Und wie ist Nachhaltigkeit im Internet überhaupt umsetzbar?

Das Thema der Nachhaltigkeit ist in aller Munde und ist wohl eines der relevantesten Themen in 2020. Klar ist, dass das Internet generell ein Energiefresser ist, obwohl uns das oft gar nicht bewusst ist. Denken wir in diesem Zusammenhang doch mehr an den Verkehr auf der Straße, zu Wasser und zu Luft. Fakt ist aber, dass aktuell 10 Prozent des globalen Energieverbrauchs zu Lasten des Internets gehen. Das ist mehr als der Luftverkehr verbraucht. Und man rechnet damit, dass sich der Energiebedarf des Webs bis in 10 Jahren verdoppeln wird.

Was hat das mit WordPress zu tun?

Über ein Drittel aller Webseiten auf der Welt sind auf WordPress aufgesetzt. Somit ist klar, dass WordPress und auch das WordPress Hosting hier in der Diskussion stehen, wenn das Thema Nachhaltigkeit für Webseiten aufkommt. Im Endeffekt heißt das, dass auf denen, die mit WordPress arbeiten die Verantwortung liegt. Denn die jeweilige Performance trägt zu einem Teil zur Zukunft der Erde bei.

Wir alle sollten uns um die Zukunft sorgen, denn wir werden den Rest unseres Lebens dort verbringen.

Charles F. Kettering, amerikanischer Industrieller (1876 – 1958)

Was heißt das konkret für Webseiten?

Wir sind angehalten, konsequent auf die uns zur Verfügung stehenden Werkzeuge zurückzugreifen, um Webseiten klimafreundlich oder zumindest klimafreundlicher aufzusetzen. Diese Werkzeuge müssen zukünftig im Bewusstsein präsent sein und dann auch genutzt werden. Das heißt, vollkommen überfrachtete Webseiten oder immer komplexer werdende Internetseiten sind im Hinblick auf Nachhaltigkeit nicht mehr zeitgemäß.

Mit welchen Maßnahmen kann man konkret den Energieverbrauch senken?

  • Als erstes sollte man einen Blick auf die Programmiersprache werfen, denn schon hier entstehen schon anfangs große Unterschiede im Energiebedarf.
  • Richten Sie den Server so ein, dass er nur Höchstleistung fährt, wenn eine gewisse Anzahl Nutzer online sind.
  • Überprüfen Sie Ihre Webseite nach Dingen, die unnötig eine Menge Daten verursachen. Dazu zählen z. B. Karten von Google Maps oder überflüssige automatische Verbindungen mit Social-Media-Netzwerken.
  • Benötigen Sie zwingend eine Bildergalerie? Können Sie Ihre Beitragsbilder nicht schlanker machen? Zudem verringert das Ihre Ladezeit, was sich wiederum positiv auf Ihr Ranking auswirkt.
  • Befreien Sie sich von unnötigen Plugins. Falls Sie sich im Programmieren auskennen, gibt es hier auch die Möglichkeit, dass Sie deren Code vereinfachen.

Nachhaltige Webseiten

Wir wissen um die Wirkung von einem modernen Webdesign und einer zielgenauen User Experience. Doch geht es denn überhaupt kleiner, ohne auf schickes Design und gute UX zu verzichten? Oder ist dies nicht auch mit einem nachhaltigeren Webdesign möglich? Genügen auch zwei Bilder statt zehn? Kommen Sie nicht mit ein bisschen weniger Schnickschnack aus? Genügen auch ein paar weniger CSS-Klassen? Sie gehen mit einem reduzierten Byte-Volumen in ein umweltfreundliches und benutzerfreundliches Webdesign und hinterlassen einem geringeren CO2-Fußabdruck. Und nochmals: Ihre Seite lädt um einiges schneller, was Ihnen einen besseren Rankingfaktor beschert.

Auf jeden Fall sollten Sie sich für eine Nachhaltigkeit im Web da, wo es möglich ist, auf das Wesentliche zurückbesinnen.

Hier können Sie Ihre Webseite auf Nachhaltigkeit prüfen:
ecograder.com: Hier können Sie Ihre Webseite auf Seitengeschwindigkeit und Nachhaltigkeit überprüfen.
websitecarbon.com: Misst den CO2-Ausstoß Ihrer Webseite anhand der übermittelten Datenmenge, der Energiequelle Ihres Hosters und Ihren Besuchern pro Monat.

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