Welcher Social Media Kanal passt zu Ihrem Unternehmen?

Welche Plattform passt zu Ihnen und Ihrem Unternehmen?

Was einst mit My Space begann, ist mittlerweile viel mehr. Heutzutage gibt es eine unzahl an verschiedenen Social Media Kanälen. Auf jedem dieser Plattformen treibt sich eine unterschieldiche und teils ganz eigene Zielgruppe umher. Wenn Sie in Social Media einen langfristigen Erfolg anstreben, müssen Sie herauszufinden welche Zielgruppen zu Ihrem Unternehmen passt und bereit sein diese zielführend anzusprechen. Doch welcher Social Media Kanal und damit Zielgruppe passt zu Ihnen und Ihrem Unternehmem?

Das Social-Media-Konzept

Kostenlose organische Beiträge sehen auf den ersten Blick verlockend aus, aber Sie dürfen nicht vergessen, dass hier für Ihre Social Media Posts ein fundiertes Konzept zugrunde liegen muss, das Ihre Ziele und Zielgruppen definiert. Dann erst kann man analysieren, auf welcher Plattform Sie sich und Ihr Unternehmen bestmöglich platzieren.

Das “Gefällt mir” zu bekommen ist leicht. Es ist eine einfache Handlung. Alles andere erfordert Vertrauen.

Jon Loomer

Doch damit nicht genug. Selbst wenn Sie hier ein tolles Konzept basierend auf einer ausgeklügelten Strategie entwickelt haben, bedarf dies einer ständigen Kontrolle. Schauen Sie immer nach den neuesten Social-Media-Trends und hinterfragen Sie die von Ihnen genutzten Plattformen. Ist Ihre Zielgruppe hier immer noch unterwegs oder hat sich die Reichweite geändert? Besitzt die Plattform neue Funktionen? Ist gerade ein neuer Kanal da, der von Ihrer Zielgruppe gehypt wird? Ergibt es Sinn, dann hier ein Early Adopter zu sein oder wartet man besser noch? Ihr gründlich durchdachter Redaktionsplan sollte Bestand für die nächsten drei Monate haben. Eine Studie von Statista verdeutlicht detailliert, wie welches Portal in Deutschland genutzt wird.

Social-Media-Tools

Es gibt auf dem Markt nützliche Social-Media-Tools, die Sie hier wunderbar unterstützen können. Beispielsweise Buffer, Hootsuite, MeetEdgar oder die kostenintensive Lösung von Agorapulse, um hier nur die wichtigsten zu erwähnen. Sie helfen bei der Überprüfung des Erfolgs Ihrer Beiträge und werten nach Ihren KPIs aus. Mit diesen Tools sind Sie in der Lage die unterschiedlichsten Kanäle effizienter zu verwalten und somit Ihren Content schneller, einfacher und zielgerichteter an Ihre passende Zielgruppe zu streuen. Doch bevor Sie überlegen wie Sie Ihren Content an Ihre Zielgruppe ausspielen, müssen Sie Ihre Zielgruppe genau definieren und ermitteln, auf welchen Social Media Kanälen diese sich herumtreibt.

Facebook

Die meisten Unternehmen sind mittlerweile auf Facebook vertreten, da es mit über 50% das am meisten genutzte Netzwerk ist. Facebook hat generell einen guten Querschnitt durch alle Altersgruppen, bis auf die ganz junge Altersgruppe, die sich sukzessive von diesem Portal abwendet. Sie sollten vor allem darauf achten, sich so kurz wie möglich zu fassen. Empfohlen wird die Anzahl von 40 bis 50 Zeichen pro Social Media Post nicht zu überschreiten, da die Besucher oft das Interesse bei einem „Mehr anzeigen“-Klick verlieren. Um möglichst viele Likes oder Kommentare zu bekommen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Posts auch auf den Smartphones gut aussehen, da über 90% der Nutzer Facebook mobil nutzen.

Nutzen Sie im Optimalfall alle Funktionen die Facebook Ihnen gibt!

Facebook hat in den letzten Jahren seine Beitragsmöglichkeiten enorm erweitert, Sie müssen nur die richtige Art wählen. So gibt es Beitragsarten wie Fotos, Videos, Jobangebote, Produktkataloge, “Watch Partys”, Standortangaben, Listen und Umfragen. Mit diesen Funktionen können Sie die Engagement-Rate Ihrer Beiträge deutlich steigern. Um die Aufmerksamkeit des Users zu wecken, sollten Sie darauf achten, Ihre Social Media Posts so attraktiv wie möglich zu gestalten. So ist die SEO-optimierte Headline eines Blog-Beitrags oder ein Link-Post ohne angepasste Link-Preview kein optimaler Facebook-Post. Sie sollten lieber besondere Vorschaubilder oder catchy Headlines benutzten.

