Blogbeitrag Bild Das wichtigste über Magento

Das Wichtigste über Magento

Dieser Artikel ist Nummer 2 von 3 im Special "PrestaShop vs. Magento"

Ein Vergleich der beiden Shopsysteme Magento und PrestaShop zu verschiedenen Grundthemen sollen bei der Auswahl des geeigneten Shopsystems unterstützen.

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Finden Sie Ihr Shopsystem

Im vorherigen Teil unserer Serie haben wir PrestaShop vorgestellt. In diesem Beitrag der Serie, nehmen wir das Shopsystem Magento genauer unter die Lupe.

Hintergrund/Ursprung

Magento wurde ursprünglich von dem Unternehmen Varien Inc. programmiert und 2007 als Open-Source-Software veröffentlicht. Die Software erfreute sich von Beginn an großer Beliebtheit und wurde von der Community stetig weiterentwickelt.

2011 wurde das damalige Varien von Ebay aufgekauft und zu Magento umfirmiert. Heute gehört es zu Permira und hat seinen Firmensitz in London. Cornelsen, The North Face, Olympus, und Men’s Health sind bekannte Vertreter von funktionierenden Magento-Shops.

Philosophie und Ausrichtung

Vorrangig richtet sich Magento an kleine und mittlere Unternehmen des B2C-Sektors, Ebay aber strebte eine zunehmende Zusammenarbeit mit Großunternehmen an.

Hier haben Kunden die Möglichkeit, verschiedene Shops mit eigenen Katalogen und Kundenstämmen auf unterschiedlichen Domains zu verwalten. Zudem ist das Shopsystem mandantenfähig. Das heißt, dass verschiedenen Kunden unterschiedliche Sortimente angezeigt werden können.
Es bietet die Möglichkeit, Bestellungen zu verwalten. Diese werden meist von Kunden erzeugt, die Produkte in ihren Warenkorb legen, in der Kasse eine Rechnungs- und Lieferanschrift angeben, eine Zahl- und Versandmethode wählen und mit „Kaufen“ den Vorgang bestätigen.
Der Betreiber des Shops hat die Möglichkeit, durch Rechnung, Lieferscheine und Gutschriften die Bestellungen zu verarbeiten, wodurch diese nach einem festen Schema den Zustand und den Status wechseln. Dabei sind die Bestellzustände fest verankert. Diesen können ein oder mehrere Statuscodes zugewiesen werden, was die externe und interne Kommunikation bezüglich des Fortschritts einer Bestellung erleichtert.
Die Bestellabwicklung basiert auf einem sogenannten Zustandsmodell. Die Bestellungen werden über Zustände wie ausstehend, Processing, Storniert, On Hold, Complete und Closed gesteuert. Eine Bestellung muss nicht zwingend jeden Zustand durchlaufen, aber eine vorgegebene Reihenfolge einhalten.
Shopbetreiber können die Liste der Bestellungen nach Zuständen filtern und somit die Bearbeitung schneller abschließen. Die Zustandsänderung stellt außerdem sicher, dass nichts verloren geht oder vergessen wird. Bestellungen können abgebrochen und später wieder aufgenommen oder storniert werden.
Magento stellt des Weiteren eine Teilrechnungsfunktion zur Verfügung, die es ermöglicht, aus der Bestellung markierte Artikel mit der Teilrechnung an den Kunden zu senden und die gerade nicht vorrätigen Artikel nachzusenden. Auch die Versanddokumente können mit Magento erstellt und die Sendung verfolgt werden.

Weiterentwicklung und der aktuelle Stand

Für die laufende Weiterentwicklung der Shopsoftware steht Magento eine große Entwickler-Community zur Verfügung, die eine große Auswahl an Zusatzmodulen bereitstellt. Add-ons für außergewöhnliche Anforderungen werden durch die Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. So können komplexe Aufgaben effizient gelöst werden.

Magento veröffentlicht seit seiner Gründung jedes Jahr mindestens eine Hauptversion. Die aktuellsten Versionen sind zur Zeit die kostenlose Community Edition (CE) und die kostenpflichtige Enterprise Edition (EE), wobei der Unterschied hauptsächlich auf den bereitstehenden Features und dem Support beruht.

Am 17. November 2015 kam der lang entwickelte Nachfolger von Magento 1.9.x auf den Markt: Magento 2.0. Es handelt sich hierbei um keine simple Weiterentwicklung der bisherigen Versionen. Vielmehr basiert der Nachfolger auf einer neuen Systemarchitektur, die der Anbieter als „eine neue Ära der Handelsinnovation“ angekündigt hat.

Diese Systemarchitektur ist eine der wichtigsten Änderungen. Sie verspricht mehr Performance und Skalierbarkeit. Magento 2 soll damit ca. 25 Prozent schneller sein als die Vorgänger-Version.

Herausforderung

Da es sich bei Magento im Ursprung um ein amerikanisches Shopsystem handelt, war die wohl größte Herausforderung die Anpassung an den globalen Handel und die Steuergesetze der verschiedenen Länder. Zwar hat die Community mit diversen Modulen eine Anpassung an den globalen Handel ermöglicht, für deutsche Shopbetreiber bleibt Magentos Herkunft trotzdem nicht unbemerkt.

Des Weiteren lassen sich die Ladezeiten ebenfalls als Herausforderung bezeichnen, da das Shopsystem ein schwergewichtiges und Hosting-Ressourcen-hungriges System ist. Dieses Problem lässt sich mit ein paar Tricks, Modulen und der richtigen Server-Infrastruktur beheben.

Features

Magento ist wahrscheinlich die flexibelste und am besten mit Features ausgestattete E-Commerce Plattform. Unterstützt werden viele Features wie zum Beispiel RSS Feed, Produktvergleich, Rabatt Codes, SEO, Wunschlisten, Kunden Filter, Bezahl- und Versand Möglichkeiten, Produktbewertungen und Kundenrezensionen.

Die Plattform bietet Support in verschiedenen Sprachen und Währungen, die eine globale Lösung möglich machen.

Zukunftsfähigkeit

Mit Magento 2.0 hat das Shopsystem ein großes Update mit sich gebracht. Die Grundstruktur wurde neu ausgerichtet und optimiert. Dank der großen Community sind viele wichtigen Module für die neue Version verfügbar, dennoch wird es noch eine Weile dauern bis das gesamte Spektrum von Erweiterungen für die neue Version zur Verfügung steht.

In dem sich rasend entwickelnden Online-Business können Updates nervig sein. Sie sind allerdings genauso notwendig und letztendlich kann man froh sein, dass dies dank der aktiven Community regelmäßig und kostenlos geschieht. In Folge dessen werden Sicherheitslücken schnell geschlossen und die Performance des Shops stetig verbessert.

Magento ist eines der skalierbarsten Shopsysteme, die aktuell auf dem Markt verfügbar sind. Das betrifft die Konfiguration von Produkten, das Anlegen von Attributen sowie das Erweitern der Inhaltsstruktur in Kategorien und statischen Seiten. Dabei muss der Server stetig mitwachsen. Auch dies ist ein normaler Prozess, der mit höherem Besuchervolumen und einer größeren Zahl von Bestellungen Hand in Hand geht.

Mehr über Magento finden Sie hier:https://magento.com/.

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