Anforderungen an das Webdesign und die Programmierung mit Color Codes

Die Gestaltung eines funktionierenden Webdesigns für Ihr Unternehmen wird wesentlich durch das Farbkonzept geprägt. Und das ist gar nicht so einfach, da hier viele Aspekte mit einfließen. Die Farbwahl muss nicht nur zum Thema und zum Unternehmen passen, sondern auch in sich harmonisch und auch  gut lesbar sein. Zudem muss man auch mit Farben inhaltliche Akzente setzen und eine visuelle Rangfolge der Informationen verdeutlichen. 

Das Farbkonzept – Wie gehen Sie vor?

Die Erfahrung lehrt uns, dass die einzelnen Farben besondre Gemütsstimmungen geben.


Johann Wolfgang von Goethe 


Ihr Unternehmen und Ihre CI

Analysieren Sie Ihr Unternehmen und Ihr Angebot. Für was stehen Sie? Welche Werte kommunizieren Sie? Existiert schon ein Styleguide in Ihrem Unternehmen und wie verbindlich sind hier Design- und Farbvorgaben?

Falls dies noch nicht der Fall sein sollte, dann ist die Erstellung Ihres Webauftritts der richtige Zeitpunkt.

Die Psychologie der Farben

Nach den Konzeptionsgrundlagen müssen Sie sich fragen, welche Ziele Sie mit Ihrer Webseite erreichen möchten. Hierzu zählt dann auch, welche Stimmung Sie für welche Wirkung erzeugen möchten, denn jede Farbe hat Ihre psychologische Wirkung auf den Betrachter und ruft Assoziationen hervor. 

Ihre Zielgruppe ist hier auch ganz wichtig, denn genau deren Assoziationen möchten Sie ja wecken, also ist das Alter, das Geschlecht und die Kultur Ihrer Adressaten entscheidend.

Ihre Mitbewerber

Welche Farben verwendet Ihr Wettbewerb und sind diese Farben eventuell typisch für die Branche, in der Sie sich bewegen? Oder vielleicht gibt es sogar farbliche No-Gos in Ihrer Branche?

Nun ist es eine Grundsatzentscheidung, ob Sie in der Schiene Ihrer Branche bleiben – das kann Vertrauen schaffen und besitzt dann auch einen Wiedererkennungswert. Allerdings sind Sie dann auch eher austauschbar. Es gehört zur Konzeption, ob man hier bewusst einen anderen Weg geht oder die bekannten und klassischen Branchenfarben wählt. 

Usability 

Sinnvoll eingesetzt, sollte Ihre Farbwahl auch dazu dienen, Ihren Besuchern die Bedienung einfacher zu machen. Hier steht die Lesbarkeit ganz oben, allerdings sollte sich der Nutzer auch durch Ihre Farbwahl besser orientieren können. Sie können mit der Farbwahl den Blick Ihrer Besucher lenken und Ihren Inhalten eine Hierarchie geben.

Beachten Sie, dass der Hell-Dunkel-Kontrast Ihrer Schrift mit dem dazu passenden Hintergrund ausschlaggebend für die Lesbarkeit ist. Auch kommt eine Rot-Grün- Sehschwäche öfter vor als man denkt. Grell leuchtende Farben sind mit Vorsicht zu genießen und auch zu viele Farben können die Usability schwächen, da der Besucher überfrachtet wird. Auch hier gibt die Regel der Ausnahmen.

Holen Sie sich Inspiration

Scheuen Sie sich nicht sich überall Anregungen zu holen, falls Sie noch unsicher sind, welches für Sie passende Farben wären. Die finden Sie vielfältig off- und online. Tatsächlich gibt es spezielle Webseiten, die Farbschemas sammeln, wie auch Farb-Tools.

Als Basis für ein Farbschema haben sich fünf bis sechs Farbtöne etabliert. Besonders kontrastreich wird es mit weniger Farben. Doch bedenken Sie, dass Sie Ihre Heads, den Footer, Call to Actions, die verschiedenen Inhaltsbereiche, Buttons und Ihre Textblöcke in Variationen erscheinen lassen möchten.  

Die Farbeigenschaften

Eine Farbe definiert oder unterscheidet sich im Farbton, der Helligkeit und der Sättigung. Damit kann die Farbe eingeordnet und programmiert werden. Die Sättigung wird beschrieben mit Attributen wie getrübt, matt, kräftig oder klar und definiert oft die Intensität oder Leuchtkraft einer Farbe. Die Helligkeit  kann unterschiedlich wirken, je nachdem wie eine Farbe in einem Farbschema erscheint. 

Das HSB-Farbmodell

In Grafikprogrammen wie beispielsweise Adobe Photoshop lassen sich Farbwerte mit Hilfe verschiedener Farbsysteme definieren.Neben den bekannten Farbmodellen wie RGB und CMYK, gibt es auch die Option die drei Farbeigenschaften Farbton (engl. Hue), Helligkeit (engl. Brightness) und Sättigung (engl. Saturation), welche durch das  HSB-Farbmodell definiert werden.

Was sind HTML-Color Codes?

Farbcodes sind Möglichkeiten, die Farben, die wir jeden Tag sehen, in einem Format darzustellen, das ein Computer interpretieren und anzeigen kann. Üblicherweise in Websites und anderen Softwareanwendungen verwendet, gibt es eine Vielzahl von Formaten, darunter unter anderem auch Hex-Color Codes, also Drei-Byte-Hexadezimalzahlen (d.h. sie bestehen aus sechs Ziffern), wobei jedes Byte oder Zeichenpaar im Hex-Code die Intensität von Rot, Grün und Blau in der Farbe darstellt.

Die Hex-Code-Bytewerte reichen von 00, der niedrigsten Intensität einer Farbe, bis zu FF, der höchsten Intensität. Die Farbe Weiß wird zum Beispiel hergestellt, indem jede der drei Primärfarben mit ihrer vollen Intensität gemischt wird, was den Hex-Color Code #FFFFFF ergibt.

Schwarz, das Fehlen jeglicher Farbe auf einer Bildschirmanzeige, ist das genaue Gegenteil, wobei jede Farbe mit ihrer niedrigst möglichen Intensität und einem Hex-Color-Code von #000000 angezeigt wird.

Wenn wir die Grundlagen der Hex-Color Code-Notation verstehen, können wir sehr einfach Graustufen erstellen, da sie aus gleichen Intensitäten für jede Farbe bestehen.

Die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau werden hergestellt, indem die höchste Intensität der gewünschten Farbe mit der niedrigsten Intensität der beiden anderen Farben gemischt wird. Mit modernen Browsern, die das gesamte Spektrum der 24-Bit-Farben unterstützen, gibt es 16.777.216 verschiedene Farbmöglichkeiten. 

Fazit

Das Farbschema einer Webseite beeinflusst die Wahrnehmung und Bedienbarkeit dieser entscheidend. Und ob Ihre gewählte Farbpalette gelungen ist, lässt sich erst beurteilen, wenn Ihre Besucher auf Ihrer Webseite interagieren, denn nur anhand Ihrer Conversions können Sie beurteilen, ob Sie Ihre Ziele erreicht haben.

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