WordPress optimieren: Drehen Sie an diesen 10 Schrauben!

WordPress schneller machen – immer wieder ein relevanter Punkt bei unseren Kunden: Wie reduziere ich meine Seitenladezeit? Das Internet ist voll von guten Ratschlägen, doch uns als WordPress-Agentur fällt immer wieder auf, dass bei der Reihenfolge der Maßnahmen oft Planlosigkeit herrscht. Welchen Schritten muss man welche Relevanz zuordnen? Wir versuchen hier etwas Logik in die Reihenfolge der Optimierungen zu bringen, sodass Sie schnell zum gewünschten Erfolg gelangen.

Erst einmal vorab: Den größten Gewinn bei der Ladezeit erreichen Sie mit leicht umzusetzenden Methoden. Sie müssen sich nicht als erstes von den Google PageSpeed Insights verwirren lassen. Eine Ladezeitoptimierung führt zu einer besseren User Experience und erhöht zudem Ihre Sichtbarkeit bei Google. Die ersten Schritte, die wir Ihnen empfehlen, sind allerdings auch die Schritte, die Ihnen bei den Insights zur Verbesserung vorgeschlagen werden.

Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun.

Johann Wolfgang von Goethe

Tipp 1: Caching

Hierbei handelt es sich um den wichtigsten Punkt bei Ihrer Performance Optimierung überhaupt. Chaching heißt, dass Ihre Webseite nicht erst beim Server angefragt werden muss und sich danach in Schritten aufbaut. Ihre Webseite befindet sich in einem Zwischenspeicher, sodass man sie aus diesem direkt fertig gerendert aufrufen kann. Da WordPress nun nicht jedesmal bei einem Aufruf die Seite neu berechnen muss, was auch gerade bei PHP (auf das WordPress basiert) elementar wichtig ist.

Möglichkeit 1: Caching-Plugin
Die meisten Nutzer haben ein Plugin, die man allerdings auch installieren können muss. Es gibt W3 Total Cache oder WP Super Cache – bei beiden ist etwas Programmierarbeit nötig. Gerne sind wir Ihnen als Agentur für die Digitalisierung Ihrer Unternehmensprozesse bei der Programmierung behilflich.

Möglichkeit 2: Caching über Ihren Hoster
Es besteht auch die Möglichkeit ein Caching über den Server zu konfigurieren. Hier können Sie dann auf Plugins verzichten.

Tipp 2: Schaffen Sie Ordnung

Wenn Kunden mit einem WordPress Relaunch schließlich zu uns kommen, dann fällt uns immer wieder auf, dass die WordPress-Installation einfach viel zu überladen ist. Das bedeutet, Sie haben Plugins installiert, die Sie nicht wirklich brauchen. Räumen Sie auf – denn je weniger Plugins Sie haben, desto schneller ist Ihre Seite. Löschen Sie die nicht benötigten Plugins, nur deaktivieren genügt nicht, da der Webseite trotzdem noch PHP-Code hinzugefügt wird. Und beschränken Sie sich auf ein Theme, man benötigt so gut wie nie mehrere. Dieser Punkt wird übrigens nicht in den Insights erwähnt…

Tipp 3: Optimieren Sie unbedingt Ihre Bilder

Immer wieder gesagt und immer wieder vergessen: Komprimieren Sie Ihre Bilder! Diese machen in den meisten Fällen die größte Datenmenge einer Webseite aus. Also liegt hier eines der am einfachsten und effektivsten umzusetzenden Potenziale zur Verringerung Ihrer Ladezeit.

Bilder können Sie manuell komprimieren oder aber Sie verwenden ein Compression Plugin. Ein Plugin komprimiert nicht nur neue Bilder, sondern auch deren Thumbnails und es bedient auch alle vorhandenen Bilder automatisch mit.

Tipp 4: Kümmern Sie sich um CSS und Java Script

Klingt technisch, ist aber eigentlich nicht schwer zu optimieren. Es handelt sich um drei essenzielle Schritte, die Sie hier vornehmen müssen. Bedenken Sie dabei, dass wir bei diesem Thema von der zweitgrößten Datenmenge auf Ihrer Internetseite nach den Bildern reden.

