Die populärsten Content-Management-Systeme im direkten Vergleich: WordPress und TYPO3

Beim Vergleich WordPress TYPO3 und der Wahl des richtigen Content-Management-Systems (CMS) stoßen wir als WordPress-Agentur wie auch TYPO3-Agentur immer wieder auf die Frage: Welches der beiden Systeme unterstützt optimal Ihr Geschäftsmodell? WordPress oder TYPO3? Als Content-Management-Systeme stehen sie immer wieder miteinander in Konkurrenz. Auch bei unseren Kunden kommt immer wieder Unsicherheit auf, welches der Systeme im Vergleich WordPress TYPO3 das bessere ist und wo wir die Prioritäten setzen.

Auf welches CMS man letztendlich baut, ist von den Anforderungen abhängig, die man an seine Webseite hat. TYPO3 eignet sich besonders für größere Firmen mit umfangreichen Projekten und großen Datenmengen, für KMUs ist oft jedoch WordPress die ideale Lösung.

Victoria Neugebauer, Projektleiterin TYPO3

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Warum ein CMS und welche Vorteile haben Sie dadurch?

Generell ist es so, dass Ihre Präsenz im Internet mit über Ihren Erfolg entscheidet. Hierfür müssen sämtliche Informationen für Ihre Nutzer schnell zugänglich sein und kontinuierliche Anpassungen an die Wünsche der Zielgruppe sind an der Tagesordnung. Ohne ein CMS würde das für Sie bedeuten, doch einiges an Programmierkenntnissen mitzubringen und vor allem auch Zeit, da Sie nämlich sonst den Quellcode umschreiben müssten.

Ein CMS bezeichnet ein Inhaltsverwaltungssystem mit dem Sie einfach unterschiedliche Medienformen erstellen wie auch digitale Inhalte verwalten und bearbeiten können. Nur in Fragen der Wartung, bei Updates oder wenn es zu technischen Fehlern kommt, sollten Sie auf eine erfahrene Internetagentur nicht verzichten. Als 1996 das erste CMS auf den Markt kam, lag der Fokus hauptsächlich auf der visuellen Darstellung. Das hat sich gravierend geändert. Layout und Design definieren durch Templates den optischen Aufbau und Sie können unabhängig davon den Inhalt im CMS bearbeiten. Heute bieten beide CMS Entwicklern wie auch Online-Marketern zahlreiche Features, die Zeit sparen und den Arbeitsalltag wesentlich erleichtern. So lassen sich Inhalte einer Webseite auf einfachem Wege ergänzen, ersetzen oder komplett erneuern. Im Vergleich WordPress TYPO3 ziehen wir hierfür die beliebtesten Systeme heran, auch wegen ihrer Open-Source-Varianten, und jedes hat seine Vorteile und individuellen Schwachstellen.

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Vergleich WordPress TYPO3 in Zahlen

2003 ist WordPress veröffentlicht worden und hat heute als beliebtestes und weltweit am meisten verwendetes Content Management-System einen Marktanteil von über 60 Prozent. Die große Beliebtheit liegt unter anderem darin begründet, dass es für WordPress eine Vielzahl an kostenfreien Erweiterungen gibt. Im Gegensatz dazu bewegt sich das 1998 auf den Markt gekommene CMS TYPO3 gerade mal bei 2 Prozent Marktanteil.

WordPress liegt in den Trends weit vor TYPO3

Weltweiter Vergleich aller Content-Management-Systeme

1. Benutzerfreundlichkeit

Sie sollten sich in Ihrer Konzeptionsphase Gedanken über Ihre Content-Menge machen. WordPress wurde als Blogsystem entwickelt und somit sind die hier zur Verfügung stehenden Einstellungen und Kategorisierungsmöglichkeiten sehr umfangreich. Weiterhin sind Tags und Schlagwörter einfach zu setzen.

Auf jeden Fall ist es als Nicht-Entwickler schwieriger, sich im Backend von TYPO3 zurechtzufinden. Um hier alle Wünsche der Kunden bedienen zu können, benötigt man ein gewisses Verständnis für die Zusammenhänge und oft die Unterstützung eines Programmierers. Hier finden Sie verschiedene Menüpunkte und auch Seitenansichten können einen anderen View zeigen als die Listenansicht. Eine Seite wird über die verschiedenen Elemente wir Heads, Content, Bilder, Statistiken etc. aufgebaut, was bei einer komplexen Seitenstruktur etwas Logik erfordert.

