Im E-Commerce entscheiden oft kleine Details über große Effekte: eine langsam ladende Seite, ein unübersichtlicher Checkout oder fehlende Zahlungsarten reichen aus, damit Nutzer abspringen. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Mobile UX, Performance, Delivery und Payment. Wenn Ihr alter Shop hier nicht mehr mithält, kostet das jeden Tag Umsatz und bremst Wachstum.
Ein Shop-Relaunch ist deshalb mehr als ein neues Design. Richtig geplant ist er die Chance, zentrale Umsatzhebel neu aufzusetzen. In diesem Blogbeitrag finden Sie 10 Tipps, wie Ihr Shop-Relaunch mehr Umsatz bringt und Wachstum ermöglicht.
Onlineshop-Relaunch – nicht ohne Konzept!
Bevor Sie Zeit und Budget in die Umsetzung stecken, sollten Sie glasklar definieren, was der Relaunch leisten muss. Nicht „moderner aussehen“, sondern zum Beispiel:
- Conversion Rate um X Prozent steigern
- Warenkorb-Abbrüche um X Prozent reduzieren
- Mobile Umsatzanteil verbessern
- SEO-Sichtbarkeit stabil halten oder ausbauen
- Wiederkaufrate erhöhen
- Time-to-Market für Kampagnen verkürzen
Um ein gutes Konzept zu erstellen, lohnt sich auch ein Blick nach außen und innen: Was macht der Wettbewerb besser? Wo liegt Ihre Zielgruppe wirklich? Welche Kanäle zahlen auf den Shop ein? Welche Prozesse bremsen Ihr Team? Eine SWOT-Analyse hilft, die wichtigsten Stellschrauben schnell sichtbar zu machen.
Mit diesen 10 Tipps bringt Ihr Online-Shop-Relaunch mehr Umsatz
Die folgenden 10 Tipps zeigen die wichtigsten Umsatzhebel für einen erfolgreichen Shop-Relaunch. Von Planung und Systemwahl über UX und Performance bis Checkout und Tracking: Wenn diese Basics sitzen, steigt die Conversions:
1. Zeitmanagement: Realistisch planen, damit Qualität Umsatz bringt
Ein Relaunch unter Vollgas führt oft zu Kompromissen, die später teuer werden: Tracking-Lücken, SEO-Verluste oder Checkout-Probleme. Planen Sie so schnell wie möglich, aber so gründlich wie nötig, damit Sie nicht an den falschen Stellen Abkürzungen nehmen. Setzen Sie früh klare Meilensteine für Konzeption, Design, Entwicklung, Testing und Content-Migration, damit der Go-live nicht zur Zitterpartie wird. Planen Sie dabei auch Zeit für die Prüfung und Umsetzung der URL-Strukturen ein. Denn saubere Redirects sind Pflicht, wenn Sie Sichtbarkeit und Umsatz nicht riskieren wollen.
Ein sauberer Launch ist am Ende fast immer schneller als drei hektische Nachbesserungsrunden, die intern Ressourcen binden und Umsatz kosten. Gerade in Peak-Zeiten ist ein stabiler Relaunch wertvoller als ein früher Termin auf dem Papier. Oft können spezielle Workshops bei einem E-Commerce-Relaunch unterstützen. In unserem Blogbeitrag erfahren Sie, worauf es bei einem Relaunch-Workshop ankommt und wie diese Workshops bei ECONSOR ablaufen.
2. Projektplanung: Anforderungen präzise definieren, damit Budget nicht ausläuft
Die Feature-Liste ist kein „Nice-to-have-Katalog“, sondern eine Prioritätenliste mit direktem Einfluss auf Umsatz und Effizienz. Alles, was später „noch schnell“ dazukommt, kostet Zeit, Geld und Fokus, weil es Tests, Anpassungen und oft neue Abhängigkeiten nach sich zieht. Definieren Sie Must-haves, Should-haves, Nice-to-haves und verbinden Sie diese Priorisierung direkt mit Ihren KPIs wie Conversion Rate, AOV oder Wiederkaufrate.
Denken Sie zudem konsequent in Use Cases: Suchen, Filtern, Produktvergleich, Checkout, Retouren, B2B-Logik, internationaler Versand oder Abo-Modelle. Hilfreich ist auch eine klare Definition von „Done“, damit alle Beteiligten dasselbe Verständnis von fertigen Ergebnissen haben. So vermeiden Sie, dass das Projekt durch ständige Detaildiskussionen aus dem Zeitplan kippt.