Denken Sie an eine klare „Call To Action“- Anweisung!

Um den Benutzer zu Interaktionen zu animieren, sind CTAs unverzichtbar, auch im Social-Media-Bereich. Dabei sollte der Besucher nicht von CTAs überhäuft werden. Sie sollten mit Bedacht und in Maßen in den Einsatz kommen, beispielsweise als „Mehr dazu“-, „Jetzt einkaufen“- oder „Registrieren“-Buttons. Versuchen Sie den User auf Ihre Webseite oder Ihren Online-Shop zu locken. Social Selling bildet die Grundlage für erfolgreiches Social Media Marketing.Um die Reichweite zu erweitern, sollte so schnell wie möglich auf Reaktionen der Besucher reagiert werden. Die Social Media Posts sollen möglichst abwechslungsreich sein und nicht nur aus geposteten Links bestehen. Ein einzelnes Bild mit einem Posttext mit einem Shortlink auf den Beitrag eine gute Abwechslung. Jedoch sollte es dem Publikum angepasst werden.
Beliebter als Bilder sind die Videos. Videos sollten direkt über Facebook hochgeladen werden, dabei sollten Sie unbedingt auf die Untertitel achten. Da die meisten Benutzer Videos ohne Ton anschauen, sollte der Untertitel genug Informationen enthalten, damit das Video auch ohne Ton verstanden werden kann. Um eine möglichst weite Reichweite zu haben, sollten Sie Ihre Posts ruhig mehrmals und auf verschiedenen Plattformen, beispielsweise auch auf YouTube, posten.

YouTube

Videocontent ist mit viel Arbeit verbunden. Damit sich der Aufwand lohnt, sollten Sie einige Grundsätze beachten. Beispielsweise wird ein eigenes Thumbnail angeboten, womit das Bild hochgeladen werden kann, welches der Nutzer vor dem Anklicken sieht. Dies gibt den Ausschlag, ob ein Nutzer sich das Video überhaupt anschauen wird. Gestalten Sie Ihr Thumbnail daher so, das es die Aufmerksamkeit des Users auf sich zieht und ihn zu einem Klick anregt. Fragen oder auch Aussagen sind hierfür besonders geeignet. Beachten Sie aber, das Sie mit Ihren Thumbnails die richtige Zielgruppe ansprechen müssen.

Neben dem Thumbnail muss auch der Titel und die Videobeschreibung spannend aber noch Informativ formuliert sein. Der Titel sollte ähnlich wie das Thumbnail spannend gestaltet sein, aber auch den groben Inhalt Ihres Videos wieder geben. In der Videobeschreibung sollten Sie dann eher auf den Inhalt des Videos eingehen. Geben Sie eine kurze Zusammenfassung des Inhalts Ihres Videos. Nehemen Sie aber keine elementaren Punkte aus Ihrem Video heraus, sondern heben diese nur hervorr und verweisen den User darauf sich das Video anzuschauen. In der Videobeschreibung ist auch ein idealer Platz um einen Link auf Ihre Webseite zu platzieren.

Vernachlässigen Sie nicht Ihren User zu animieren, auf Ihren Kanal, ein anderes Video oder direkt auf einen Link zu Ihrer Webseite zu klicken. Binden Sie den User an Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt und schlagen ihm vor, sich weitere intere4ssante Videos von Ihnen anzusehen. Diese können Sie dann direkt in der Infobox oder auch der Videobeschreibung platzieren. Versuchen Sie gegen ende Ihres Videos einen CTA einzubauen. Halten Sie Ihren User an der stange .

Auch die Videobeschreibung sollte so professionell wie möglich sein und kurz beschreiben, um was es in dem Video geht und auf andere Plattformen, beispielsweise Ihre Webseite oder Ihren Shop, verweisen.

 

Sei in sozialen Netzwerken zu 85% hilfsbereit, veröffentliche zu 10% originalen Content und rede zu weniger als 5% darüber, was du machst.

