Sie trauen sich nicht auf internationales Terrain? Vielleicht doch mit unseren 7 Tipps

Die Bereitschaft der Nutzer wächst stetig, auch international Bestellungen zu tätigen. Mit einem Shopware-Online-Shop sind Sie prinzipiell fähig, von überall auf der Welt auch nach überall auf der Welt zu verkaufen. Das klingt erst einmal einfach, birgt aber so manch Undurchsichtiges. Vor allem, wenn man den internationalen Versand betrachtet. Wenn Sie sich allerdings nicht auf den internationalen Markt trauen, dann verschließen Sie sich eventuell einem neuen lohnenden Absatzmarkt.

Denn das E-Business lässt die globalen Grenzen zusehends verschwimmen. Wenn Sie jetzt noch dazu Produkte anbieten, die international erfolgreich sein könnten, dann sollten Sie nicht zögern, auch international zu versenden. Wir als Shopware-Agentur haben hier die wichtigsten Tipps zusammengefasst, mit denen Sie prüfen können, ob Sie durchstarten möchten.

Wir dürfen nicht im Überlebensmodus sein. Wir müssen uns im Wachstumsmodus befinden.

Jeff Bezos, Amazon

Grundsätzliches

Zuerst müssen Sie Ihre Produkte auf ihre Versandfähigkeit prüfen. Manche Produkte, wie beispielsweise Spraydosen, dürfen Sie gar nicht international versenden. Shopware bietet mit seinem Versandpartner Sendcloud eine wirklich intelligente Expertenlösung für einen optimierten Versand mit ausgeklügelten Regeln, die Ihnen Ihren internationalen Auftritt wesentlich vereinfachen. Auch bietet die neue und hochskalierbare Shopware Cloud-Lösung eine breite Basis für einen internationalen Handel.

7 Tipps für Ihren internationalen Versand

Tipp 1: Verpackung

Bedenken Sie: Ein optimierter Versand beginnt bei der Verpackung der Produkte. Sie müssen mit längeren Versandzeiten rechnen, was bedeutet, dass die Ware recht sicher verpackt sein sollte. Versehen Sie alles, vor allem zerbrechliche Ware, mit genügend Füllmaterial. Minimieren Sie das Risiko indem Sie sich absichern und nichts dem Zufall überlassen, nur dann vergrößert sich Ihre Zustellrate. Nutzen Sie klassisches Verpackungsmaterial und verzichten Sie auf Zeitungen. Denn hier müssen Sie auf eventuelle Zensurbestimmungen in einigen Ländern achten. Wenn Sie einen Aufkleber mit “Vorsicht zerbrechlich” anbringen möchten – dieser ist bei manchen Versandarten nicht zulässig. Stimmen Sie sich hierzu mit Ihrem Versanddienstleister ab. Ganz wichtig: Informieren Sie sich im Vorfeld über die jeweiligen Vorschriften.

Tipp 2: Adresse

Jedes Land hat seine typischen Adressvorschriften, die sich manchmal als sehr herausfordernd zeigen. Andere Sprachen und Konventionen verwirren oft auf den ersten Blick. Überschreiten Sie nicht die magischen sechs Zeilen die so für Adressen festgelegt sind. Geben Sie bei internationalen Sendungen das Land ausgeschrieben an, nicht mit dem internationalen Buchstabencode, in Großbuchstaben und auf Englisch. So kann man die Adresse international lesen.

Wenn Sie außerhalb der EU verkaufen, dann empfiehlt es sich, zusätzlich die Telefonnummer oder Mailadresse des Empfängers hinzuzufügen, was Ihre Auslieferung zusätzlich absichert.

Tipp 3: Versanddienstleister

Beim Versanddienstleister haben Sie die Option, den kompletten Versand, z. B. mit DHL oder UPS, über einen Dienstleister mit einer internationalen Kette abzuwickeln. Sie können aber auch auf zwei oder mehrere Dienstleister zurückgreifen. Die Wahl wird sicherlich auch unter einem Kostenaspekt gefällt. Beachten Sie, dass zu den Kosten auch Tracking, Versicherungen oder spezielle Versandarten wie ein Expressversand kommen können. Es gilt nicht immer, dass Sie Ihre Versanddauer anhand der Kilometer berechnen können. Entscheiden und prüfen Sie im Vorfeld, welche Option sich für Sie am besten eignet.

