Warum ein kompletter SEO-Audit Ihrer Webseite so wichtig ist!

Als SEO-Audit bezeichnet man einen umfassenden Test bezüglich der Suchmaschinenoptimierung einer Webseite oder eines Online-Shops. Ergebnis sollte ein Maßnahmenkatalog sein, der Ihre SEO-Strategie für die nächsten Monate präzise festlegt. Man kann hier genau das Potenzial wie auch die möglichen Schwächen herauslesen.

Das betrifft alle hierbei in Frage kommenden Faktoren, auch die der technischen Optimierung. Dazu zählen alle OnPage- wie auch OffPage-Faktoren ohne auch nur ein Detail auszulassen. Hierfür zieht man (oder die SEO-Profis) alle vorhandenen Checklisten, Online-Tools, die technische Infrastruktur und auch die Performance, Inhalte und Backlinks in Betracht.

Es gibt heute keinen besseren Platz, um eine Leiche zu verstecken, als auf Seite 3 der Suchergebnisse.

Arne Kirchem

Ziele eines SEO-Audits

Die Frage, die über allem steht heißt: „Wie suchmaschinenfreundlich ist Ihre Webseite oder Ihr Online-Shop?“

  • Bewertung der Webseite / des Online-Shops auf den aktuellen Google-Algorithmus und die allgemeinen Trends in der SEO
  • Überprüfung der aktuellen Erfolge
  • Methoden, die Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen zu steigern
  • Rentabilität von technischen und inhaltlichen Maßnahmen zu bezeichnen
  • Mit der Agentur vor einem Relaunch den Zustand Ihrer Webseite zu erforschen

SEO-Audits: Warum sind sie nicht gerade günstig?

Wer aufmerksam die Entwicklung der Algorithmen beobachtet, der weiß, wie komplex dieses Thema mittlerweile geworden ist. Das Ende ist noch nicht in Sicht – die KI des Bots, der den Nutzer immer weiter in den Fokus stellt hat sicher noch einiges zukünftig in petto. Um alle Regeln und Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung nun auf alle URL anzuwenden, alle Inhalte zu prüfen und vielleicht unzählige Backlinks zu untersuchen, hierfür benötigen Sie Zeit, abhängig von der Größe Ihrer Webseite oder Ihres Shops. Noch dazu benötigen Sie hierfür bestimmte Tools, die nicht im OpenSource-Umfang der Systeme beinhaltet sind.

Einen SEO-Audit selbst durchführen?

Prinzipiell ist das möglich, allerdings sollten Sie sich intensiv und vor allem regelmäßig mit der Suchmaschinenoptimierung und den Algorithmen auseinandersetzen. Grundlegendes hat sich nicht gravierend geändert, allerdings erweitern sich die Funktionen sukzessive. Man kann von Tausenden kleinerer und auch größerer Änderungen in regelmäßigen Abständen ausgehen. Diese Änderungen und vielleicht auch nur Trends müssen Sie kennen und aufgreifen.

Und vergessen Sie nicht, die Informationen, die Ihnen zugänglich sind, sind auch Ihrer Konkurrenz bekannt, die ebenfalls darauf reagieren wird. Somit sind mit Änderungen einhergehende Tipps und Tricks schon bald nicht mehr aktuell. Weiterhin müssen Sie auch mit den Informationen umgehen können, was nach einem breiten Know-how bezüglich der Optimierungsmöglichkeiten verlangt.

Wie geht man vor – 12 relevante Steps zum SEO-Audit

Einen SEO-Audit muss man ganzheitlich angehen. Hierzu benötigen Sie die wichtigsten Analyse-Werkzeuge wie Google Analytics, die Search Console sowie einen Zugang zu Google My Business. Damit Sie diesen Prozess zeitlich so gering wie möglich halten, kommen Sie um Profi-Tools bei der Analyse nicht herum.

