Welche Botschaften sabotieren Ihre Webseite?

Uns ist allen klar, dass der Verbraucher über die nötige Menge Geld verfügt. Doch wo besteht die Breitschaft, dieses zu investieren und wie wecken Sie diese Bereitschaft? Genügt es, wenn Sie nur in Erlebnisse investieren? 

Traditionelles Marketing besteht darin, der Welt zu sagen, dass du ein Rockstar bist.
Beim Content-Marketing geht es darum, es der Welt zu zeigen.

R. Rose

Ist-Situation der Verbraucher

Ein Kauf von gesunden Lebensmitteln für 60,00 € ist im Gegensatz zu einem Essen im Restaurant in dieser Höhe zu teuer. Auch Nahrungsergänzungsmittel werden gegenüber einer Clubnacht, die genauso viel kostet, in den Hintergrund gestellt. Ein Fortbildungsseminar für 300,00 € wird nicht gebucht, die Designerschuhe zum gleichen Preis sind aber in Ordnung. Für eine Stunde Fitness ist keine Zeit, allerdings kann man sich noch die dritte Folge einer Netflix-Serie hintereinander anschauen.

Was sagt uns das? Ihre Nutzer sind bereit, Geld auszugeben, allerdings muss das Produkt etwas versprechen – ein Erlebnis, eine Erfahrung oder eine Inspiration. Gehen Sie mit Ihrer Webseite hart ins Gericht und sind Sie ehrlich! Wirkt Ihre Botschaft einschläfernd auf Ihre Besucher? Fehlt das gewisse Etwas, ein Must-have-Feeling? 

Welche Erkenntnisse können Sie für Ihre Webseite oder auch für Ihr Recruiting oder weitergehend auch für Ihre persönlichen Gespräche mit potenziellen Kunden und Mitarbeitern ziehen? Und haben Sie hier die jungen Verbraucher im Blick?

Ist-Situation der Mittelstands-Webseiten

Gehen Sie einmal auf die Webseiten deutscher Unternehmen, vorzugsweise kleiner und mittlerer Unternehmen, am besten noch familiengeführt. Auch Anwälte und Ärzte unterscheiden sich in Ihrem Auftritt nur unwesentlich. Langeweile ist garantiert! Auch bestimmte Branchen differenzieren in ihrem Unternehmensauftritt nur durch Farben und auswechselbare Bildwelten. Der Content und die Ansprache der Zielgruppen bleibt weitestgehend gleich mit vielen „Wir sind…“, „Wir bieten…“. Das führt beim Besucher zu einer erhöhten Ausschüttung von Melatonin, was Ihrer Kunden- wie auch Mitarbeiteransprache quasi eine Schlaftablette mitliefert.

Seriosität als Wachstumsbremse

Lange herrschte und herrscht noch in den Webdesignerkreisen die Meinung, dass ein seriöser Auftritt Vertrauen schafft. Also zielen diese Inhalte und Designs auf Sachlichkeit, was allerdings für einen gewissen Esprit und eine Vertrauensbildung nicht mehr geeignet ist.  Auch wenn Ihr Storytelling hauptsächlich darauf ausgelegt ist, dass Sie von sich selbst erzählen, kann das nicht den gewünschten Erfolg haben. 

Der Kunde im Zenit

Wenn Ihre Call-to-Actions in der Regel darauf abzielen, den Kunden zu einem Standpunkt zu bewegen, eventuell durch Likes, beinhaltet dieses das Wort „stehen“. Dieses Stehen verändert er nur dahingehend, wenn er in irgendeiner Form nun ein Erlebnis präsentiert bekommt, das ihm eine neue Erfahrung verspricht. Das genau öffnet eine wichtige Perspektive für Ihren Besucher. 

Machen Sie auch auf keinen Fall den Fehler, dass Sie mit Ängsten der Besucher arbeiten, was öfter geschieht, als man denkt. Besonders Webseiten von Ärzten oder auch Coaches spielen mit dem Trigger der Angst. Das schüttet Adrenalin und Cortisol im Körper Ihrer Nutzer aus, und wer möchte im Fluchtmodus schon kaufen? Oder er kauft schnell und unüberlegt. Hier entstehen dann besonders oft reuige Gefühle bei Ihren Käufern und Ihre Stornierungen explodieren.

Profiling als Lösung

Jetzt werden sich die Mittelstandsunternehmen fragen, wie sie das gewisse Etwas auf Ihrer Seite integrieren können ohne lächerlich zu wirken. Bringen Sie Ihre Besucher dazu, durch eine emotionale Aufladung Ihrer Webseite, Ihres Shops oder weiterführend Ihrer Mitarbeiter- und Verkaufsgespräche, assoziative Gefühle zu entwickeln. So erreichen Sie, dass die Hormone Dopamin, Oxytocin und Serotonin ausgeschüttet werden.  

Hierfür müssen Sie Ihre Zielgruppe geradezu einem Profiling unterziehen (Unternehmen wie auch Nutzer) und Ihren Auftritt und Ihren Content mehrdimensional auf die gewonnenen Erkenntnisse ausrichten. Nur ein emotionales Aufladen des Internetauftritts führt noch dazu, dass sich der Nutzer mit dem Unternehmen identifiziert, das nötige Vertrauen aufbaut und Entscheidungsfreude entsteht. Im Idealfall setzt sich das im persönlichen Gespräch ebenfalls durch. Stellen Sie sich auch nicht durchgehend als Löser von Problemen dar. Gehen Sie lieber auf die positive Seite und geben Sie Ihren Besuchern Chancen, laden Sie sie zu neuen Erfahrungen ein und reduzieren Sie deutlich jegliche Form von Selbstbeweihräucherung. 

Werden Sie zum Mentor Ihrer Besucher, Bewerber und Kunden wie Mitarbeiter. 

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