine unübersichtliche URL-Struktur, Sie ranken nicht mit den für Sie wichtigen Keywords oder Ihre Ladezeiten sind zu hoch. Oder haben Sie vielleicht noch keine SSL-Verschlüsselung oder gar mobile first noch nicht umgesetzt?

Wenn die Ziele dann klar vor Ihnen liegen und Sie die aktuelle Webseite nochmals auf Herz und Nieren geprüft haben, können Sie mit der Konzeption und der Optimierung beginnen. 

Die besten Ideen für neue digitale Strategien entstehen in unseren Workshops – vor allem beim Relaunch Ihrer Seite ein absolutes Muss, um Zeit und Geld raubende Korrekturschleifen zu vermeiden. 

Sebastian KüblerGeschäftsführer

Was sind eigentlich Ihre wichtigen Keywords? 

Die wichtigen und somit auch richtigen Keywords bilden die Grundlage für das Menü und die Struktur der URLs, was wiederum die Basis für Ihre Usability und somit für eine Erhöhung der Conversion Rate ist.

Hier stehen nun Überlegungen an, welche Keywords für Ihre angebotenen Produkte oder Dienstleistungen wie ranken. Wichtig ist auch, ob Regionalität für Sie eine Rolle spielt, dann sollten Sie beispielsweise den Ort mit in das Set integrieren. Auch der Blick auf Ihre Wettbewerber, die in den organischen Suchergebnissen mit auftauchen, ist nötig.   

Hilfe bieten die Daten aus der Google Search Console und dem Keywords Planer wie auch aus dem Adwords-Konto. 

Die Logik der Menü- und URL-Struktur

Grundlegend für eine optimierte Usability und eine Suchmaschinenoptimierung ist eine durchdachte und logische Navigations- und URL-Struktur. Wenn Sie nun die Kategorien Ihrer Keywords festgelegt haben sollten, dann ist ein weiterer Schritt der, dass Sie die wichtigsten Kategorien priorisiert erreichbar machen. URLs sollten Sie kurz halten und das entsprechende Keyword enthalten. 

Bei einem Online-Shop-Relaunch sollten Sie sicherstellen, dass Sie dynamische URLs vermeiden, damit kein Duplicate Content entsteht. 

Weiterleitung zu der alten Webseite

Für alle Seiten Ihrer alten Webseite müssen Weiterleitungen erstellt werden. Diese Seiten der alten Webseite sollten passend und sinnvoll mit einer 301-Weiterleitung auf die neue URL weiterleiten. Wenn beim Crawlen 404-Fehlercodes auftauchen ist zu prüfen, ob es diese Seite tatsächlich nicht mehr existiert. Falls sie doch existiert, müssen Sie diese dann sinnvoll weiterleiten. Und wenn Ihr Produkt auf einer ganz neuen Seite zu finden ist, dann leiten Sie mit 301 auf eben diese Seite weiter. Und wenn es das Produkt / die Leistung nicht mehr existiert, leiten Sie die Seite auf eine entsprechende andere ähnliche Kategorie oder ein ähnliches Produkt.

Prüfung mit XML-Sitemap 

Hier können Sie dann prüfen, ob Sie die Weiterleitungen richtig eingerichtet haben, indem Sie vorab die aktuelle XML-Sitemap herunterladen, die aufzeigt, ob die Seiten richtig weiterleiten.

Umstellung auf https berücksichtigen

Google sieht das SSL-Zertifikat (https://) als Zeichen für die Qualität einer Webseite an. Und das gilt nicht nur für Shops, obwohl es hier, wegen der Sicherheit des Zahlungsverkehrs, natürlich unabdingbar ist. Sobald es um Datenübertragung geht, zählt die Verschlüsselung. 

Vergessen Sie im Vorfeld nicht das Backup 

Auch, wenn Sie Ihre Webseite regelmäßig sichern, sollten Sie vor dem Relaunch ein Backup machen. So haben Sie immer die Sicherheit, im Notfall auf die alten Daten zurückgreifen zu können. 

