Blogbeitrag Das Internet der Dinge

Das Internet der Dinge

Herausforderungen für App-Entwickler und Interface-Designer:

Ein neues Zeitalter – das der Digitalisierung – hat begonnen. In den letzten Jahren und Jahrzehnten konnten immer weitere Fortschritte bei der Entwicklung und Vernetzung von Computersystemen verzeichnet werden. Dabei wurden die Geräte immer leistungsstärker und kleiner, bis man schließlich wenige Gramm leichte Smartphones und Smartwatches auf den Markt bringen konnte. Seit geraumer Zeit arbeitet man sogar daran, diese Geräte nicht nur untereinander zu verbinden, sondern sie zusätzlich mit allen möglichen Haushaltsgeräten und -technologien zu vernetzen. Das sogenannte Internet der Dinge (Internet of Things, kurz IoT) wird die Digitalisierung auf ein neues Level anheben.

Das Potenzial des Internets der Dinge

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen bei sich zu Hause auf Ihrem Sofa und möchten Ihr Heimkinosystem anschalten. Allein mit dem Wort „Heimkino an“ fahren automatisch alle notwendigen Geräte hoch, die Leinwand fährt herunter und die Rollläden schließen sich. Nebenher überprüft Ihr Kühlschrank, ob noch genug Essen vorhanden ist und bestellt falls nötig automatisch nach. Gesteuert wird das durch ein intelligentes Spracherkennungssystem (Systeme wie Amazon Echo sind bereits erhältlich), dass kabellos mit allen Geräten verbunden ist und die Koordination übernimmt. Das hier beschriebene Szenario ist jedoch nur der Anfang der Möglichkeiten, die das Internet der Dinge zu bieten hat.

Anforderungen an gute IoT-Lösungen

Bei der App-Entwicklung für die Verbindung mit Geräten muss wie bei bisherigen Softwareprojekten der Fokus darauf liegen, die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer Kunden zu erfüllen. Die Menge der gesammelten Daten und die Möglichkeiten der an das IoT angeschlossenen Systeme bergen das Risiko, den Fokus schnell aus den Augen zu verlieren. Wie kann aus den gegebenen Mitteln ein echter Mehrwert für den Kunden generiert werden? Wie vermeide ich eine Datenflut?Das Uber-Prinzip Grafik

Die Entwickler der Transport- und Logistik-App Uber machen es vor. Mit der App kann man sich von einem Taxi direkt von zu Hause abholen lassen, im Vorhinein bereits die Fahrtroute angeben und sich eine Kostenschätzung einholen. Zudem erhält man aktuelle Informationen über das Fahrzeug und dessen Fahrer/ -in inklusive dem aktuellen Standort. Als Privatperson kann man sich als selbstständiger Mietwagenunternehmer registrieren, Uber vermittelt dann die Fahrgäste. Das selbst gesteckte Ziel ist die Reduzierung der Autos auf den Straßen und gleichzeitig eine bessere Auslastung der vorhandenen Fahrzeuge. Möglich wird das alles durch das Internet der Dinge. Während feste Informationen wie Baujahr, Zustand, Fahrer etc. einmalig oder in regelmäßigen Abständen manuell in die Datenbanken eingetragen werden, können aktuelle Informationen wie der momentane Standort des Autos nur über die intelligente Vernetzung von GPS-Geräten (sowohl in den Fahrzeugen als auch in Smartphones) mit Navigationsdiensten und der Uber-App für die Kunden zugänglich gemacht werden. Der Datenaustausch zwischen PCs, Mobilgeräten und Fahrzeugen wird gezielt genutzt, um jeder beteiligten Person nur die für sie relevanten Informationen bereitzustellen und den bereits erwähnten Mehrwert zu generieren.

Was in der App-Entwicklung und dem Interface-Design beachtet werden muss

Erfolgreich kann das Internet der Dinge langfristig nur dann sein, wenn die vernetzten Geräte die Sicherheit der Nutzerdaten garantieren können. App-Entwickler müssen sicherstellen, dass diese nicht in die Hände von Dritten geraten. Die an das IoT angeschlossenen Geräte können von Hackern schnell in gefährliche Waffen umfunktioniert werden. Im schlimmsten Fall könnten beispielsweise absichtlich verursachte Kurzschlüsse schnell zu Hausbränden und Todesfällen führen. Obwohl dies ein sehr zugespitzter Fall ist, kann man ihn nicht vollständig ausschließen. Neben der Gewährleistung der Datensicherheit müssen Strategien entwickelt werden, wie bei schlechten Netzwerkverbindungen dennoch ein ausreichender Datenaustausch stattfinden kann. App-Entwickler sollten daher in höherem Maße wie bisher auf die Entwicklung von Bandbreite sparenden Verbindungsmethoden setzen.

Die Hard- und Software-Architekturen der Smartgeräte unterscheiden sich voneinander. Zur Bedienung werden daher auch unterschiedlich große Displays verbaut, die die Steuerung über Touch-Gesten erlauben. Wie bei heutigen Smartphones und Computern muss eine optimale Nutzerfreundlichkeit auf allen Geräten gewährleistet werden. Hilfreich sind dabei die bisherigen Erfahrungen aus dem User Experience- (UX) bzw. User Interface-Design (UI), die auf die neuen Systeme übertragen werden können. Nur über leicht verständliche Benutzeroberflächen, die die einem vertraut erscheinen, werden Ihre Kunden die neuen Systeme verstehen und auch akzeptieren. Denn je mehr verschiedene Geräte sie bei sich zu Hause stehen haben, desto höher ist das Potenzial von Verwirrungen.

Die beschriebenen Herausforderungen werden die App-Entwickler und Interface-Designer sicherlich noch beschäftigen. Aber es geht voran, die Industrie bereitet sich bereits seit einigen Jahren auf das Internet der Dinge vor. Es bleibt spannend, wie sich die Technik in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

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