Step 1: Sicherheitswarnung
Zwei Gründe machen es wichtig, dass Ihre Webseite über https:// erreichbar ist: SSL ist ein Rankingfaktor und es ist sicherlich nicht förderlich, wenn Ihre Besucher darüber informiert werden, dass Ihre Webseite oder der Onlineshop als unsicher eingestuft wird. Merzen Sie auch jeglichen “Mixed Content Error” aus, was oft von externen Skripten wie Google Maps oder Bilder von anderen Webseiten initiiert wird.

Step 2: SEO-Tools für Ihren Audit prüfen
Ihren SEO-Audit beginnen Sie auch durch ein passendes Tool und befolgen Sie die Anweisungen aus der robots.txt-Datei. So können Sie eine Webseite wie ein Crawler betrachten.

Step 3: Prüfen Sie die Indexierung
Weiterhin ist es wichtig, dass man Ihre Webseite überhaupt findet und ob beim Crawler Probleme beim Lesen auftreten. Geben Sie bei google.de in die Suchmaske den Befehl: site:deinedomain.de ein. Hier erhalten Sie eine Auflistung aller Suchergebnisse für Ihre Domain. Wenn alles in Ordnung ist, ist Ihre Webseite ist in den Suchergebnissen zu finden.

Step 4: Search Console prüfen
Googles hauseigene Search Console zeigt an, wie es um die Indexierung ihrer Webseite steht. Kritische Fehler, die hier markiert sind wie auch Warnungen sollten Sie zusammen mit ihren Ursachen umgehend entfernen. Und wenn sie schon hier sind, schauen Sie sich die ausgeschlossenen URLs an, indem Sie auf „ausgeschlossene URLs“ klicken und 404-Seiten, die mit das Schädlichste sind, denn wer möchte nach einem Klick benachrichtigt werden, dass der gewünschte Inhalt nicht mehr verfügbar ist? Nutzen Sie hierfür die wirklich wichtige Werkzeug „Weiterleitungen”.

Step 5: Prüfen Sie NoIndex Seiten
Schauen Sie hier auf die durch NoIndex ausgeschlossenen URLs. Dieser noIndex-Tag gibt den Crawlern den Hinweis, entsprechende Seiten nicht zu indexieren. Das kann beispielsweise bei einem Responder nach einer Newsletter-Registrierung vorkommen oder bei rechtlich benötigten Unterseiten.

Step 6: Sitemap.xml prüfen
Die Sitemap.xml ist ein Wegweiser für Google, da sie eine Auflistung aller URLs der Webseite beinhaltet und auch Hinweise auf die letzte Modifizierung geben. Auch hierfür finden Sie allerhand Plugins, die diese Sitemap für WordPress und WooCommerce generieren wie z. B. das Yoast Plugin.

Step 7: Robots.txt prüfen
Jetzt gehen Sie auf die robots.txt auf, die Sie unter deinedomain.de/robots.tx finden. Diese Datei gibt Anweisungen an die Crawler weiter. Diese Datei können Sie nachträglich einfügen und in das Hauptverzeichnis Ihres FTP-Ordners hochladen. Oder Sie lassen sich die robots.txt Datei einfach im Yoast SEO Plugin erstellen, was auch möglich ist. Beachten Sie, dass Google Noindex-Anweisungen seit Mitte 2019 nicht mehr unterstützt.

Step 8: Den SEO-Tool-Anweisungen folgen

Wenn Ihr SEO-Tool mit dem Scan Ihrer Webseite durch ist, werden Sie einige Hinweise erhalten. Doch wo könnten Probleme liegen?

