Der nächste große Schritt des Content-Management-Systems

Insgesamt ist TYPO3 mittlerweile bei über 50 Releases und geht den nächsten großen Schritt in Richtung Frontend-Bearbeitung. Im September erschienen die Erweiterungen für TYPO3 10.4.7  / TYPO3 10.4.8 und deren Zukunftsaussichten  und TYPO3 9.5.21. Doch die Planung ist weiter in vollem Gange und wir als TYPO3-Agentur sind gespannt, was die Version des Frontends 2.0 wohl alles an Neuem bringt und ob es noch in diesem Jahr zum Release kommt.

Die Macher der Community trafen sich im Juni dieses Jahres, um alle Features festzulegen, die das neue Frontend leisten muss. Im Anschluss an das Treffen hat man auch eine Arbeitsgruppe gebildet, die weiter in der Ideenfindung ist, Entwicklungen vorantreibt und auch gleich diese Entwicklungen auf Herz und Nieren prüft.

After thousands of hours of development and three beta releases the core team is proud to announce the immediate availability of TYPO3 Flow 2.0, final version. An amazing amount of feedback and new ideas went into this release which makes it a super fast, innovative, and mature application framework.

Robert Lemke, TYPO3 Development

Die Community fordert offiziell auf, an der Entwicklung teilzunehmen, Wünsche zu äußern und mitzutesten.

Support für TYPO3 v8 wird für den Front Editor eingestellt

Große Updates, auch Core Updates, brechen meistens mit gewohnten Mustern. So wird TYPO3 v8 nicht mehr unterstützt und vieles aus dem Code hat man im Zuge dessen bereinigt und die Funktionalität ins Backend verschoben. Das bringt den Vorteil, dass die Benutzeroberfläche jetzt mehr dem von der Community angestrebten TYPO3 Standard entspricht.

Erste Stimmen werden laut, dass um die Jahreswende mit der neuen Version zu rechnen ist. Eine genaue Auflistung der Änderungen ist noch nicht offiziell, aber man hat schon geäußert, dass man mit den großen Veränderungen startet und geplante kleinere Anpassungen mit sukzessiven Releases nachschiebt.

IST-Zustand

Die Entwickler befinden sich nach eigenen Angaben auf einer Entdeckungsreise. Die Projektleiter des im Juni stattgefundenen Treffens haben selbst an der Fehlerbehebung, der Performance und einer optimierten User Experience gearbeitet und zeigen sich zuversichtlich, lassen allerdings noch Luft nach oben:

Wir haben heute einen produktionsbereiten Frontend Editor, aber wir sind erst am ersten Meilenstein auf einer viel längeren Reise.

TYPO3 Community

Frontend Editor vs. Gutenberg

Man nimmt jetzt schon offiziell Abstand vom Frontend Bearbeitungsansatz „Gutenberg” von WordPress.

Die Erklärung: TYPO3 legt Wert auf eine klare Trennung von Daten, Ansichten und Fluid-Vorlagen. Man gibt zu, dass es dadurch etwas schwieriger wird, dem Frontend Editor ein echtes Plug-and-Play-Gefühl zu geben und man Vorlagen manuell konfigurieren muss. Grund dafür ist, dass die Vorlagen nicht zuordnen können, woher die Datensatz- und Feldeigenschaftsdaten stammen.

Der Gutenberg-Ansatz von WordPress verknüpft den gesamten bearbeitbaren Inhalt in einem Rich-Text-Bearbeitungsfeld. Demzufolge vermischen sich Daten, Ansichten und Informationen. TYPO3 sieht hier den Nachteil, dass sich strukturierte Daten, die sich auf Skalierbarkeit, Wartbarkeit, Leistung etc. auswirken, nicht mehr vorteilhaft auswirken. Die Community ist mit einer optimierten Lösung aktuell gefordert.

Die 3 Hauptziele des Frontend-Editors 2.0

Fest steht, dass sich die erste Version des Frontend Editors von TYPO3 in drei Hauptziele gliedert, die auf Veränderung, Fehlerbehebung und eine Verringerung des Wartungsaufwands abzielen.

Hauptziel 1: Frontend Editing im Backend-Modul

Schon die letzte Version von TYPO3 war reaktionsschnell und das Backend hat es ermöglicht, fast die gesamte Benutzeroberfläche auszublenden. Und um die gesamte Frontend-Seite anzuzeigen, können Sie die Modulliste einfach minimieren und den Seitenbaum ausblenden. Das hat die Vorteile, dass Sie keine separate Seitenbaumimplementierung verwalten müssen und vorhandene Benutzeroberflächendesigns und Konventionen verwenden können. Auch lädt Ihre Webseite schneller und hat weniger benutzerdefinierte Ressourcen. Darüber hinaus denkt TYPO3 auch an seine Entwickler und möchte diesen auch ein bestmögliches Bearbeitungserlebnis verschaffen.

Hauptziel 2: Bereinigung den Codes

Ein schlanker Code ist schneller und einfacher in der Wartung. Die Bereinigung geht weiter dahin, dass Debuggen durch die Aufteilung von Klassenmethoden erleichtert wird.

Hauptziel 3: Verbesserte Testabdeckung und CI-Workflow

Der Frontend Editor wird in die TYPO3-API eingebunden. Momentan ist das Hinzufügen des Frontend Editors noch mit einigem Aufwand verbunden, führt leicht zu Fehlern und kann somit seine angestrebte Magie noch nicht voll entfalten. Hier kommt auch wieder der Cleaner-Code ins Spiel und erleichtert Unit- und Funktionstests. Mit einem neuen und umfassenden Testverfahren können Sie zukünftig Probleme im CI-Workflow viel leichter erkennen und auch beheben. Die Resultate liegen bei einer besseren Stabilität und in einem geringeren Zeitaufwand bei der Behebung von Fehlern.

Die TYPO3 Wunschliste

Die Community ruft flächendeckend auf, Beiträge zur Frontend Editor abzugeben. Hier ist jeglicher Input gefragt, egal, ob es sich um das Schreiben von Codes, Tests oder Sponsoring handelt.

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