Tipp 4: Zoll

Hierbei handelt es sich um das wohl sensibelste Thema im internationalen Versandhandel. Der Zoll ist eine internationale Institution und kann ohne Zögern Ihre Sendungen aufhalten. Sollten Sie sogar zollpflichtig versenden, wartet einiges an Dokumenten zum Ausfüllen auf Sie:

eine korrekte Handelsrechung in dreifacher Ausführung
richtige Zollinhaltserklärung (CN22/CN23 – bei Versand mit einem Postunternehmen)
eventuell die Paketkarte CP71

Bei einer Versendung mit DHL Express oder UPS haben Sie die Möglichkeit, die Zollpapiere über den Service „Paperless Trade” elektronisch an den Versanddienstleister zu senden. Das spart Ihnen Zeit und wichtige Papiere gehen auf dem Versandweg nicht verloren.

Tipp 5: Retouren

Auch ein internationales Versenden schützt Sie nicht vor Retouren. Da Sie auch bei einem internationalen Versandhandel Ihre Kunden gerne zu Wiederkäufern machen möchten, müssen Sie auf einen optimalen Service achten. Hier empfehlen wir Ihnen als Online-Shop-Agentur ein Online-Retourenportal, möglichst in verschiedenen Sprachen. Auch Sendcloud bietet eine Lösung für den europäischen Markt an. Schauen Sie sich die AGB der Versanddienstleister genau an und vergleichen Sie, wer die von Ihnen gewünschten Leistungen (schnelle Lieferung, transparente Sendungsverfolgung etc.) zu den besten Konditionen anbietet.

Tipp 6: Corona-Krise

Aus aktuellen Gründen dieser Tipp, denn die aktuelle Corona-Krise erschwert Zustellung an Business-Adressen im Ausland. Die Deutsche Post DHL Group kommuniziert Zustellungsprobleme an Business-Partner im Ausland aufgrund von spezifischen Maßnahmen oder Schließungen.

Es kann sein, dass solche Sendungen weder zugestellt werden können, noch eine Information des Adressaten über eine Abholung in einem Paketshop möglich ist. Somit kann es zu Verzögerungen und unerwünschten Rücksendungen kommen. Wir bitten Sie daher, sich mit dem Empfänger Ihrer Sendungen über die lokalen Gegebenheiten auszutauschen und dafür Sorge zu tragen, dass eine Zustellung möglich ist.

Deutsche Post DHL Group

Beachten Sie unbedingt die Versandbedingungen aufgrund der aktuellen Corona-Krise. Hier finden Sie die Übersicht der aktuellen Einschränkungen im internationalen Versandhandel.

Tipp 7: International Commercial Terms

In der Kurzform Incoterms genannt, handelt es sich um die standardisierten internationalen Abkommen über den internationalen Gütertransport und gehören auf Ihre Handelsrechnung.
Gerade bedienen wir uns der Fassung der Incoterms vom 01.01.2020, die man alle 10 Jahre anpasst. Hier ist automatisch geregelt, welcher jeweilige Vertragspartner für die Kosten von Versand, Versicherung und die Einfuhr- und Zollkosten aufkommt.

Beispiele der meist verwendeten Incoterms:

EWX – Ex Works (Ab Werk)
FOB – Free On Board (Frei an Bord)
CFR – Cost and Freight (Kosten und Fracht)
DAP – Delivered At Place (Geliefert Benannter Ort)
DDP – Delivered Duty Paid (Geliefert verzollt)

Hier empfehlen wir „DAP”. Einfach erklärt tragen Sie hiermit als Verkäufer die Versand- und Versicherungskosten und stellen die Frachtpapiere aus. Ab hier übernimmt der Empfänger und kommt für alle Einfuhr- und Zollgebühren auf.

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