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Themenwoche 7 Tage - 1 Thema Shopware 6
Dieser Artikel ist Nummer 4 von 7 im Special "Shopware 6"

Wie funktioniert der API-First-Ansatz und was kann man damit machen?

Die Software von Shopware 6 stellt eine total neue Basis zur Verfügung. Im Hinblick darauf, dass das Internet der Dinge (IoT) eine Vielzahl an Möglichkeiten bietet und die APIs (englisch application programming interface, wörtlich „Anwendungsprogrammierschnittstelle“) mit dem IoT verknüpft sind, hat man nun einen Schwerpunkt auf „API First“ gelegt. Die Shop-Plattform kann nun die Geräte mit Kunden, Go-to-Market-Kanälen und jeglichen Anwendungen der Infrastruktur verbinden. Shopware 6 geht hier den Weg weiter, um die Shop-Möglichkeiten der Software noch attraktiver zu gestalten und die Anforderungen der digitalen Welt zukünftig zu sichern. Jetzt kann man die Shop-Funktionalitäten auch über API steuern, was mit der Vorgängerversion nicht möglich war.

Dank der revolutionären Schnittstellen-Architektur sind nun Transaktionen über IoT Geräte, Progressive Web Apps, digitale Sprachassistenten oder Chatbots völlig problemlos geworden. Und – es macht vielmehr Spaß!

Karl-Heinz Harris, Projektmanager Shopware

Shopware 6 bietet jetzt drei APIs, von denen jede ihren eigenen Zweck erfüllt. Es handelt sich um die APIs:

  • Admin API
  • Sync API
  • Sales Channel AP

Wofür ist die Admin-API?

Über die Admin-API ist eine Verwaltung des Shops möglich. Sie können hier CRUD-Operationen für alle Einheiten durchführen und Ihre Asset-Uploads verwalten. Die neue Administration von Shopware 6 hat als Basis Javascript Superstar Vue.js, die nun diese API konsequent einsetzt. Das bedeutet für Sie, dass Sie alle Einstellungen und auch Funktionen Ihrer Admin mit allen benutzerdefinierten Schnittstellen nutzen können. Beispielsweise können Sie sich eine Ansicht aller Ihrer offenen Bestellungen, die zum Versenden anstehen, anzeigen lassen.

Die Admin API geht in ihren Funktionalitäten weiter: Deduplizierung, Self-Discovery sowie auch Client-Bibliotheken in vielen Sprachen sind möglich geworden. Als Authentifizierungsmethode hat Shopware OAuth gewählt, da diese doch jedem hinreichend bekannt sein müsste.

Wofür die Sync API?

Eigentlich ist diese Synchronisierungs-API noch ein Teil der Admin API und zwar ist diese API über den Sync-Endpunkt in der Lage, den Import und Export großer Datenmengen zu verarbeiten. Pro Sekunde kann man momentan 300 Produkte importieren. Trotzdem müssen wir anmerken, dass sich diese API noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet. Datenintensive Prozesse führt das System noch über Messaging Queue Services im Hintergrund durch.

Wofür die Sales Channel API?

Hier finden Sie gewohnte Storefront-Funktionen, die alle Voraussetzungen bieten, dass Sie Ihr individuelles Frontend einbinden können. Aber auch komplett neue Vertriebssysteme werden mit Shopware 6 und dieser API möglich. Über diese API bilden Sie Ihr Interface, um mit Ihrer Storefront oder auch auf Facebook oder Instagram in Verbindung zu treten. Da OAuth nicht von vielen Drittanbietern erkannt wird, verwendet Shopware 6 hier dann den benutzerdefinierten Header „sw-access-key“. Meistens muss man sowieso nur kundenspezifische Anforderungen bediene, die dann aber Warenkorb, Anmeldestatus und Sitzungsdaten bei mehreren Anfragen erhalten.

Auch hier hat Shopware den Weg zu mehr Einfachheit geebnet. Ob Sie Ihre Storefront bauen möchten oder Drittsysteme in Ihren Shop einbinden möchten – so einfach war es noch nie Ihre Unternehmensstrategie, Produkte und Dienstleistungen den kundenspezifischen Interessen anzupassen. Customization ist das Buzzword der Stunde. Und trotz der vielen neuen Funktionen bleibt die Leistung erhalten. Der Weg ist frei für vielversprechende neue Synchronisationskonzepte.

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