Die kommende Technologie von Shopware 6.

Im Shopware Playground ist es möglich, Shopware 6 bzw. Shopware Next zu testen. econsor hat sich für Sie auf die  „Spielwiese” begeben und wir können sagen, dass es sich nicht um einen reinen Versionswechsel handelt.

Was kommt mit Shopware 6 auf uns zu?

Wir müssen ganz klar feststellen: Hier wird es nicht mit einem Betätigen des Update-Buttons getan sein. Shopware 6 wartet mit einem System auf, das mit einer komplett neuen Programmierung im Frontend wie auch im Backend aufwarten wird. Der Grundgedanke von Shopware wird zwar weiter bestehen, allerdings können wir schon jetzt von einer gänzlich neuen Shopware-Welt sprechen, die nicht auf der gewohnten Programmierung  aufbaut.

econsor auf der Spielwiese

Für erste Versuche hat Shopware den „Shopware Playground“ entwickelt, der für die Shopware-Partner einen ersten Überblick über das Kommende gibt.Gleich anfangs wird schon deutlich: Man geht weg von der klassischen Web-Ansicht. Man erhält eine fertige Installation, die die Frage aufwirft, ob man für Shopware 6 noch einen klassischen Hoster benötigt, oder ob eine Art Cloud-Instanz per Klick zu installieren ist.

Software-Boxen mit virtuellen Maschinen, die man hoch- und herunterfahren kann, machen die Software individuell besser anpassbar und auch das Staging lässt sich hier sogar automatisch einbinden.  

„Administrationsoberfläche” statt Backend

Shopware stellt eine komplett neue und ansprechende Administrationsoberfläche (O-Ton Shopware) zur Verfügung, damit zwischen „Shopware Backend“ und „Frontend“ in Bezug auf eben die Administrationsoberfläche keine Missverständnisse entstehen. Nur diese Administrationsoberfläche wird dann dem Nutzer angezeigt.

Ins Auge fällt die Suche, die Shopware aufgrund des sich ändernden Nutzerverhaltens prominent und detailliert gestaltet hat. Hier ist allerdings klar, dass man noch am Entwickeln ist.

Integration der Produkte

Die Produktliste mit Titel, Beschreibung, Rich Text Editor zur Formatierung usw. bleibt im Großen und Ganzen erhalten,  uns ins Auge gefallen ist aber ein flexiblerer Einsatz der Artikelnummern. Usus war bei den Shopware-Artikelnummern die Bezeichnung „SW10001“, von hier konnte man dann hochzählen. Das ist nun individueller und auch interessanter angelegt.

Veränderung der Preise

Hier ist uns einiges aufgefallen, z. B. wird für den bereits hinterlegten Steuersatz und die automatische Berechnung des Brutto- und Nettopreises dann eine Berechnung auf mehrere Stellen nach dem Komma möglich sein. Bei der Version 5 konnte es noch zu Rundungsfehlern kommen, was bei der neuen Version deutlich besser gelöst ist.

Schwächen zeigt Shopware gegenüber anderen Systemen im Bereich von erweiterten Preisberechnungen. Hier versucht man sich zu verbessern und differenzierte Preisregeln zu ermöglichen. Hier bleibt die Entwicklung spannend, da hier ein gewisser nachholbedarf des Systems besteht.

Artikeleinstellungen

Bei den klassischen Einstellungen für Artikel, wie beispielsweise der Lagerbestand, die Verkäufe, ist die Lieferung versandkostenfrei u. ä., ist Shopware auch auf einem guten Weg zu einer freien Textfeldverwaltung. Für die Produkte selbst oder ihre Beschreibungen gibt es noch nichts Revolutionäres zu berichten.

Anlegen diverser Kategorien

In Bezug auf Kataloge und Kategorien sind wiederum einige Erleichterungen sichtbar: Shopware 6 bietet einen Default-Catalog, der in Kategorien, Medien und Produkten aufteilt. Für das Anlegen komplett neuer Kategorien gibt es  einen einfach zu bearbeitenden Kategoriebaum, der angenehm zu verwalten ist. Eine dynamische Katalogverwaltung wird es ebenfalls geben, die individuelle Sortimentszusammenstellungen ermöglicht, auch in verschiedenen Sprachen.

Die Zukunft des E-Commerce zwingt hier zum Weiterdenken, so kann ein Alexa Voice Client mit einem vielleicht kleineren Produktangebot mit den wichtigsten Angeboten, zu einer direkten Bestellung in den relevanten Verkaufskanälen führen.

Trennung von Bestellung und Lieferung

In Shopware 6 wird es eine Unterscheidung von Bestellung und Lieferung geben, was so noch nicht vorlag, da bis dato eine Bestellung auch gleichzeitig eine Lieferung ist. Der E-Commerce der Zukunft verlangt aber nach Schnelligkeit und Unmittelbarkeit. Wenn dann jedoch einzelne Teile einer Bestellung nicht lieferbar sein sollten, muss eine rasche Nachlieferung gewährleistet sein. Das hat die logische Konsequenz, dass man eine Bestellung in mehrere Lieferungen aufspalten können muss.

Zukunftsperspektive Integration

Im Bereich Einstellungen ist hier das Thema Integration recht interessant. Hier wird besonders deutlich, dass Shopware 6 in Zukunft auf Schnittstellen und Integrationen basieren wird. Integrationen sind andere Systeme, mit denen man Shopware kompatibel macht. Dazu muss man zukünftig einfach nur den Titel und die Zugangsdaten der Schnittstelle eingeben. Schnittstellen wie z. B. Paypal sind sogar schon vorhanden und einfach zu integrieren.

Ausblick E-Commerce mit Shopware

Noch nicht viel geändert hat sich bei der Medienverwaltung und beim Bestellstatus. Hinsichtlich der anzulegenden Kundenstruktur, besonders beim Punkt eines CRM,  warten wir auch noch auf Möglichkeiten zu einer besseren Differenzierung.

Shopware 6 trennt sich von der festen Verbindung zwischen Shopware Backend (mit der Shopware Core Logik) und Shopware Frontend. Die Zukunft basiert bei Shopware in Verkaufskanälen Richtung Storefront. Aber auch „One-Pager“ oder eine Alexa-Integration, dass der Shopware-Shop direkt über Alexa gestartet und man bestellen kann.

Headless E-Commerce

Die Ausrichtung der Shops, das wird bei Shopware 6 deutlich, wird über die Stimme gehen. Hier spielen dann, weg vom klassischen Frontend,  Smart-Watches und viele weitere Alternativen eine Rolle.

Wir denken, dass Shopware 6 nicht vor Mitte / Ende 2020 zum allgemeinen Einsatz kommt. Sicherlich wird bis dahin auch Shopware 5 weitere Anpassungen und Entwicklungen beinhalten, aber es zeigt auf, wie wichtig ein Umdenken für die Zukunft des E-Commerce sein wird und es bleibt interessant, wie sich in der Entwicklung von Shopware 6 diese Veränderungen abzeichnen. Wir werden weiter für Sie auf dem Laufenden bleiben und berichten.  

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