Das Backend von WordPress zeigt Ihnen eine einzige Ansicht, die auf einem RTE (Rich Text Editor) und verschiedenen Pagebuildern (z.B. Visual Composer, Divi etc.) aufbauen, die man sogar über Drag & Drop bedienen kann.

WordPress hat mit dem Gutenberg-Editor einen großen Schritt in Richtung Flexibilität getan. Es gestaltet sich wesentlich einfacher, nun Listenelemente, Hyperlinks und ganz Blöcke umzuwandeln. Drag and Drop ist auch sehr leicht anwendbar. Auch eigene Felder (Advanced Custom Fields) sind nun mit Gutenberg-Blöcken flexibel zu bauen und müssen nicht mehr im Backend unter den Steuerelementen platziert werden.

Bei WordPress werden die Seiten als Liste aufgeführt und entsprechen daher nicht unbedingt der Menüstruktur Ihrer Webseite, was eventuell etwas verwirrend sein kann.

Das Backend von TYPO3 ist wie ein Baumdiagramm aufgebaut und entspricht der hierarchischen Struktur der Webseite. Sie finden somit die einzelnen Seiten der Homepage genau da, wo sie auch der Nutzer sieht.

2. Nutzerrollen- und Rechteverwaltung planen 

In der Nutzer- und Rechteverwaltung unterscheiden sich WordPress und TYPO3 deutlich. Es sollte also schon im Vorfeld klar sein, welche Benutzer und Redakteure das CMS künftig pflegen. Zusätzlich sollte eindeutig nachvollziehbar sein, ob es Einschränkungen bei den Lese- und Schreibrechten geben soll. Also, dass bestimme Nutzer oder Nutzergruppen nur auf zugewiesene Bereiche oder Seiten Zugriff haben.  

Standardmäßig bietet WordPress eine relativ überschaubare Benutzerverwaltung an. Demgegenüber können in TYPO3 persönliche Rollen und Sichtbarkeiten bereitgestellt werden. Gerade bei großen Redaktionen oder Abteilungen mit unterschiedlichen Aufgaben ist das sinnvoll. So kann man sich darauf konzentriert, nur die für jede Situation relevanten Inhalte im Backend für Nutzer anzuzeigen. Dadurch erlangt man gerade bei komplexen Projekten eine sehr gute Übersicht. 

3. Mehrsprachigkeit

Im Vergleich WordPress TYPO3 bieten beide Systeme die Möglichkeit, mehrsprachige Internetseiten zu erstellen. TYPO3 bringt von Haus ein ein vielfältiges Instrumentarium mit – bei WordPress wird häufig auf das Plugin „WPML“ zurückgegriffen. Grundsätzlich lassen sich also in jedem System Übersetzungen anlegen, pflegen und unterschiedliche Berechtigungen pro Sprache vergeben.

Referenzen zum Ursprungsdatensatz können einfach beibehalten werden. Das bedeutet: man kann sehr einfach von einer Sprache in die andere springen und bleibt dabei auf derselben Inhaltsseite.

4. Integration eines Online-Shopsystems

Bei WordPress ist es aufgrund der unzähligen Erweiterungen (z.B. WooCommerce, German Market, Stripe) auch für kleinste Unternehmen möglich, einen Webshop zu integrieren. Das ist für TYPO3 nicht so selbstverständlich. Es gibt zwar mit Aimeos, TYPO3 Multishop oder Quickshop ein paar Plugins, aber es ist nicht Usus, TYPO3 als CMS für einen Onlineshop zu priorisieren.

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5. Kosten

Sowohl WordPress als auch TYPO3 sind als Open-Source-Systeme grundsätzlich kostenlos verfügbar. Doch wohl einer der größten Pluspunkte und wahrscheinlich auch der Grund für die Marktführerschaft von WordPress liegen trotzdem in den Kosten, denn in der Gesamtheit wird WordPress oft günstiger sein als TYPO3.

Auch zeigt sich bei der Implementierung der Systeme, dass sich WordPress-Projekte meistens zeitlich effizienter umsetzen lassen als Webseiten auf Basis von TYPO3. Angefangen bei der Erstinstallation über die komplette Entwicklung und Wartung benötigen bei TYPO3 in der Regel mehr Zeit als bei WordPress. Das hat ebenfalls zur Folge, dass bei TYPO3 von höheren Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) ausgegangen werden muss als bei WordPress.