Workshop – Voraussetzung für eine klare Zielformulierung

Um sich Zeit und Geld raubende Korrekturschleifen zu ersparen, ist es im Vorfeld ein Muss, einen Workshop mit allen Beteiligten durchzuführen. Hier wird unter anderem festgelegt: 

  • Gibt es eine neue Menü- und URL-Struktur?
  • Was sind die konkreten Anforderungen für das Webdesign?
  • Sind Personas schon definiert?
  • Anforderungen an die Customer Journey.
  • Genaues Festlegen der Weiterleitungen in einer Datei
  • Informationen zur Umstellung auf https://
  • Informationen und Anforderungen an Ladezeiten
  • Alle Zugänge zum FTP Server, Backup-Tool und dem alten CMS
  • Schaffen einer Testumgebung
  • Definition von Meilensteinen
  • Definieren einer (realistischen) Deadline

Relaunch – die Umsetzung

Die Umsetzung des Relaunchs durch erfahrene Programmierer kann je nach Größe der Webseite einige Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen. Dabei gilt es zahlreiche Punkte zu überprüfen. Um Ihnen einen Einblick zu gewähren, hier eine Aufzählung der grundlegenden Elemente. 

  • Prüfen der Pagespeed beim Relaunch 
  • Prüfen der URL-Struktur 
  • werden die dynamischen URLs im Shop richtig ausgezeichnet?
  • Session IDs so spät wie möglich
  • Achten Sie auf eine korrekte Rechtschreibung
  • Mit Cross Browser Test die Darstellung auf verschiedenen Endgeräten prüfen
  • Responsives Webdesign: Wird die Webseite auf allen Endgeräten richtig dargestellt?
  • Prüfen Sie, ob Sie die alte Sitemap richtig per 301 weiterleitet und keine 404 Fehler entstanden sind. 
  • XML-Sitemap: Seiten, die den Statuscode 200 liefern sollte man indexieren, d. h. diese müssen auf index/follow stehen.
  • Überprüfen sie, ob alle Seiten direkt weiterleiten, sonst geht das auf Kosten Ihres Crawlbudgets und der Ladezeiten.
  • Prüfen Sie die Weiterleitung für http auf https.
  • Gibt es noch eine Individuelle 404-Fehlerseite und wird diese beim Statuscode aufgerufen?
  • Sind die Meta-Tags und H-Tags vollständig?
  • Überprüfen der Bilder (Alt-Tag, Titel, Dateiname, Größe)
  • Prüfen, ob das Logo von jeder Unterseite auf die Startseite klickbar ist.
  • Interne Verlinkungen prüfen vor allem bei der Umstellung von http auf https.
  • Allgemeine Tests der Funktionalität von Kontakt-Formularen, Bestellbestätigungen, Zahlarten, Rechnungen.

Migration

Wenn nun beim Testen alles funktioniert hat, kann man mit der Testseite auf die Live-Seite migrieren. Nach dem Relaunch Ihrer Webseite sollte man dann noch einmal alle Punkte prüfen. Wenn jetzt alles läuft, werden die Seiten bei Google für die Indexierung aufbereitet und angemeldet.

Indexierung

Um die Inhalte für die Crawler der Suchmaschinen aufzubereiten, benötigt Ihre Webseite eine XML-Sitemap (Verzeichnis aller URLs). Die Indexierung für Google kann man beschleunigen, indem man diese Sitemap in der robots.txt hinterlegt. So werden Sie schneller gefunden.   

Google Webmaster Tools 

Zuletzt prüft man, ob die Trackingcodes integriert sind und auch, ob die Seite mit der Umstellung auf https://  richtig in der Google Search Console angelegt ist. Hier kann man nochmals prüfen, dass keine 404-Fehler gemacht wurden sind oder man bekommt andere wertvolle Hinweise, auch für die Zukunft. So kann man in der Search console wie auch  mit Google Analytics das Nutzerverhalten analysieren und wichtige Erkenntnisse gleich für Optimierungen nutzen. 

Zuletzt noch ein Hinweis auf einen Relaunch, der international, d. h. für mehrere Länder umgesetzt werden soll. Hierbei muss man dann auf die richtige hreflang-Auszeichnung achten, damit Sie auch die richtige Sprache hierfür nutzen und die Suchmaschinenoptimierung auch in den relevanten Ländern betreiben.

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