Verschiebt sich jetzt die Ausrichtung der gesamten Supply Chain?

Schon im letzten Jahr war es offensichtlich: Die gesamte Werbebranche ist im Umbruch. Große Entwicklungen in den Unternehmen haben sich abgezeichnet und werden 2019, besonders in der Forderung nach Qualität und wachsender Transparenz, weiter unaufhaltsam voranschreiten.

Demzufolge sind wir alle gefordert – in Bezug auf Brand Safety, steigendem Anzeigenbetrug und Viewability ist die Implementierung hierauf ausgerichteter Techniken Voraussetzung.

1. Investitionsdruck im Marketing steigt

Für Unternehmen und deren Online-Marketing-Konzept wird sich in 2019 die Frage stellen, wo und wie sie ihr Budget zielgenau einsetzen. Denn auf der einen Seite muss für die Nutzer eine maximale Wirkung erzielt werden, andererseits liegt den Unternehmen an einer Optimierung des ROI und an einer Steigerung der Markenbekanntheit.

Das ist in der Sache an sich nicht neu, aber die Konzentration auf die Ergebnisse, vor allem die Forderung nach größerer Transparenz, lässt die Budgets hierfür in die Höhe schnellen.

2. Trend zu Time in View

Eine Optimierung hinsichtlich der Frage, wie lange Anzeigen tatsächlich wirksam sichtbar sind, wird zum Indikator für Erfolg. Das geht Hand in Hand mit Nutzer eigenen Definitionen von Viewability. Der Wunsch nach einer Formulierung von Standards in diesem Bereich ergibt zwar Sinn, allerdings kann die Optimierung von Effizienz und passendem Zeitpunkt eine individuelle Konkretisierung nach sich ziehen.

3. Programmatic-Boom erst am Anfang

Online Werbung wird immer mehr über eine Demand-Side-Software und in Verbindung mit den entsprechenden Algorithmen gebucht und analysiert. Das heißt, in  2019 werden sich die Budgets für einen programmatischen Media-Einkauf auf einen Anteil von 49 Prozent bei der Display-Werbung steigern.

4. Dringlichkeit mobile Transparenz

In 2019 muss die Transparenz und die Sichtbarkeit im Bereich Mobile von Mobile Display Web- und In-App-Anzeigen immens ansteigen. Nur ungefähr die Hälfte der Mobile-Web-Display-Werbung ist auf dem deutschen Markt überhaupt sichtbar. Optimierungen hinsichtlich der Qualität sind in diesem Bereich ebenfalls erforderlich, damit das Image der Marke nicht leidet.

In-App-Betrug bleibt 2019 eine Herausforderung. Man kann sich nicht länger auf den App-Store verlassen, da diese nicht alle Betrügereien erkennen. Man muss selbst aktiv werden. Es gibt hierfür Pre-Bid-Segmente, die Sie vor dem Kauf von riskanten mobile Apps schützen.

5. Ad-Fraud verlangt Einsatz von Verifizierungs-Software

2019 werden betrügerische Praktiken zunehmen und das Eliminieren von Bot-Traffic auch für Online-Händler zunehmend an Bedeutung gewinnen. Neue Browser, neue Bot-Netzwerke und neue kriminelle Taktiken machen den Einsatz von Verifizierungs-Software immer wichtiger. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sind hierbei nicht mehr wegzudenken und in der Kombination mit Basis-Methoden verstärkt zum Einsatz kommen.

6. OTT nimmt zu

Als Over-the-top content (OTT) bezeichnet man die Übertragung und den Verkauf von Videos und Audios über das Internet, ohne dass ein Service-Provider in die Kontrolle oder Verbreitung beteiligt ist. Diese Methode ist noch in der Entwicklung, gewinnt aber an Bedeutung, leider auch für Betrüger. Auch hier ist man deshalb daran, Betrugsmöglichkeiten zu analysieren und auszuschalten. Hier sind aber auch die Unternehmen gefragt, da ein Verständnis über die Funktionsweise der Vernetzungen wichtig ist, um weitere Targeting-Segmente einzubeziehen.

7.  Öffnung der Sozialen Netzwerke

2019 werden Facebook, YouTube und Co. um den Einsatz von Technologien, welche Sicherheit und Transparenz bieten, nicht mehr herumkommen, denn man muss den Anforderungen, sich Werbekunden gegenüber zu öffnen, gerecht werden. Auch das zieht eine technische Weiterentwicklung sowie ein erweitertes Reporting nach sich.

8.  Verschiebung der Budgets

Die Richtung Digital wird sich auch 2019 mit ungebremst weiterentwickeln. Interessant bleibt auch die Prognose für das Influencer Marketing. Dem Marktforschungsunternehmen JOM zufolge werden die Unternehmen in Deutschland 2019 eine halbe Milliarde Euro für eine Werbung mit Youtube- und Instagram-Stars und -Sternchen investieren mit steigender Tendenz.

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