Ebenfalls WordPress-Updates, die Wartung und Pflege der Internetseite wird bei WP in der Regel weniger kosten. Updates sind bei TYPO3 komplizierter und deshalb oft kostspieliger. Hier sehen wir dann in Unternehmen oft die falsche und gefährliche Einstellung, dass die Webseite auf einer eigentlich veralteten und somit unsicheren TYPO3-Version basiert, da man die Update-Kosten scheut. Das ist aus Gründen der Sicherheit wie auch der Aktualität, die der Besucher heute erwartet, nicht zu empfehlen und kann für Sie teurer werden als ein Update.

6. Suchmaschinenoptimierung

Einer erfolgreichen Website liegt heutzutage auch eine ausgeklügelte SEO (Search Engine Optimization) Strategie zugrunde. Denn wer von seiner Zielgruppe auf Google & Co. gefunden werden möchte, muss seine Webseite dementsprechend ausrichten.

WP ist bei der Suchmaschinenoptimierung vorne mit dabei, da es Plugins anbietet, die Ihre Webseite für Suchmaschinen gut aufbereiten (z. B. Yoast SEO). YoastSEO gehört wohl zu den bekanntesten SEO-Plugins überhaupt. Es ist einfach zu bedienen, mit nur wenigen Klicks können Sie alle wichtigen Grundeinstellungen tätigen (z.B. Indexierung, Nofollow, Noindex). Noch dazu haben Sie die Möglichkeit, jeder Seite einen individuellen SEO-Titel und eine SEO-Beschreibung zuzuweisen. Außerdem überprüft das Plugin Keywords und deren Länge und Sie erhalten gleich konkrete Verbesserungsvorschläge. Zusätzlich finden Sie dynamische Inhalte und Kommentare, die von dem CMS an die Suchmaschinen weitergeleitet werden. TYPO3 verlangt hier oft nach aufwendigen Anpassungen.

Vor nicht allzu langer Zeit hat man die erste YoastSEO-Version für TYPO3 veröffentlicht. Die TYPO3-Version von Yoast ist demzufolge noch nicht so weit entwickelt wie die von WordPress. Somit besteht hier bei TYPO3 noch ein gewisser Nachholbedarf gegenüber WordPress, auch was die Konfigurations- und Individualisierungsmöglichkeiten betrifft.

Auch die Ladezeit der Seite insgesamt ist ein Kriterium der Suchmaschinenoptimierung. Eine schnelle Ladezeit ist elementarer Teil einer guten User-Experience – und diese wiederum ein Kriterium für die Suchmaschinenoptimierung. Zur Ladezeit später ein Vergleich.

7. Sicherheit

TYPO3 steht für höchste Sicherheitsstandards. Als das am weitesten verbreitete System bietet WordPress die interessanteste Angriffsfläche für Hacker, da weltweit die meisten Webseiten auf WordPress basieren. Allerdings hat WordPress in Puncto Sicherheit in den letzten Jahren deutlich aufgeholt. Die riesige Community erkennt Sicherheitslücken schnell und beseitigt sie zuverlässig. Außerdem kann die richtige Konfiguration bereits zu Beginn maßgeblich Angriffsflächen vermeiden.

Sowohl TYPO3 als auch WordPress sind sicher. Für WordPress sollten ggf. noch einige den Standard ergänzenden Maßnahmen getroffen werden. Bei beiden Systemen muss man regelmäßig beachten, sowohl bei Templates, Erweiterungen als auch beim Kernsystem, Sicherheitsupdates einzuspielen.

Oft wird TYPO3 bevorzugt von größeren Unternehmen verwendet, was an einem erhöhten Sicherheitsanspruch liegt. Da dieses CMS von Anfang an einen Fokus auf Sicherheit gelegt hat, hat es hierfür den wohl besseren Ruf als WordPress.

Der geringe Marktanteil von sechs Prozent macht das CMS weiterhin für Hacker sehr unattraktiv. WordPress mit einem Marktanteil von über 60 Prozent wird immer wieder Ziel von Hackerangriffen. Die Community ist ständig auf der Suche nach Sicherheitslücken, die durch regelmäßige WordPress-Updates oder WordPress-Sicherheitsupdates dann geschlossen werden müssen.

