Wie Ihnen das kostenlose Tool helfen kann:

Mit der Google Search Console (GSC, ehemals Google Webmaster Tools), einem kostenlosen Analyse-Tool von Google, können Sie Ihre Webseite untersuchen und auch die eine oder andere Einstellungen für Ihre Suchmaschinenoptimierung vornehmen.

Sie können damit technische Fehler aufspüren, Informationen darüber bekommen, wie viele Besucher auf Ihre Seite gehen und Aufschluss über eventuelle Backlinks erhalten. Wenn Sie hier auf schädliche Backlinks stoßen und diese nicht löschen können, ist es möglich, diese über das Google Disavow-Tool  zu entwerten.

1. Wie crawlt mich eigentlich Google?

Die Search Console gibt Ihnen hierzu Feedback und auch Empfehlungen. Sie können herauslesen, ob Google Ihre Webseite eigentlich so interpretiert, wie Sie es auch gerne hätten!

2. Wie oft googelt man meine Marke?

Google hat hier den Reiter „Leistung“ (in der alten Version hieß es noch Suchanalyse) und weiterhin den Wert „Impressionen“. Da klicken Sie auf „Neu“ und „Suchanfrage“, wo Sie jetzt Ihre Marke unter „Suchanfrage ist genau“ eingeben. Jetzt erhalten Sie von Google Impressionen entsprechend Ihrem Suchvolumen im ausgewählten Zeitraum. Genau zeigt Ihnen das jetzt an, wie oft eine Ihrer Seiten in den Suchergebnissen aufgetaucht ist. Wenn Sie wissen möchten, über welche Suchbegriffe der Nutzer überhaupt zu Ihnen gelangt ist, müssen Sie „Leistung“ aufrufen. Hier sehen Sie praktischerweise genau, wie viele Klicks für welche Ihrer Suchanfragen generiert wurden.

3. Für welche Keywords rankt Ihre URL?

Das erfahren Sie unter „Neu“, „Seite“ und „URL ist genau“ – hier zeigt Ihnen Google alle Suchanfragen an, für die Sie ranken. Allerdings sollten Sie dabei ein wenig aufpassen, denn hier kann ein falsches Bild gezeigt werden. Wenn Sie noch nicht vorne mitspielen oder auch in Longtail-Anfragen wenig Suchen verzeichnen. Es kann eben generell hier einfach weniger Anfragen geben.

4. Ein Keyword = eine URL!

Ihre Keywords sollten jeweils nur für ein URL ranken. Sonst kommt es zum sogenannten Keyword-Kannibalismus, denn die Seiten schaden sich dann gegenseitig indem sie schlechter ranken. Ob bei Ihnen das der Fall ist, können Sie auch unter dem Reiter „Leistung“ erfahren, indem Sie das Keyword anklicken oder über „Neu“ und „Suchanfrage“ gehen. Ihre Konkurrenz können Sie unter dem Wert Klicks, Impressionen und Position betrachten. Hierbei muss es sich bei mehreren unter diesem Keyword rankenden Seiten nicht um einen Kannibalismus handeln, nur wenn Google nicht klar priorisiert und die Seiten etwa gleich viele Impressionen haben, müssen Sie zu Maßnahmen greifen. Vorbeugend kann man hierfür die Keywordmap von Google nutzen.

5. Wie behandle ich eventuellen Duplicate Content?

Duplicate Content vermeiden Sie zum einen, wenn eine 301-Weiterleitung keinen Sinn ergibt durch ein Canonical-Tag, das Google quasi über diesen Tatbestand informiert. Durch eine kanonische URL teilt man Google mit, welche URL man priorisiert, „rel=canonical“ gibt Google dann Auskunft, welche der beiden Seiten nach vorne rutschen soll.

In Verbindung mit einem hreflang (Anweisung für verschiedene Länder- und Sprachversionen) kann es sein, dass Google dies nicht akzeptiert. Hier kann es dann sein, dass sich hreflang-Attribut und der Canonical-Verweis widersprechen. Prüfen können Sie das bei der URL-Prüfung oder in der Abfrage über „info“. Die URL, die Google nun anzeigt, ist die kanonische.

6. Wie crawlt Google Ihre gerade geänderte Webseite?

Wenn Sie das zeitnah wünschen, können Sie Ihre URL einfach in die URL-Prüfung geben und eine Neuindexierung beantragen. Google versteht dann genau das Signal einer Veränderung der Seite. Sie können die Webseite auch erst einmal der URL-Prüfung unterziehen, bevor Sie einen Neucrawl initiieren.

7. Wie ranke ich gut mit Schwellenkeywords?

Mit Suchanfragen, die sich an der sogenannten Schwelle zu einem sehr guten Ranking befinden, können von Ihnen definiert werden und man identifiziert sie über die Suchanfragen. Beachten Sie hier besonders die Schwellen zu der nächsten Seite, also die Positionen 11 und 12, wie auch die Top-Five-Positionen.

Hierbei unterstützt Sie auch die Snippet-Optimierung und eine sinnvolle interne Verlinkung. Das kann schon genügen, um Sie ein paar Positionen nach oben zu bringen.

Ausgefeilter wird es noch, wenn Sie sich Ihre Schwellenkeywords auflisten. Mit einer CSV-Datei, die Sie auslesbar aufbereiten, können Sie jetzt einen Filter setzen und nun entscheiden, wo Sie Ihre Seiten anordnen möchten. Bleiben Sie hier aufmerksam, ob es sich tatsächlich um ein Schwellenkeyword handelt und es sich um die relevante Seite handelt!  

8. Hat Ihre Seite 404-Fehler?

Seiten, die gar keinen Inhalt oder nur einen Thin-Content ausweisen, haben den Code 404 (not found) oder 410 (gone). Auch der Status 200 (ok) kennzeichnet einen Soft-404-Fehler, aufgepasst!

Löschen Sie diese Seiten unbedingt, es wirkt sich meistens unmittelbar positiv auf Ihr Ranking aus.

Was bietet die neue GSC und wofür müssen Sie noch die alte Version nutzen?

Zwei unschlagbare Vorteile:

Noch immer wurden nicht alle Funktionen in die neue Google Search Console integriert und somit ist auch die alte Version noch erreichbar. Der Hauptmangel der alten Version liegt darin, dass hier nur drei Monate zurückliegende Daten analysiert werden können. Die neue Version bietet mit 16 Monaten schon mehr Information!

Die Prüfungsfunktion für die URLs ist auch ein erheblicher Vorteil, vor allem bietet der Live-Test die sofortige Prüfung an, ob eine Maßnahme erfolgreich war.

Was noch fehlt:

  • Statistiken, die zeigen, wie die Seite pro Tag gecrawlt wird
  • robots.txt tester
  • Konfigurieren der URL-Parametern
  • hreflang-Fehleranzeige
  • Data Highlighter 
  • Prüfung von Structured Data
  • Property-Sätze
  • HTML-Verbesserungen für die Snippet-Prüfung
  • Tool zur Adressänderung
  • Sicherheitsinformatione von Spam oder Hackerangriffen
  • Festlegen der Website-Version https statt http
  • URLs (zeitweise) aus dem Index entfernen
  • Blockierte Ressourcen
  • Abruf wie Google Ihre Seite sieht

Ob Google dies alles noch in die neuen Version integriert, bevor die alte GSC abgeschaltet wird – man weiß es nicht. Die Aussage, dass Google die alte Version „after a reasonable period“ abschaltet, ist recht ungenau. Wir bleiben informiert!

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