David Meerman Scott

Instagram

Bei Instagram geht es hauptsächlich um Fotomotive. Es ist wichtig, den Spagat zwischen Qualität und Authentizität zu beherrschen, da die Nutzer hochwertige Qualität gewöhnt sind, jedoch sollten die Bilder nicht zu aufgesetzt wirken. Einer der wichtigsten Dinge, die Sie beachten müssen sind Hashtags. Diese sind ausschlaggebend, ob und wo Ihre Posts erscheinen und wer dann Ihre Posts sieht. Jedoch sollten Sie einen guten Mix an Hashtags anbieten. Hashtags, welche millionenfach verwendet wurden, gehen in der Masse unter. Wiederum verzichten Sie aber auf Nutzer, wenn Sie zu unbekannte Hashtags verwenden. Ob Sie den Feed Ihres Profils homogen gestalten oder nicht, entscheiden Sie selbst.

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.

Mehr Informationen

Da es auf Instagram um Follower geht, sollten Sie darauf achten, das zu posten, was auch gut ankommt, denn dafür folgen Ihre Follower Ihnen schließlich. Sie sollten nicht wahllos posten nur um aktiv zu sein, dadurch könnten Follower das Interesse verlieren. Sie sollten ein Thema oder eine Strategie verfolgen. Auf Instagram kommen persönliche Bilder aus Ihrem Alltag, Ihrer Teammitglieder oder Vorkommnisse in Ihrem Unternehmen besonder gut an. Hier sollte es eher darum gehen menschlich und sympatisch zu wirken. Bauen Sie über diesen Kanal eine persönliche Bindung zu Ihren Nutzern auf. Business related Content funktioniert hier allerdings nicht so gut. Setzen Sie dafür lieber auf Xing oder auch LinekdIn. Instagram sollten Sie dann verwenden, wenn Sie transparent wirken möchten. Wie genau Sie das anstellen, ist Ihnen überlassen. Der Kreativität werden hier keine Grenzen gesetzt.

Twitter

In der kürze liegt die würze. Bei Twitter haben Sie nur eine begrenzte anzahl Anzahl an Zeichen um Ihre Gedanken mit Ihrer Zielgruppe zu teilen. Doch gerade deswegen, ist Twitter bestmöglichst dafür geeignet, den User auf Ihre Webseite zu locken. Haben Sie Neuigkeiten zu Ihrem Unternehmen oder Ihrem Produkt, können Sie diese dann in einem Tweet kurz anreisen und den User anschließend auf Ihre Webseite locken. Achten Sie darauf Ihre Tweets interessant zu gestalten und Ihre User dann über CTAs auf Ihre Webseite zu locken.

Da Twitter auch besonders interaktiv ist, bietet es sich hier an, mit Ihren Usern in Kontakt zu treten.  Stellen Sie interessante Fragen oder lassen Sie Ihre User an Umfragen teilnehmen. Gehen Sie anschließend aber immer auf das Feedback Ihrer User ein und verscuhen Sie eine Konversation zu starten. Halten Sie sich dabei aber immer das Ziel, denn User auf Ihre Webseite zu locken vor Augen.

Xing und LinkedIn – die Businessportale

Momentan liegt XING im deutschsprachigen Raum an der Spitze, doch im internationalen Raum liegt LinkedIn mit 500 Millionen Mitgliedern doch vorne. Dabei bezieht es seine Nutzer vor allem aus den USA, Indien, Brasilien und China.

XING

Dieses Netzwerk ist besonders beliebt bei Freelancern und Freiberuflichen. IT-Unternehmen können dort Entwickler und Designer finden, aber auch die Bereiche Finanzen, Handel und Industrie sind vertreten. Manager und Geschäftsführer nutzen eher weniger diese Plattform, wobei Fachkräfte hier doch stark vertreten sind. Im deutschsprachigen Raum nutzen mittlerweile 13 Millionen Mitglieder das Netzwerk. XING zeichnet sich durch hochwertigen Content aus, welches durch gefilterte News und ausgewählte Content-Partner entsteht. Für die News arbeitet sogar eine eigene Redaktion daran. Diese selektiert aus News-Portalen, schickt Newsletter an die Nutzer und Einladungen an Experten, welche ein exklusives Forum für deren Inhalte erhalten.

LinkedIn

LinkedIn ist ein internationales Netzwerk, welches für globale Firmen, beispielsweise aus den Bereichen des IT, Telekommunikations-, Finanzen-, Automobilbranchen, Marketing- und Werbeunternehmen eine Plattform bietet. Auch für den Start-Up-Bereich bietet diese Plattform viele Möglichkeiten. Nennenswerte Unternehmen, welches dieses Netzwerk nutzen sind beispielsweise Siemens, Volkswagen und die Deutsche Telekom. LinkedIn zählt mittlerweile auch über 10 Millionen Mitglieder.
Durch beide Business-Netzwerke gelingt es Mitgliedern, sich über ihre Themen auszutauschen und man hat die Möglichkeit, anderen Mitgliedern Mehrwert anzubieten und somit das gesamte Netzwerk optimal auszubauen.