Ein weiterer Vorteil von TYPO3 besteht darin, dass es auch sehr große Datenmengen ohne Probleme und ohne, dass es nur im Geringsten instabil wird, verarbeiten kann. Wenn bei WordPress zu viele Plugins integriert sind, kann die Seite manchmal etwas instabil werden.

Grafik Sicherheit Vergleich WordPress TYPO3

Grafik: Vergleich verschiedener Content-Management-Systeme im Bezug auf infizierte Webseiten

Grafik Sicherheit TYPO3 vs. WordPress

Grafik: Vergleich Content-Management-Systeme im Bezug auf auslaufenden Sicherheits-Support

8. Plugins / Extensions

Erweiterungen, Plugins bei WordPress oder Extensions bei TYPO3, setzen heutzutage den Vorstellungen für eine Webseite keine Grenzen mehr. Allerdings ist es einfacher, eines der Plugins von WordPress zu integrieren. Um bei TYPO3 vorgefertigte Extensions einzupflegen, muss man oft Typoscript, die Sprache von TYPO3, beherrschen. Und TYPO3 hat in der Vergangenheit besonders bei Updates Probleme bereitet, wenn Fremdextensions benutzt wurden, die keiner Weiterentwicklung unterworfen sind.

Aktuell sind fast 1.300 Erweiterungen für TYPO3 7 LTS verfügbar, sowie fast 800 für TYPO3 8 LTS (https://extensions.typo3.org/). Dem gegenüber steht WordPress mit zirka 55.000 verschiedenen Plugins (https://de.wordpress.org/plugins/). Die Plugins von WordPress unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung durch die Community. Das zieht nach sich, dass es so gut wie keine Kompatibilitätsprobleme bei Updates oder Upgrades entstehen.

Auch punktet WordPress preislich bei den Plugins, TYPO3 zeigt sich hier hochpreisiger. Der Aufwand einer individuell programmierten Erweiterung kann einen unerfahrenen Kunden erschrecken, große Kunden sind mit dem Aufwand oft vertraut und wissen ihn zu schätzen.

9. Technologie WordPress vs. TYPO3

In Beratungsgesprächen vergleiche ich TYPO3 und WordPress gerne mit einem „Tanker“ bzw. mit einem „Schnellboot“. TYPO3 ist dabei der Tanker, der unheimlich viele technologische Möglichkeiten, besonders in der Individualisierung, Softwareentwicklung und Internationalisierung mit bringt. WordPress ist sehr schnell – i.d.R. ist die „Time-To-Market“ deutlich reduziert, da es viele Elemente schon – aber im beschränkten, weil vordefinierten, Rahmen – gibt.

Sebastian Kübler, Gründer von ECONSOR

Als deutsches Qualitätsprodukt hat der Ruf von TYPO3 deutlich gelitten, als zwischen den Versionen 4 und 6 (es gab keine Version 5) ein so großer Versionssprung vorgenommen wurde, dass ein Update nicht möglich war. TYPO3 hat damals eine so tiefgreifende Aktualisierung des Systems vorgenommen, dass ein Update (also die Migration der bestehenden Daten) schlicht nicht mehr möglich war. Dieser Technologiesprung hatte zwar enorme Verbesserungen der Gesamtarchitektur zu Folge, aber für zahlreiche Anwender und Enterprise-Kunden hat die Marke TYPO3 unter dem „Quasi-Zwang“ zum Komplett-Relaunch gelitten.

Im Gegensatz dazu kam WordPress bisher ohne derartige Versionssprünge aus, die in eine Sackgasse mündeten.

Es ist allerdings zu sagen, dass die Quellcode-Qualität und die Software-Architektur der Systeme TYPO3 und WordPress sich nicht vergleichen lässt. TYPO3 kann einfach mit deutlich mehr Enterprise-Features aufwarten – muss dafür aber auch mit einer größeren Technologie-Architektur aufwarten. Das „Leichtgewicht“ WordPress hingegen ist von Haus aus deutlich schlanker. Sobald die Anforderungen dann aber größer werden, weil ein Projekt skaliert, besteht die Gefahr, dass WordPress sozusagen die Luft aus geht.

10. Ladezeit

Gemäß einer Studie zur Ladezeit von TYPO3-Seiten laden diese deutlich schneller als WordPress-Seiten.

