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Themenwoche 7 Tage - 1 Thema Shopware 6
Dieser Artikel ist Nummer 6 von 7 im Special "Shopware 6"

Gleich nach dem Release auf die neue Version umstellen? Keine Eile!

Bei allen Vorschusslorbeeren für die Version Shopware 6 stellt sich bei Ihnen nun bestimmt die Frage, wie lange Sie überhaupt noch bei Shopware 5 bleiben, wann ein Wechsel Sinn ergibt oder mit welcher Version Sie Ihr New Business starten. Im vorletzten Artikel unserer Themenwoche möchten wir von ECONSOR Ihnen hier ein paar Antworten oder zumindest eine Hilfestellung geben, ob und wann Shopware 6 für Sie infrage kommen könnte.

Die Technik, kombiniert mit praxisnahem Projektmanagement, muss Ihr Geschäftsmodell  unterstützen – nicht umgekehrt!

Karl-Heinz Harris, Projektleiter Shopware

Variante 1: Sie betreiben schon einen funktionierenden Shop auf Basis von Shopware 5

Ihr Online-Shop auf Shopware 5 läuft schon eine Zeit und Sie haben aktuell alle Aktualisierungen vorgenommen. Im E-Commerce sind Sie kein Anfänger mehr und haben sich also schon einen gewissen Erfolg erarbeitet. Ihr Hauptbestreben ist natürlich, diesen Erfolg beizubehalten.
Sie müssen davon ausgehen, dass Ihnen zu Anfang nicht alle p, die Sie aus Shopware 5 verwenden, sofort auch für Shopware 6 zur Verfügung stehen. Somit könnte es passieren, dass sich Abläufe in Ihrem Shop für Ihre Kunden ändern oder manches an Features noch gar nicht zur Verfügung steht. Zudem stecken am Anfang immer noch ein paar Teufelchen, bzw. Bugs im Detail, die einem erst nach einem breiten Release bewusst werden.

Shopware hat deutlich geäußert, dass die Version Shopware 5 noch weitere fünf Jahre Updates erfahren wird. Außerdem hat man sogar für die nächsten zwei Jahre Feature Releases zugesichert. Bugfixes verspricht Shopware noch bis zum Jahre 2022, Sicherheitsupdates bis 2024.
Ein aus unserer Sicht wichtiges Datum ist hier Juli 2021. Denn ab da wird Shopware neue Features nur noch für Shopware 6 entwickeln, nicht mehr für die 5er Version. Bis dahin ist auch das Minor Release veröffentlicht, bei dem man ausgehen kann, dass man hier die wichtigsten Schwachstellen schon ausgemerzt hat.

Ergebnis: Überstürzen Sie nichts! Juli 2021 wäre das entscheidende Datum, sich für einen Relaunch schlau zu machen. Bis dahin können Sie sich, gerne mit unserer Hilfe, über die Möglichkeiten von Shopware 6 informieren, vor allem im Hinblick auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden.

Variante 2: Ein Relaunch Ihres Online-Shops kann nicht mehr warten

Sie besitzen einen Online-Shop und haben einen etablierten Kundenkreis. Nun ist es aber so, dass Ihre Technik, Ihr Design, Ihre Customer Journey etc. in die Jahre gekommen sind und Sie dringend etwas unternehmen müssten – im Idealfall einen kompletten Relaunch, mindestens aber neue Schnittstellen.

Jetzt stehen Sie und, gegebenenfalls auch wir, vor der Herausforderung, das richtige System für Sie herauszufinden. Shopware 5 als bewährtes und am weitesten verbreitetes System mit älteren Strukturen oder gleich das neue aber noch unerforschte Shopware 6? Prüfen Sie hier nochmals den Aktualisierungsbedarf Ihres Shops und geben Sie im Zuge dessen die Berechnung der Total Cost of Ownership an Ihr Controlling.

Ergebnis: Wenn Sie den Relaunch noch etwas hinauszögern können, was unsere Empfehlung wäre, dann könnte man den Sprung zu Shopware 6 wagen. Das System garantiert monatliche Entwicklungen, denn für Sie wichtige Schnittstellen sind aktuell vielleicht noch nicht verfügbar.
Shopware garantiert aber auch bis 2024 die Funktionalität von Shopware 5. Somit könnte es einfacher sein, mit Version 5 zu starten.
Ein Relaunch-Upgrade auf Shopware 6 ist möglich, verlangt aber umfangreiche Änderungen des Quellcodes, was wiederum Zeit und Wissen erfordert. Hier sollten dann umfangreiche Tests die Migration begleiten, bis Sie mit dem Umstieg online gehen können.

Variante 3: Sie möchten neu in den E-Commerce starten

Sie sind quasi digital unbefleckt – keine Daten, Schnittstellen oder Prozesse, die man migrieren müsste. Was aber bedeutet, dass Sie Ihre komplette Architektur und deren Entwicklung mit Abläufen und Ihrer individuellen Customer Journey erstellen müssen.
Hier muss man mit bedenken, dass beispielsweise Payment-Dienstleister u. ä. erst nach einer gewissen Zeit und Verbreitung die passende Software anbieten. Damit Ihr Start flüssig bleibt, haben Sie die Möglichkeit eines kontinuierlichen Aufbaus und einer sukzessiven Verbesserung, falls Sie sich so flexibel geben können und Ihr Geschäftsmodell mit den erforderlichen Funktionen passt.

Ergebnis: Für Sie sind beide Versionen möglich. Sollten Sie auf ausgesuchte Payment-Dienstleister oder seltenere Schnittstellen angewiesen sein, dann empfiehlt es sich, noch Shopware 5 zu nutzen.
Sollten Sie an Shopware 6 interessiert sein, warten Sie noch auf das Ende des Jahres angekündigte Release 6.1. Die Version Shopware 6 ist vor allem anzuraten, wenn Sie ein hochindividuelles Geschäftsmodell haben. Denn hier profitieren Sie von API First und der hohen Konfigurationsbreite. Hier sind schon Anpassungen inkludiert, die bei Shopware 5 noch programmiert werden müssten.

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