Die populärsten Content-Management-Systeme im direkten Vergleich

Generell ist es so, dass Ihre Präsenz im Internet mit über Ihren Erfolg entscheidet. Hierfür müssen sämtliche Informationen für Ihre Nutzer schnell zugänglich sein. Ohne ein Content-Management-System (CMS) würde das für Sie bedeuten, doch einiges an Programmierkenntnissen mitzubringen und vor allem auch Zeit. Deshalb ist die Wahl eines richtigen Content-Management-Systems (CMS) essenziell. Allerdings stoßen wir immer wieder auf Unsicherheiten bei unseren Kunden. Es kommt immer wieder die Frage auf: TYPO3 oder WordPress?

Wir versuchen, allgemein verständlich auf diese Frage zu reagieren und vielleicht hier im Vorfeld einige dieser Unsicherheiten auszuräumen.

Auf welches CMS man letztendlich baut, ist von den Anforderungen abhängig, die man an seine Webseite hat. Typo3 eignet sich besonders für größere Firmen mit umfangreichen Projekten und großen Datenmengen, für KMUs ist oft jedoch WordPress die ideale Lösung. 

Victoria Neugebauer, Projektleiter TYPO3

1. Benutzerfreundlichkeit

Auf jeden Fall ist es als Nicht-Entwickler schwieriger, sich im Backend von TYPO3 zurechtzufinden. Um hier alle Wünsche der Kunden bedienen zu können, benötigt man ein gewisses Verständnis für die Zusammenhänge und oft die Unterstützung eines Programmierers. Hier finden Sie verschiedene Menüpunkte und auch Seitenansichten können einen anderen View zeigen als die Listenansicht. Eine Seite wird über die verschiedenen Elemente wir Heads, Content, Bilder, Statistiken etc. aufgebaut, was bei einer komplexen Seitenstruktur etwas an Logik erfordert.  

Das Backend von WordPress zeigt Ihnen eine einzige Ansicht, die auf einem RTE (Rich Text Editor) und verschiedenen Pagebuildern (z.B. Visual Composer, Divi etc.) aufbauen, die man  sogar über Drag&Drop bedienen kann. WordPress bietet eine umfassende Anzahl an Plugins für jegliche Bedürfnisse, die von der Community ständig weiterentwickelt werden. Somit sind hier Kompatibilitätsprobleme bei neu erscheinenden Versionen nahezu ausgeschaltet. 

Momentan sind fast 1.200 Erweiterungen für TYPO3 8 LTS verfügbar, sowie nahezu 680 für TYPO3 9 LTS. Dem gegenüber steht WordPress mit zirka 55.000 verschiedenen Plugins.

2. Mehrsprachigkeit

Sowohl TYPO3 als auch WordPress bieten die Möglichkeit, mehrsprachige Internetseiten zu erstellen. TYPO3 bringt von Haus ein ein vielfältiges Instrumentarium mit – bei WordPress wird häufig auf das Plugin “WPML”  zurückgegriffen. Grundsätzlich lassen sich also in jedem System Übersetzungen anlegen, pflegen und unterschiedliche Berechtigungen pro Sprache vergeben. Referenzen zum Ursprungsdatensatz können bei TYPO3 beibehalten werden. Das bedeutet: man kann sehr einfach von einer Sprache in die andere springen und bleibt dabei trotzdem auf derselben Inhaltsseite.

3. Integration Online-Shopsystem

Bei WordPress ist es aufgrund der unzähligen Erweiterungen (z.B. WooCommerce, German Market, Stripe) auch für kleinste Unternehmen möglich, einen Webshop zu integrieren. Das ist für TYPO3 nicht so selbstverständlich. Es gibt zwar mit Aimeos, TYPO3 Multishop oder Quickshop ein paar Plugins, aber es ist nicht Usus, TYPO3 als CMS für einen Onlineshop zu priorisieren. 

4. Kosten

Sowohl WordPress als auch TYPO3 sind als Open-Source-Systeme grundsätzlich kostenlos verfügbar. Bei der Implementierung der Systeme zeigt sich aber, dass WordPress-Projekte in der Regel zeitlich effizienter umsetzen lassen als Projekte auf Basis von TYPO3. Die Erstinstallation, die gesamte Entwicklung und Wartung sind bei TYPO3 in der Regel zeitintensiver als bei WordPress. Insgesamt muss bei TYPO3 von höheren Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) ausgegangen werden als bei WordPress.

Für Individualisierungen bieten beide Systeme bestehende Erweiterungen, die von der Community entwickelt werden. Insgesamt gibt es deutlich mehr Erweiterungen von WordPress als von TYPO3, da die WordPress-Community deutlich größer (weil sehr international) ist. Generell sind somit WordPress-Projekte günstiger. Nach unserer Erfahrung kommt es hier aber sehr stark darauf an, wie sehr Abstriche an Individualität, Stabilität und klassischen Software-Entwicklungs-Prozessen gemacht werden können. Je größer Projekte sind, umso mehr rechnet sich auf die Dauer das größere System TYPO3.

5. Suchmaschinenoptimierung mit Yoast

YoastSEO gehört wohl zu den bekanntesten SEO-Plugins überhaupt. Es ist einfach zu bedienen. Mit nur wenigen Klicks können Sie alle wichtigen Grundeinstellungen betätigen (z.B. Indexierung, Nofollow, Noindex). Noch dazu haben Sie die Möglichkeit, jeder Seite einen individuellen SEO-Titel und eine SEO-Beschreibung zuzuweisen. Noch dazu überprüft das Plugin Keywords und deren Länge und Sie erhalten gleich konkrete Verbesserungsvorschläge. 

Doch vor nicht allzu langer Zeit hat man die erste YoastSEO-Version für TYPO3 veröffentlicht. Doch bei TYPO3 benötigen Sie für die Installation eine gewisse Kenntnis des Systems. Somit besteht hier bei TYPO3 noch ein gewisser Nachholbedarf gegenüber WordPress, auch was die Konfigurations- und Individualisierungsmöglichkeiten betrifft.

6. Sicherheit

TYPO3 steht für höchste Sicherheitsstandards. Als das am weitesten verbreitete System bietet WordPress die interessanteste Angriffsfläche für Hacker, da weltweit die meisten Webseiten auf WordPress basieren. Allerdings hat WordPress in puncto Sicherheit in den letzten Jahren deutlich aufgeholt. Die riesige Community erkennt Sicherheitslücken schnell und beseitigt sie zuverlässig. Außerdem kann die richtige Konfiguration bereits zu Beginn maßgeblich Angriffsflächen vermeiden.

Sowohl TYPO3 als auch WordPress sind sicher. Für WordPress sollten ggf. noch einige den Standard ergänzenden Maßnahmen getroffen werden. Bei beiden Systemen muss man regelmäßig beachten, sowohl bei Templates, Erweiterungen als auch beim Kernsystem, Sicherheitsupdates einzuspielen.

Fazit Typo3 

  • Hohe Stabilität mit geringen Sicherheitslücken
  • Nutzung auf breiter internationaler Basis
  • Support-Team zur Unterstützung 
  • Multi-Domain Eignung
  • Verarbeitung großer Datenmengen

Fazit WordPress 

  • Riesige Auswahl an Plugins und Themes
  • Integrierte Möglichkeiten für SEO
  • Updates unkompliziert
  • Kosten geringer
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