Was Social Media angeht, fokussiere dich auf Wissen zuerst, auf Informationen als Zweites und auf Entertainment zum Schluss.

George Farris

LinkedIn bietet ein News-Angebot, sowie auch Blogging-Tools und Posts an, dadurch können Influencer, Marketer und Blogger ihre Reichweite erweitern. XING hat seine Startseite der App für Android und IOS neu strukturiert, um mit LinkedIn mithalten zu können, die nun zu eigenen Posts animiert. Drei horizontale Feeds laden zum Swipen in den Rubriken „Von Ihren Kontakten“, „Aus Newsquellen & Gruppen“ und „Rund um Beruf und Karriere“ ein. Dadurch wird die interaktive Komponente gestärkt und schafft mehr Präsenz für eigene Beiträge.

XING ist Ihr Netzwerk,
  • wenn Sie auf der Suche nach qualifizierten (heimischen) Fachkräften aus den Bereichen IT, Finanzen, Handel und Industrie sind.
  • wenn Sie auf passgenaue, hochwertige Inhalte setzen und hoffen, hier ein exklusives Forum zu bekommen.
  • wenn Sie auch selbst bei eingeschränkter Reichweite Ideen haben, wie Ihr Publikum Sie findet.
LinkedIn ist Ihr Netzwerk,
  • wenn Ihr Unternehmen international unterwegs ist, Sie globale Vernetzungsmöglichkeiten suchen und entsprechende Führungskräfte benötigen.
  • wenn Ihnen beim Networking vor allem Reichweite und ein breites Spektrum an Content wichtig sind.
  • wenn Sie bei Werbung auf eine gute Conversion Rate und eine hohe Reichweite setzen.

Werbung auf den Business-Netzwerken

LinkedIn ist hierbei im Vorteil, da es eine höhere internationale Reichweite, niedrigere Anzeigenpreise und eine höhere Conversion Rate bietet, auch wenn beide Netzwerke verschiedene Anzeigenoptionen, E-Mail-Kampagnen und Werbepartnerschafften offerieren. Leads bei XING können beispielsweise auch ein Versteigern von Tickets für Fachmessen einbringen oder Webinar-Angebote. Es ist also nicht unmöglich, mit XING ebenso eine große Reichweite aufzubauen.

Maßgeschneiderte Inhalte

Es bietet sich an Netzwerke wie XING oder LinkedIn zu nutzen, wenn sich das Unternehmen dies leisten kann. Jedoch gibt es auch noch andere Messenger Dienste, welche immer relevanter werden. Dazu gehören beispielsweise WhatsApp, Facebook Massenger oder WeChat.
Extrem effizient ist es auf Facebook Werbung zu schalten, da dort mehrere Generationen zusammenkommen und eine breite Masse an Menschen erreicht werden kann. Durch Targetierung lassen sich aber auch genaue Zielgruppen ansprechen.
Wenn Ihre Zielgruppe jedoch eine junge Gruppe ist, so sollten Sie sich mehr mit den Social-Media-Netzwerken wie Snapchat und Instagram beschäftigen. Durch diese Mehrgeneration auf Facebook, wendet sich die junge Gruppe davon ab. Denn diese möchte vermeiden, sich mit der älteren Generation, beispielsweise mit der eigenen Familie, auf Social-Media-Kanälen zu beschäftigen.
So wie auch in vielen Lebensbereichen ist es lohnenswerter, nur eine Plattform regelmäßig und intensiv zu bespielen, als jede Plattform zu bedienen, das dann aber nur halbherzig. Dabei sollten Sie den Überblick über Ihr Budget nicht verlieren.

Fazit

Es kann nicht einfach wahllos drauf losgepostet werden. Um mit Social Media langfristig erfolg zu verbuchen müssen Sie sich entscheiden welche Social Media Kanäle zu Ihrem Unternehmen passt und wie Sie Ihre Zielgruppe bestmöglich ansprechen. Maßgeschneideter Content für Ihre Zielguppe lässt sich nicht einfach so erstellen. Hier gibt es mehrere Regeln die Sie beachten sollten. Doch wer diese Regeln befolgt, hat gute Chancen seine Zielgruppe in Social Media genau anzusprechen und sich somit eine große Fangemeinde auufzubauen.

Sie hatten bislang wenig erfolg auf Social Media? Das könnten die 5 Gründe für ein scheitern Ihrer Social Medie Bemühungen sein.

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