Core Update von Google im Mai 2020 bringt „Web Vitals” ins Spiel

Google stellte beim letzten Core Update im Mai 2020 auch die „Core Web Vitals” vor und bewertet jetzt Ihre Webseite noch intensiver nach der User Experience. Und wir SEO-Profis haben wieder etwas in unsere Liste mit aufzunehmen. Und nach unserer Meinung als Online-Marketing-Agentur werden uns diese Kennzahlen auf unbestimmte Zeit intensiv beschäftigen. Sie haben davon noch gar nichts gehört? 

„Web Vitals” – die einheitliche Bewertungsgrundlage von Google

Wie viele Chrome-Dev-Tools hat Google über die Jahre schon entwickelt, um Webseiten zu prüfen und sich auf gewisse Rankingfaktoren zu konzentrieren – Pagespeed, Lighthouse und die Search Console zur Messung der Performance. Aber wir wissen ja mittlerweile hinreichend, dass die Nutzererfahrung einen wichtigen Stellenwert beim Suchmaschinenriesen einnimmt. Google lässt sich nicht mehr überlisten. Eines der wichigsten Kriterien ist die User Experience. 

Doch tatsächlich gibt Googles Performance-Experte Ilya Grigorik zu, dass die vielen verschiedenen Tools und Metriken ihre Probleme verursacht haben. Hierfür hat Google nun ein einheitliches Bewertungssystem, die Web Vitals, ins Leben gerufen. Es geht jetzt verstärkt um LCP  FID und CLS – harte und messbare Kennzahlen.

Die drei Kennzahlen der Web Vitals

Grafik der Web Vitals von Google

Quelle: Google

Das war nur der Anfang. Wir arbeiten zurzeit daran, die Messwerte für die Nutzerfreundlichkeit im Ranking für die Google-Suche zu berücksichtigen. Dazu wird ein neues Ranking-Signal eingeführt, das die Funktionen des Geschwindigkeitsberichts mit unseren bestehenden Messwerten für die Nutzererfahrung kombiniert. Das Signal gibt so einen besseren, ganzheitlichen Einblick in die Nutzerfreundlichkeit von Webseiten.

Google Webmaster-Zentrale – Statement zur Einführung der Web Vitals

1. LCP Largest Contentful Paint

Mit dieser Kennzahl wird die Zeit gemessen, in der das größte Element im sichtbaren Bereich gerendert wird. Sprich, diese Kennzahl sagt aus, wann Ihr Hauptcontent geladen ist. Hier definiert Google sogar genau die Zeiten: Alles unter 2,5 Sekunden wird als gut bewertet, bis 4 Sekunden sollte verbessert werden und ab 4 Sekunden stuft Google Sie als schlecht ein.

2. FID First Input Delay

Mit dem First Input Delay misst Google die Zeit zwischen einer Nutzeraktivität auf Ihrer Seite und der Reaktion Ihres Browsers. Das heißt, wenn ein Besucher auf einen Ihrer Buttons oder Links drückt, dann wird die Zwischenzeit bis zur Ausführung gemessen. Hier sagt Google, dass alles unter 0,1 Sekunde als gut gilt, Werte zwischen 0,1 und 0,3 Sekunden stuft Google als verbesserungswürdig ein und mit einer Reaktionszeit von über 0,3 Sekunden sind Sie schon wieder schlecht.

3. CLS Cumulative Layout Shift

Hiermit misst Google nun die visuelle Stabilität eines Webauftritts. Dazu zählt, wenn sich Elemente auf Ihrer Seite verschieben, also beispielsweise nicht synchrone Seitenelemente, die das Layout verschieben oder auch Buttons, die sich nach dem Klicken verändern. CLS wird aus zwei Werten, deren Produktwert errechnet werden muss. Man muss die Impact Fraction (Element verschiebt sich z. B. um 25 Prozent, dann betrifft das 75 Prozent der Seite, ergibt eine Impact-Fraction von 0,75) mit der Distance-Fraction (hier werden dann die 0,25 Prozent als größte Distanz einbezogen) multiplizieren. Der CLS liegt somit bei 0,1875 und wird schon als verbesserungswürdig eingestuft, da auch hier nur alle Werte unter 0,1 als gut bezeichnet werden. Schlecht sind Werte ab 0,25.

Mit den Web Vitals die Webseite testen

Der Chrome-User-Experience-Report erfasst Ihre Web-Vitals-Kennzahlen. Für die Zukunft werden diese aber auch in den Google Pagespeed Insights und in der Search Console angezeigt werden, aktuell gilt das nur für den FID. Auch Chrome erweitert man aktuell dahingehend, dass man die Web Vital Kennzahlen direkt im Browser ablesen kann. Doch die eigentliche Intention von Google ist die, dass Webseitenbetreiber die Kennzahlen mithilfe ihrer tatsächlichen Besucherdaten in Eigenregie erfassen. Hierfür gibt es von Google die Web-Vitals-Javascript-Bibliothek auf GitHub eingerichtet. Bauen Sie den Code mit Ihrem Analytics-Anbieter in Ihre Webseite ein.

Eine Verbesserung der User Experience oder Optimierung Ihrer Webseite / Ihres Online-Shops – ohne wird der Erfolg Ihres Online-Auftritts langfristig nicht mehr zu halten sein. Bleiben Sie hier bei der Entwicklung auf dem Laufenden und zögern Sie nicht, umgehend mit den Verbesserungen anzufangen.

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