  • Sie besitzen mehr als ein H1-Tag.
  • Verfügen Sie über einen ansprechenden Meta-Titel oder eine ansprechende Metabeschreibung?
  • Sind Ihre Inhalte einzigartig? Falls nicht, nutzen Sie für eine Nicht-Indexierung NoIndex-Tags oder Canonicals.
  • Ist Ihre Ladezeit schnell genug?
  • Verweisen alle internen und externen Links auf gültige Webseite?
  • Sie haben 404 Fehler.
  • Können alle URLs auf Ihrer Webseite gecrawlt werden?
  • Besitzen Sie nur eine einzige https://-Version unter der Sie aufrufbar sind?
  • Können Ihre Bilder ohne 404 Fehler abgerufen werden?
  • Haben Sie eine aktuelle XML Sitemap auf Ihrer Webseite?
  • Besteht eine robots.txt Datei?
  • Und ist die XML-Sitemap in der robots.txt eingebettet?
  • Ist das Tag href-lang bei einer mehrsprachigen Webseite sauber umgesetzt?
  • Besitzen Sie ein gültiges SSL-Zertifikat und Ihre Inhalte sind alle über die sichere Verbindung zu erreichen?
  • Haben Sie Weiterleitungsketten ausgemerzt?

Die Liste ließe sich noch beliebig erweitern, da es von kritischen über miittelschwere Fehler aktive und auch eine Anzahl passiver Rankingfaktoren gibt. Die passiven Rankingfaktoeren werden oft durch das Nutzerverhalten ausgelöst. Lösen Sie auch freundlich abgegebene Hinweise, die sich beispielsweise auf Ihre Klickzahl oder Ihre Struktur beziehen.

Step 9: Testen Sie die Seitengeschwindigkeit
Die Ladezeit einer Seite hat Google zu einem wichtigen Rankingfaktor erhoben und auch im Zuge dessen einige Tools entwickelt, die Webseitenbetreibern bei der Optimierung der Ladezeiten unter die arme zu greifen. Hilfreich hierfür sind ebenfalls die Google Pagespeed Insights.

Step 10: Backlinks überprüfen

Ein Backlink-Audit überprüft, wie viele Backlinks Ihre Webseite überhaupt aufweist, ob diese Backlinks auf die wichtigsten URLs Ihrer Webseite verlinken. Auch die Wertigkeit wird mit in die Bewertung mit einbezogen, da man hier Empfehlungen ausspricht. Google ist mittlerweile sehr gut darin festzustellen, wie hochwertig die Quelle und die Übereinstimmung mit der jeweiligen Webseite ist.

Step 11: Prüfen Sie Ihr Ranking und den organischen Traffic

Ein SEO-Audit hat letztendlich das Ziele, Ihren organischen Traffic langfristig zu erhöhen. Aslo ist es ebenso wichtig, Ihr aktuelles Rankings und Ihren Traffic aus Google Analytics genau zu untersuchen. Rufen Sie zuerst Google Analytics auf. Gehen Sie auf den Menüpunkt Zielgruppe – Übersicht – Überblick über die Besucherzahlen der letzten 12 Monate – dann das Segment “Alle Nutzer” durch “organische Zugriffe” ersetzen.
Idealerweise ist dieser im Ansteigen. Falls dies nicht der Fall ist müssen Sie zwingend der Ursache auf den Grund gehen!

Step 12: Der Content-Audit und die Qualität Ihrer Texte

Jede ausgefeilte SEO-Strategie passt heute regelmäßig die Inhalte an, bietet den Besuchern frische und neue Inhalte und aktuelle Informationen. Veralteter Content wird von den Suchmaschinen abgestraft, da diese bemüht sind, dem Nutzer die bestmöglichste Antwort zu liefern. Hinweis: Vernachlässigen Sie in diesem Zusammenhang nicht Ihren Meta-Titel und Ihre Metabeschreibungen!

Fazit:

Ein SEO-Audit ist ein umfangreiches Unterfangen und im Normalfall noch deutlich umfangreicher als wir es hier beschrieben haben. Wenn Sie SEO konform sind und sich hier schon eine Zeit lang am Zahn der zeit befinden, dann können Sie dieses komplexe Thema angehen. Meistens ergibt der erste durchgeführte Audit einen hohen Optimierungsbedarf. Wir denken, dass es meistens nicht ohne SEO-Profis und deren Erfahrung durchführbar ist. Denn das benötigte Wissen für die Interpretation der Daten, wie auch mit der optimalen Lösung in die richtige Richtung zu gehen, verlangt ein Spezialistenwissen.

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