  • Während nur ca. 24% der WordPress-Seiten eine schnelle Ladezeit haben, sind es bei TYPO3 satte 45%.
  • Im Mittelteil der „Durchschnittlichen Ladezeit“ sind TYPO3- und WordPress-Seiten vergleichbar.
  • Langsam laden ca. 25% aller WordPress-Seiten – bei TYPO3 sind es nur 13%. 
Vergleich Ladezeit der besten Content-Management-Systeme

Ladezeiten diverser CMS im Vergleich, Quelle: https://discuss.httparchive.org/t/cms-performance/1468

Insgesamt ist also die Ladezeit von Internetseiten auf Basis von TYPO3 im Durchschnitt deutlich schneller. Konkret ergibt sich im Vergleich von TYPO3 und WordPress folgende Datenlage: 

SystemHäufigkeitSchnellDurchschnittLangsam
WordPress16690823.75%50.10%26.15%
TYPO3 CMS541744.82%42.36%12.82%

Quelle: httparchive.org, https://docs.google.com/spreadsheets/d/1lBQ0T1VBlBrpkv5Q1vQJkU8hnya_5tRczf9c5TfIgnQ/edit?usp=sharing

11. Deployment-Prozesse

Beim Deployment-Prozess, auch bekannt als Softwareverteilung, geht es um das Entwickeln und Ausspielen von neuen Inhalten für die Webseite. Genauer gesagt wird beim Deployment-Prozess eine Serverinstanz erstellt, die identisch mit dem Live-System ist. Auf diesem sogenannten Staging-System können dann Änderungen und Updates am Inhalt der Webseite vorgenommen werden, ohne dass sie öffentlich für den Nutzer sichtbar sind.  

Im Vergleich zu WordPress bietet TYPO3 die ideale Grundlage für die etablierten Deployment-Prozesse. Hier funktioniert das Testen und Ausspielen von neuen Funktionen über Entwicklungs-, Staging- und produktiven Systeminstanzen. 

In WordPress ist dieser Prozess noch nicht so ausgereift. Hier kann der Deployment-Prozess über Plugins, wie etwa https://wp-staging.com/ oder https://wpstagecoach.com/ erreicht werden. 

12. Voraussetzungen für TYPO3- und WordPress-Hosting

WordPress stellt keine besonderen Anforderungen an den Webservice. Ein paar technische Gegebenheiten gehören jedoch dazu: 

  • Eine PHP-Version ab Version 7.3 
  • MySQL mit der Version von min. 5.6 oder MariaDB ab Version 10.0 
  • Aktuelle Webservice Software mit Apache oder Nginx. Dabei wird die Unterstützung von MySQL und PHP vorausgesetzt. 

TYPO3 stellt als Grundvorussetzungen ähnliche Ansprüche: 

  • PHP-Version 5.5 für TYPO3 7. Ab TYPO3 8 min. PHP-Version 7 
  • MySQL mit der Version von min. 5.6 oder MariaDB ab Version 10.0 
  • Arbeitsspeicher von min. 125 MB RAM 
  • PHP-Konfiguration mit min. 64 MB Memory-Limit (Apache, IIS, NGINX) 

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TYPO3 oder WordPress im direkten Vergleich