3. Systemwahl: Shopsystem nach Wachstum, nicht nach Bauchgefühl auswählen
Wenn Sie sowieso relaunchen, prüfen Sie ernsthaft, ob Ihr System noch zu Ihren Zielen passt. Entscheidend sind nicht nur Features heute, sondern Skalierung morgen: Updates, Erweiterbarkeit, Performance, Schnittstellen, Internationalisierung, B2B-Fähigkeit und Headless-Optionen. Stellen Sie sich dabei auch Prozessfragen: Wie schnell können Sie neue Kampagnen-Landingpages bauen, neue Payment-Arten integrieren oder Produktdaten aus PIM und ERP sauber ausspielen?
Ein Systemwechsel ist kein Muss, kann aber der Unterschied zwischen „weiterkommen“ und „stehenbleiben“ sein, wenn Ihr aktuelles Setup dauerhaft bremst. Wichtig ist, dass die Systementscheidung nicht nur IT-getrieben ist, sondern Marketing, Sales und Operations einbezieht. Am Ende sollte das System Ihr Wachstum vereinfachen, nicht verwalten. Hier finden Sie den Vergleich zwischen Shopware und Magento.
4. Einen erfahrenen Partner an die Seite holen
Wenn die Mitarbeiter in Ihrem Unternehmen nicht das nötige Wissen besitzen, sollten Sie sich für Ihren Relaunch einen Partner suchen, der mit überzeugenden Referenzen aufwarten kann. Orientiren Sie sich bei der Auswahl der Agentur an harten Kriterien wie Standortnähe, Agenturgröße, passende Referenzen und Zertifizierung der Agentur – aber auch an weichen Faktoren wie Reaktionszeit, Alter der Agentur und Innovationsgrad.
Klären Sie früh, wer welche Rollen übernimmt, wie Entscheidungen getroffen werden und wie transparent der Projektfortschritt dokumentiert wird. Der Relaunch darf kein Blackbox-Projekt sein. Das Wissen des Dienstleisters muss in Ihr Unternehmen übergehen, damit Ihr Wachstum nicht dauerhaft an Externen hängt. Ideal ist, wenn Ihre Agentur nicht nur umsetzt, sondern auch befähigt.
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5. UX und Design: Mehr Klarheit, weniger Hürden, mehr Verkäufe
Design ist kein Selbstzweck, sondern Teil Ihres Verkaufssystems. UX wirkt direkt auf Umsatz, weil sie entscheidet, ob Nutzer Produkte finden, verstehen und ohne Zweifel kaufen. Prüfen Sie deshalb bei Ihrem Online-Shop-Relaunch konsequent, ob Besucher schneller zum passenden Produkt kommen, weniger Reibung im Prozess haben und sich sicher fühlen.
Typische Umsatzhebel sind eine klare Navigation, bessere Suche, starke Filter, überzeugende Produktseiten, klare Trust-Elemente sowie verständliche Liefer- und Retoureninfos. Ergänzen Sie das durch echte Nutzertests, damit Sie nicht nur nach Bauchgefühl optimieren, sondern anhand von Verhalten. Besonders mobile Bedienbarkeit ist dabei oft der größte Hebel, weil hier die meisten Hürden entstehen.
6. Performance und Ladezeit: Sekunden entscheiden über Conversions
Performance ist kein Technikthema, sondern ein Umsatzthema, weil jede zusätzliche Sekunde Ladezeit Käufe kosten kann. Schnellere Ladezeiten verbessern das Nutzererlebnis, reduzieren Absprünge und helfen häufig auch der organischen Sichtbarkeit. Testen Sie konsequent auf echten Geräten und in realistischen Netzen, nicht nur im Büro-WLAN.
Achten Sie dabei auch auf die „gefühlte Geschwindigkeit“: klare Lade-States, schnelle Interaktionen und ein stabiler Seitenaufbau erhöhen Vertrauen. Performance-Optimierung ist damit eine direkte Investition in Wachstum.
7. Sortiment und Datenqualität: Relaunch als Chance zur Entschlackung
Ein Relaunch ist der perfekte Moment, um ehrlich zu prüfen, ob Ihr Sortiment und Ihre Produktlogik wirklich verkaufsfördernd sind. Sind zu viele Produkte erklärungsbedürftig, gibt es auffällig viele Retouren, sind Produktdaten vollständig und sind Varianten sauber strukturiert? Viele Shop-Probleme sind keine Design-Probleme, sondern Daten-Probleme. Diese zeigen sich in schlechter Auffindbarkeit und falschen Kaufentscheidungen.
Bessere Produktdaten bedeuten bessere Beratung, bessere Filterbarkeit und weniger Fehlkäufe, was direkt auf Marge und Kundenzufriedenheit einzahlt. Nutzen Sie den Relaunch auch, um Kategorien zu bereinigen, Attribute zu vereinheitlichen und Content-Lücken auf Produktseiten zu schließen. So wirkt der neue Shop nicht nur moderner, sondern verkauft spürbar besser.
