Laptop Zahlung mit Karte

Die Zahlungsarten in Online-Shops

Was steht Ihnen hier für Ihr Online-Business zur Verfügung?

Wir haben im zuletzt veröffentlichten Blogbeitrag die Grundlagen beschrieben, die Ihnen Ihre Wahl bei den zielgruppengerechten Zahlungsarten für Ihren mobilen Online-Shop vereinfachen soll. Hier nun die wichtigsten und gängigsten Zahlungsarten, die Ihnen zur Verfügung stehen:

1. Kauf auf Rechnung

Der Rechnungskauf hat in den Online-Shops nicht an Bedeutung verloren. Wieder sind die meisten Umsätze 2017 mit dem Kauf auf Rechnung erzielt worden. Allerdings sind die Käufe unter die 30-Prozent-Marke gefallen und liegen jetzt bei 28 Prozent. Für den Kunden ist diese Bezahlart mit vielen Vorteilen verbunden. Er kann die Ware erst anschauen, bevor er bezahlt und kann die Dinge, die er zurücksendet, von der Rechnung abziehen.

Für den Händler ist das Risiko hier klar höher, weshalb Händler andere Zahlungsarten favorisieren. Besonders KMUs bevorzugen Bezahlweisen, die ohne Risiko für den Betreiber sind, da Ausfälle hier Liquiditätsprobleme nach sich ziehen könnten.

Sie können den Rechnungskauf auch absichern. Das kommt Sie aber teuer, besonders da, wo Dienstleister einen Zahlungsausfall absichern. Das kann Sie bis zu 5 % vom Umsatz kosten!

2. Vorkasse

Über 90 Prozent der Händler sehen die Vorkasse klar als günstigste Variante der Zahlarten im Online Shop an. Das ist vor allem für KMUs wichtig. Sie haber hier natürlich keine Probleme mit Zahlungsschwierigkeiten, es kann aber sein, dass Sie Einbußen in den Bestellungen verzeichnen, da diese Art der Bezahlung nicht besonders beliebt ist.

3. Paypal

Paypal gewinnt seine verlorenen Marktanteile wieder zurück. Diese Bezahlmethode ist bei Kunden wie auch Händlern sehr gefragt und mit einem Umsatzanteil von 19,9 Prozent auf Platz drei der umsatzstärksten Zahlungsarten. Für beide Seiten steht Paypal für Sicherheit. Der Händler hat vor Auslieferung sein Geld und der Kunde muss seine Bankdaten nicht herausgeben. Auch ist Paypal dafür bekannt, dass es Probleme zwischen Käufer und Verkäufer kulant löst. Weiterhin kann der Käufer mit einem wichtigen Grund seine Zahlung zurückfordern. Die Kosten für Verkäufer für Transaktionen innerhalb Europas liegen bei 1,9% der Rechnungssumme, 0,35 € fallen noch als Service-Gebühr an.

4. Lastschrift erteilen

Die Lastschrift hat weiterhin einen hohen Marktanteil und steht auf Platz zwei mit einem Anteil von 20,1 Prozent. Hier darf man nicht vergessen, dass dieser hohe Anteil zustandekommt, da hier der Shopriese Amazon kräftig mitmischt. 

Beim Lastschrifteinzug im eigenen Shop besitzt der Händler die Kontodaten des Kunden und dessen Einverständnis, den Rechnungsbetrag vom Konto abzubuchen. Auch hier kommt der Shopbetreiber schnell zu seinem Geld und kann und ebenso schnell ausliefern. Der Kunde kann innerhalb von acht Wochen die Transaktion rückgängig machen. Der dem Verfahren zugrunde liegende psychologische Vorteil ist der, dass hier zum einen dem Shop vertraut wird und der Wunsch zu weiteren Bestellungen vorliegt. Hier werden für Händler (je nach Bank) um die 0,28 € pro Transaktion als Gebühr berechnet.

5. Amazon Payment

Seit einiger Zeit hat Amazon den Service Amazon Payment ins Leben gerufen, um seine Fühler auch noch in andere Plattformen auszustrecken und eine Konkurrenz zu Paypal aufzubauen. Viele Händler lassen ihre Zahlungen über Amazon laufen und nutzen zum einen die Bekanntheit und auch die Sicherheit, die der Riese bietet. Auch für den Käufer gelten diese Voraussetzungen. Amazon nimmt ebenfalls 1,9% der Summe + 0,35 € als Service-Gebühr. Dem Verbraucher kann das nur recht sein. Der Amazon-Kunde kann jetzt auch in anderen Shops kaufen, ohne seine Daten angeben zu müssen. Auch hier gilt: Der Kunde bekommt seine Ware, der Händler sein Geld. 

6. Bezahlen mit Kreditkarte

Im Gegensatz zum Ausland rangiert in Deutschland die Kreditkarte nur auf Rang vier. Das bedeutet sogar einen einen leichten Rückgang zum Vorjahr. Hierzulande erfolgen nur 11 Prozent der Umsätze per Kreditkarte. Beliebt ist diesen Zahlungsmittel bei Reisen und im B2B. Und unter den Kreditkarten sind Visa oder Mastercard die Spitzenreiter.