 TYPO3WordPress
Bedienung, Pflege und Wartung
  • aufwendiger
  • erfordert Fachkenntnisse
  • nach kurzer Einarbeitungszeit auch für Laien machbar
Benutzerverwaltung
  • Bereitstellung individueller Rollen und Sichtbarkeiten
  • Eingeschränkte Benutzerverwaltung
Kosten
  • höher
  • geringer
Internationalisierung & Multisites
  • von Haus aus möglich
  • sehr komfortabel
  • flexibel anpassbar
  • durch Erweiterungen möglich
  • komplizierter / nicht intuitiv
  • begrenzter Umfang
Änderungen und Updates
  • sehr sicher
  • weniger verbreitet, daher seltener Hacker-Angriffsziel
  • hohe Stabilität
  • Hilfe durch Support-Team
  • anfälliger für Hacker-Angriffe aufgrund der hohen Verbreitung und der vielen Tausend Erweiterungen mit möglichen Sicherheitslücken
  • Sicherheitsrisiko wächst mit der Anzahl der verwendeten Plug-ins
Erweiterbarkeit
  • Baum-Struktur (konzipiert auch für große Datenmengen)
  • für hohe Datenlasten ausgelegt
  • Problemloses Verarbeiten großer Datenmengen
  • Listenstruktur (bei größeren Datenmengen unübersichtlich)
  • Probleme bei hohen Datenlasten
  • kann bei Verwendung vieler Plug-ins abstürzen
Sicherheit
  • günstiger, da viele Aufgaben intern übernommen werden können
  • Updates generell unkompliziert
Hohe Datenlasten
  • hochgradig individualisierbar
  • an spezielle Anforderungen anpassbar
  • Internationale Nutzung möglich
  • weniger individualisierbar
  • riesige Auswahl fertiger Erweiterungen erhältlich
  • große Auswahl an Themes
Suchmaschinen-
optimierung
  • Maßnahmen für ein besseres Ranking in Suchmaschinen sind aufwendiger
  • Inhalte werden für Suchmaschinen optimiert aufbereitet
  • Viele Möglichkeiten für SEO
Community
  • überwiegend in Deutschland
  • riesig, international
  • große Bandbreite von professionell bis zu Privatanwendern
Deployment-Prozesse
  • Bietet eine ideale Grundlage
  • Prozess über Entwicklungs-, Staging- und produktiven Systeminstanzen
  • Deployment-Prozess über Plugins wie https://wp-staging.com/, https://wpstagecoach.com/
Hosting-Voraussetzungen
  • PHP-Version 5.5 für TYPO3 7. Ab TYPO3 8 min. PHP-Version 7
  • MySQL mit Version von min. 5.6 oder MariaDB ab Version 10.0
  • Arbeitsspeicher min. 125 MB RAM
  • PHP-Konfiguration min. 64 MB Memory-Limit (Apache, IIS, NGINX) 
  • PHP-Version ab Version 7.3
  • MySQL min. Version 5.6 oder MariaDB ab Version 10.0
  • aktuelle Webservice Software mit Apache oder Nginx.

Fazit: TYPO3 oder WordPress?

Die richtige Antwort lautet leider: „Es kommt darauf an.” Aber mit beiden Systemen machen Sie grundsätzlich nichts falsch. In Vergleichen von Content-Management-Systemen belegen TYPO3 und WordPress die vorderen beiden Plätze.

TYPO3 bietet Vorteile bei komplexen Aufgabenstellungen und Projekten. Auch, wenn Sie einen individualisierten Webauftritt anstreben, mit dem Sie aus der Masse herausragen, ist TYPO3 Ihr System. Es bietet für mittlere und größere Unternehmen ein hohes Maß an Flexibilität und besitzt viele Möglichkeiten zur Skalierung. Auch in Fragen der Sicherheit ist TYPO3 führend. Es ist schlicht das Enterprise-System, das Ihnen alle denkbaren Erweiterungen möglich macht.

WordPress ist vergleichsweise einfach strukturiert und hat einen unermesslichen Funktionsumfang durch die große Community. Wenn Ihre Vorstellungen mit WordPress nicht nur einfacher sondern somit auch günstiger umzusetzen sind, ist WordPress als Content-Management-System zu empfehlen.

Wie in vielen Fällen müssen wir also darüber reden, wenn wir eine verbindliche Empfehlung für Ihren Unternehmenserfolg aussprechen sollen.

2 Kommentare
  1. Hans Albin Ulrich
    Hans Albin Ulrich sagte:

    Ein Hallo an das ECONSOR-Team
    Danke für diesen guten Blog. Mit dem Vergleich TYPO3 und WordPress haben Sie mir geholfen.
    Ich habe mit Jimdo ein paar erste Schritte gemacht. Werde, so denke ich im Moment, demnächst auf WP umschwenken.
    Wenn ich dann Fragen habe erinnere ich mich gerne wieder an euren Beitrag hier.
    MFG
    Hans A. Ulrich

    Antworten
    • katrinbirkicht
      katrinbirkicht sagte:

      Hallo Hans A. Ulrich,
      vielen Dank für das freundliche Feedback. Es freut uns, dass wir Ihnen weiterhelfen konnten. Mit WordPress machen Sie auf jeden Fall keinen Fehler. Gerne stehen Ihnen unsere Experten auch persönlich bei Fragen zur Verfügung.

      Viele Grüße
      Ihr ECONSOR-Team

      Antworten

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