8. Tracking und Analytics: Messen, was Umsatz bewegt
Wenn Sie wachsen wollen, brauchen Sie saubere Daten, sonst optimieren Sie an den falschen Stellen und verbrennen Budget. Legen Sie vor dem Online-Shop-Relaunch fest, welche Events wirklich Umsatz bedeuten: Add-to-Cart, Checkout-Start, Kauf, Filter-Nutzung, Suche ohne Ergebnis und Abbruchpunkte im Checkout. Ergänzen Sie das um klare Umsatz-KPIs wie Conversion Rate, Warenkorbwert und Abbruchquote, damit Sie die Wirkung jeder Änderung sofort sehen. Sie möchten wissen, welche KPIs wirklich relevant sind? Die wichtigsten KPIs im E-Commerce haben wir für Sie in unserem Beitrag zusammengestellt.
Testen Sie zudem das Tracking vor dem Go-live, damit Sie nach dem Relaunch nicht wochenlang im Blindflug sind. Denn mit sauberem Tracking erkennen Sie, welche Maßnahmen Umsatz bringen und welche nur Aufwand sind.
Wer wachsen möchte, sollte Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus treffen, sondern auf einer verlässlichen Datengrundlage aufbauen. Wenn Sie Transparenz in Ihre Prozesse bringen und Entwicklungen mit echten Daten systematisch auswerten, schaffen Sie die Basis für bessere Investitionen und messbare Fortschritte.
Julian Wottawa – Geschäftsführer ECONSOR
9. Payment, Versand und Checkout: Abbrüche senken, Umsatz sofort steigern
In Payment, Versand und Checkout steckt oft das schnellste Umsatzplus, weil diese Schritte direkt über den Kaufabschluss entscheiden. Bieten Sie deshalb die Zahlungsarten an, die Ihre Zielgruppe nutzt, und prüfen Sie regelmäßig, ob neue Standards in Ihrer Branche entstehen.
Wichtig ist außerdem, den Bezahlprozess im Online-Shop so schlank wie möglich zu halten. Denn die Optimierung der Bezahlseite hat direkten Einfluss auf die Conversion-Rate Ihrer Internetseite oder Ihres Online-Shops.
Oft sind es auch kleine Hürden, die Conversions kosten, zum Beispiel ein Pflichtkonto, zu viele Formularfelder oder unklare Fehlermeldungen. Je reibungsloser der Kaufabschluss gelingt, desto höher fällt in der Regel der Umsatz aus und desto eher bestellen Kunden erneut.
10. Support und Weiterentwicklung: Relaunch ist Startpunkt, nicht Finale
Der größte Fehler ist, einen erfolgreichen Relaunch als Endstation zu sehen und danach in den Stillstand zu gehen. Der eigentliche Umsatzhebel entsteht durch kontinuierliche Optimierung, etwa über A/B-Tests, neue Features, bessere Inhalte, stärkere Kampagnen-Landingpages und regelmäßige technische Updates. Wenn System und Schnittstellen updatefähig sind, bleibt Weiterentwicklung handhabbar und wird nicht jedes Mal zum Großprojekt.
Eine Roadmap für die nächsten 6 bis 12 Monate hilft, Quick Wins und größere Ausbaustufen sinnvoll zu bündeln und Prioritäten klar zu halten. Klare Zuständigkeiten für Support, Bugfixes und Monitoring sorgen zusätzlich dafür, dass Probleme früh sichtbar werden, bevor sie sich auf Umsatz und Kundenerlebnis auswirken.
H2: Das sollten Sie für den Relaunch Ihres Online Shops mitnehmen
Ein Relaunch ist kein kosmetisches Projekt, sondern eine Entscheidung für Wachstum. Wenn Sie klar definieren, was sich messbar verbessern soll, realistisch planen und die richtigen Hebel priorisieren, wird aus dem Go-live kein Risiko, sondern ein echter Umsatztreiber. Nehmen Sie deshalb drei Dinge mit:
- Starten Sie mit einem belastbaren Konzept und klaren KPIs, damit alle am selben Ziel arbeiten.
- Investieren Sie in die Basics, weil Performance, Datenqualität, UX und Checkout den größten Einfluss auf Conversion und Wiederkauf haben.
- Sehen Sie den Relaunch als Basis, nicht als Abschluss. Erst nach dem Go-live zeigen Daten und Nutzerverhalten, was nachoptimiert werden muss.
- Genau so wird aus einem Relaunch ein System, das Umsatz nicht nur kurzfristig steigert, sondern langfristig Wachstum möglich macht.