Die Bezahlung ist für Händler schnell abgewickelt und auch hier können die Kunden Ihre Zahlung wiede rzurückholen. Bei diesem sogenannten Chargeback entstehen dann allerdings für den Händler Gebühren von ca. einem Prozent. Die service-Gebühren belaufen sich bei Kreditkartenzahlungen pro Transaktion auf ca. 2,95% plus eine Service-Gebühr von circa 0,25 €.

7. Giropay

Schon über 1.500 Banken und Sparkassen bieten Giropay an. Sie bezahlen über die geschützte Plattform Ihrer Bank oder Sparkasse. Sie benötigen hier nur Ihren PIN und TAN – im Shop machen Sie keinerlei Angaben über Ihre Bankverbindung. Diese Zahlart ist ohne weitere Kosten für beide Seiten, fällt unter die schnellen Bezahlsysteme, birgt aber eine hohe Phishing-Gefahr, da Betrüger mit gefakten E-Mails, die angebliche Forderungen enthalten, an Ihre Kontodaten kommen möchte.

8. Zahlung auf Raten / Finanzkauf

Diese Zahlart ist vor allem für Online-Shops, die höherpreisige Waren verkaufen, bei denen klar ist, dass nicht alle Kunden diese auf einmal bezahlen können. Meistens wird das gesamte Prozedere über einen Payment Service Provider oder direkt über eine Bank abgewickelt. Über diese schließen die Kunden den Ratenkauf ab und hier wird auch gleich die Bonität in ein paar Sekunden abgefragt. Auch diese Zahlart ist in die meisten Shopsysteme integrierbar.

Wenn Sie eine Bank zwischenschalten wird diese auch das Risiko tragen, da Ihnen nach der Kreditentscheidung der gesamte Betrag mit Abzug der Gebühren überwiesen wird.

9. Paydirekt

Paydirekt ist der gemeinschaftliche Zahlungsdienst der Deutschen Kreditwirtschaft. Man kann zwar für 2017 einen leichten Anstieg verzeichnen, allerdings ist Paydirekt auch hier nur auf Platz 45 vertreten.

Trends bei Zahlungssystemen

Alle anderen Zahlungsarten liegen unterhalb der 5-Prozent-Marke. Doch natürlich gibt es auch Trends, die wir hier kurz anreißen:

10. Instant Payments

Als Instant Payments bezeichnet man die Möglichkeit der sekundenschnelle Überweisungen der Banken und das rund um die Uhr. Ab Juli 2018 können z. B. die 50 Millionen Kunden der deutschen Sparkassen solche Blitzüberweisungen veranlassen. Manche Banken bieten diesen Service schon etwas länger, die Deutsche Bank will im November folgen, andere Banken planen noch. Noch ist das keine Konkurrenz für PayPal aber die Aufholjagd hat begonnen.

11. Kryptowährungen & Co. 

Das momentan recht gehypte Thema Kryptowährungen ist in aller Munde, aber die Frage, ob sich Bitcoins, Ethereum oder Litecoins als Zahlungsart im Einzelhandel etablieren können ist noch sehr fraglich. Über drei Viertel der befragten Onlinehändler sehen in Kryptowährungen keine Zukunft, da sie diese als zu unsicher einstufen. Das gilt momentan auch noch für die Blockchain oder für Voice Commerce, die ebenfalls noch keine große Bedeutung einnehmen.

12. Neteller

Neteller ist weiterer öfter gehörter Begriff im Bereich der e-Wallets. Hier eröffnet der Kunde ein Konto mit Guthaben, das er nun für vielfältige Zahlungen verwenden kann. Aufladen kann er das Konto mit Banküberweisung, Giropay oder auch einer oder bis zu fünf virtuellen Mastercards. Hier muss sich der Kunde bei erweiterter Nutzung auf Gebühren einstellen.

13. Skrill / Moneybookers

Auch der Name Skrill/Moneybookers fällt immer mal wieder im Zusammenhang mit den neuen Trends in den Zahlungsarten. Ähnlich wie bei PayPal kann man ein oder mehrere Bankkonten hinterlegen, die allerdings jetzt als Guthabenkonto z. B. bei einem virzuellen Wettbüro Verfügung steht. Das hinterlegt Konto kann auch z. B. mit Giropay belastet werden und steht somit dem Kunden sofort zur Verfügung. Skrill (ehemals Moneybookers) sieht man schon immer öfter als Option. Mit der Extension Skrill-1-Tap kann man ein Konto sogar mit nur einem Klick aufladen.

Als weitere E-Payment-Anbieter sind noch kurz clickandbuy oder sofortüberweisung.de zu erwähnen, wie auch Payprotect und als recht nützlich getestet Billsafe und Klarna, deren Anteil aber momentan noch verschwindend gering ist. 

 

 

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