Fassen Sie zuerst die einzelnen Dateien zusammen, denn das verringert die zu ladenden Dateien und somit auch die der Requests. Dafür gibt es ein Plugin.

Danach sollten Sie den Code reduzieren. Menschen benötigen zum Schreiben und Verstehen des Codes mehr als Computer. Plugins wie Autoptimize können von für Menschen lesbaren Code in nur für Maschinen lesbaren Code umwandeln und Ihre Performance erhöhen.

Tipp 5: Komprimieren der Datenpakete

Jetzt habe Sie zusammengefasst und reduziert und nun fehlt der letzte Schritt: Das Komprimieren Ihrer Datenpakete, die Sie an den Browser senden. Dafür muss Ihr Server die Größe der Datei bei einem Request minimieren, bevor der Browser die Daten entpackt und berechnet, was Ihnen nochmals einen Boost in Ihrer Schnelligkeit gibt. Sie können dies über Caching-Plugins einrichten, es gibt manuelle Möglichkeiten oder Ihr Hoster hat das schon in seinen Serveraktivitäten hinterlegt.

An dieser Stelle können wir versichern, dass Sie schon die entscheidendsten Schritte für eine deutlich bessere Performance unternommen.

Tipp 6: Prüfen Sie Ihr Hosting

Wenn Sie die oben erwähnten Schritte alle unternommen haben und Ihre Geschwindigkeit immer noch zu wünschen übrig lässt, dann könnte das an Ihrem Hosting liegen. Und zwar daran, dass Ihr Hoster es nicht möglich machen kann, WordPress zu optimieren. Achten Sie für performantes Hosten auf die aktuelle PHP-Version, auf ein PHP Memory-Limit von mindestens 64 MB, darauf, dass das Rechenzentrum in Deutschland liegt und Ihnen eine SSD-Festplatte zur verfügung steht sowie ein kostenloses SSL-Zertifikat und HTTP/2.

Tipp 7: Falsche Ladereihenfolge

Bei den Google PageSpeed Insights wird immer wieder auf eine Reihenfolge beim Laden hingewiesen, die das Rendern ausbremst. Beispielsweise entsteht ein Slider durch Bilder, die mit einem Animationsbefehl zum Rotieren gebracht werden. Falls nun zuerst der Befehl vor den Bildern erscheint, ist der Slider zuerst als Funktion ohne Bilder angelegt. Tauschen Sie hier die Reihenfolge.

Tipp 8: Optimieren der gefühlten Ladezeit

Zwischen der tatsächlichen Ladezeit und der Zeit, in der der Besucher die Seite wahrnimmt, können kleine Tricks den Eindruck beschleunigen, dass die Seite schon geladen ist, im Hintergrund aber noch fleißig gerechnet wird. Optimieren Sie „Above th Fold“, d. h., dass der erste sichtbare Bereich mit priorisierten Inhalten und Funktionen punktet.

Tipp 9: Zu große Datenbank

Auch eine Datenbank kann zu groß werden und die Ladezeit ausbremsen. Mit dem Plugin WP-Optimize haben Sie Ihre Datenbank im Griff.

Tipp 10: Verhindern Sie Hotlinking

Wenn irgendjemand auf ein Bild verlinkt, das auf Ihrem Server liegt und quasi Ihre Bandbreite klaut, oder auch pdf-Dateien von Ihnen verlinkt, dann nennt man das Hotlinking. Dies können Sie durch bestimmt Blockaden, die Sie in Ihren Code schreiben, verhindern.

Es geht bei der Optimierung Ihrer Ladezeit hauptsächlich um eine Reduktion der Webseitengröße, des HTTP-Requests, eine Komprimierung der Datenpakete und last but not least um die Optimierung Ihrer User Experience. Und wenn Sie nicht weiter wissen, oder an Ihre Grenzen kommen – gerne helfen unsere Experten.

0 Kommentare

Beitrag kommentieren

Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diesen Beitrag bewerten