Die Qual der Wahl, das richtige WordPress-Theme zu finden

Wenn Sie auf WordPress.org gehen, stellen Sie fest, dass hier alleine mehrere tausend kostenlose Themes zur Verfügung stehen. Somit ist es nicht ganz so einfach, das richtige Theme zu finden, das nicht im Nachhinein noch mit einer bösen Überraschung aufwartet.

1. Erstes Filtern

WordPress bietet Ihnen eine erste Auswahlmöglichkeit unter dem Punkt „Popular“. Hier finden Sie auf den ersten Blick die WordPress-Themes „Twenty Nineteen und „Twenty Seventeen“, „Astra“ oder „Storefront“. Diese Themes eignen sich gut für den Start in die Online-Welt, vielleicht mit einem Blog. Doch beginnen wir mit dem ersten wichtigen Schritt:

2. Wo liegen Ihre Ziele?

Natürlich ist es Grundlage, dass Sie genau wissen, was Sie mit dem Auftritt kommunizieren möchten. Wenn Sie Ihre Ziele und den Zweck Ihrer Webseite definiert haben, wird es schon leichter, den Filter zielgenau einzusetzen. Und es ist jedem klar, dass ein Blog, ein Verzeichnis, eine Firmenwebseite oder gar ein Online-Shop und dann noch weitergehend nach Branchen unterteilt, ganz unterschiedliche Anforderungen an ein WordPress-Theme stellen.

Master the topic, the message, and the delivery.

Steve Jobs

3. Leistungsanforderungen an das WordPress-Theme:

Weiterhin wird es Ihnen die Auswahl gravierend erleichtern, wenn Sie im Vorfeld schon die genauen Anforderungen, die Sie an das WordPress-Theme stellen, definieren können. Beispielsweise sollten Sie bei einem geplanten Online-Shop darauf achten, dass das Theme auf WooCommerce ausgerichtet ist.

4. Weitere Basisüberlegungen zum passenden Theme:

  • Möchten Sie einen Slider integrieren?
  • Falls Sie einen Blog planen: Wie funktional sind die Meta-Tags?
  • Benötigen sie Versionen in mehreren Sprachen? (Beispiel Plugin WPML)
  • Braucht Ihr Theme Sidebars und wie viele?
  • Haben Sie Bedarf an Widgets oder Shortcodes für Werbebanner oder Anzeigen?
  • Welche Formulare möchten Sie integrieren? Welche Filter?
  • Wie gestaltet sich Ihre Navigation? Benötigen Sie diese in erweiterter Form als Megamenü?
  • Welches Format benötigen Sie?
  • Was sollte Ihr Style vermitteln?
  • Welche Customizer-Optionen benötigen Sie?

5. Achtung! Sich nicht von den Demoseiten zu sehr fesseln lassen!

Selbstverständlich haben die Entwickler der WordPress Community ein Interesse daran, sich und Ihre Demobeispiele besonders gut in Szene zu setzen. Lassen Sie sich von diesen perfekt durchdesignten und durchoptimierten Webseiten nicht verrückt machen. Alles, was hier so optimiert abgestimmt ist, kann bei Ihrem Setup ein ganz anderes Ergebnis ausspielen.

6. Mobile Ansicht testen

Testen Sie im Vorfeld die Ansicht, die auf Smartphones „mobile first“ ausgegeben wird. Die einfachste Möglichkeit bietet hier das Entwickler-Tool Ihres Browsers.

7. Allgemein zugängliche Informationen nutzen

Ob Sie sich ein Tutorial auf YouTube anschauen (hier existieren einige, die Ihnen vielfältige Informationen zu den WordPress-Themes aufzeigen), sich Bewertungen anschauen oder in Foren weiterführend informieren, nutzen Sie diese Einblicke. Und nutzen Sie die Einblicke auf aussagekräftigeren Foren als die bei WordPress selbst. Sie können auf Support-Formen einzelner besonders engagierter Entwickler an wertvolle Informationen gelangen und hier auch eventuelle Fragen stellen (Presell Questions).

8. „Last updated“ als Kriterium

Vor allem bei den kostenlosen Themes sollten Sie auf das Datum des des letzten Updates schauen. Tipp: Sollte dieses Update länger als sechs Monate zurückliegen, wählen Sie ein anderes mit einem neueren Datum! Eventuell ist es möglich, dass Sie über Google an einen Change Log kommen können, der Ihnen die gesamte Historie der Updates dieses Themes aufzeigen.

9. Open Source oder kostenpflichtiges Theme?

Hier spielen wieder die Ziele Ihres Webauftritts eine entscheidende Rolle. Ebenfalls mit in diese Überlegung spielt mit ein, wie fit Sie allgemein in WordPress sind, denn bei den kostenpflichtigen WordPress-Themes haben Sie auch wesentlich mehr Möglichkeiten in der Gestaltung, die Sie auch zu nutzen wissen müssen. Planen Sie auch eine gewisse Zeit ein, in der Sie sich in das Theme einarbeiten. Auch Grundkenntnisse in CSS und PHP sind von Vorteil.

Ein kostenpflichtiges Theme bietet Ihnen aber zudem eine Support-Garantie, eigene Erklärvideos und Hilfestellungen durch die Community. Auch Pagebuilder sind oft inklusive und teilweise sogar Demo-Inhalte zum Importieren.

Die kostenlosen Open-Source-Themes bieten teilweise auch schon erstaunliche Möglichkeiten in der kostenlosen Version, die man mit kostenpflichtigen Erweiterungen jederzeit ergänzen kann.

10. Bevor Sie online gehen

Wir können Ihnen aus Erfahrung immer wieder ans Herz legen, dass Sie Ihren Webauftritt auf Herz und Nieren prüfen, bevor Sie online gehen. WordPress selbst gibt Ihnen hier Testumgebungen vor, die Sie als lokale Webserver-Umgebung auf Ihrem Rechner installieren können.

Sollte das Theme nicht in Ihrem Sinne ausgewiesen werden, müssen Sie ein wenig Mut aufbringen ~ und es ändern!

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