Künstliche Intelligenz im Marketing Teaser

KI im Marketing – unerkanntes Potenzial?

Interview mit Sebastian Kübler über Perspektiven der KI.

Kaum hat man die Digitalisierung in die Wege geleitet und auch diverse Realitäten in VR und AR in Angriff genommen soll man in künstliche Intelligenz (KI) investieren? Und wenn nicht, wiegen sich die Marketingabteilungen und Geschäftsführer hier dann zu sehr in Sicherheit?

Marketing schöpft Potenzial von künstlicher Intelligenz nicht aus

Der Fokus auf das Kundenerlebnis ist auf der Prioritätenliste 2018 in den Unternehmen für die Online-Shop Aktivitäten ganz oben. Hierbei gehört vor allem Personalisierung für eine optimierte Customer Experience bald zur State of the Art. Um das umzusetzen, setzen weltweit schon über 40 Prozent der Marketer selbstlernende Algorithmen ein oder planen, z. B. die Datenanalyse, das E-Mail-Marketing oder auch Programmatic Advertising 2018 einen Schritt weiter zu bringen.

In der Studie ‘Digital Trends 2018, die das Marktforschungsinstitut Econsultancy im Auftrag von Adobe durchgeführt hat und 13.000 Marketingleiter befragt wurden, ergibt sich folgendes Budget-Ranking:

  1. Customer Experience: 19 Prozent
  2. Data-driven Marketing: 16 Prozent
  3. Schaffen von relevantem Content: 14 Prozent
    […]
    Künstliche Intelligenz: 2 Prozent

Fragen an Sebastian Kübler, Geschäftsführer der econsor GmbH und Sprecher der econsor-Gruppe

Herr Kübler, wo sehen Sie hauptsächlich noch die KI-Bremse?

SK: Das mangelnde Einsetzen von KI liegt vor allem am mangelnden Know-how und an den fehlenden Ressourcen in den Unternehmen. Die meisten planen, erst in den nächsten drei bis fünf Jahren vielleicht KI einzusetzen. Das liegt an den noch unterschiedlichen und nicht vernetzten Technologien. Für das vollkommene Kundenerlebnis werden Cloud-basierte, integrierte Technologie-Plattformen benötigt, über die nur wenige Unternehmen verfügen. Cloud-Plattformen für das Marketing werden aber in der Zukunft für den Unternehmenserfolg unverzichtbar werden.

Wo liegen die Lösungen, die Kunden begeistern?

SK: Gut reicht nicht, um zum Top-Performer zu werden. KI ist der Schlüssel für eine unvorstellbare Effizienz und Individualisierung von Produkten und Services. Gerade Pionier-Unternehmen werden dadurch gekennzeichnet sein, dass sie für sich und ihre Markenidentität mittels der KI Informationen herausziehen, die die Grundlage bilden, Marketingmaßnahmen und Prozesse so zu entwickeln, dass sie einer permanenten Optimierung unterliegen.

Wird es im gleichen Tempo weitergehen?

SK: Wenn man glaubt, dass es im gleichen Tempo weitergeht, irrt man sich. Das Tempo wird sich rasant erhöhen. Der User wird bald erwarten, dass er nicht mehr zur falschen Zeit am falschen Ort mit falschen Informationen belästigt wird. Das setzt die Unternehmen massiv unter Druck. Die Veränderungen, die die KI für die Gesellschaft bereithält, sind den Menschen im Einzelnen noch gar nicht bewusst.

Birgt das nicht auch Risiken? Wo bleibt der Mensch?

SK: KI wird zum Filter zwischen Mensch und Marke. Wir finden bald nicht mehr, sondern wir lassen finden. Intelligente Systeme und das IoT werden immer mehr unser gesamtes Leben organisieren und zwar aufgrund unseres Profils und unserer Interessen. Also reicht es für Unternehmen nicht, um die Nutzer zu buhlen, nein, es muss darum gekämpft werden, ein Teil des Algorithmus zu werden. Allerdings ist die Angst, dass Menschen überflüssig werden, unbegründet. Keiner möchte von einem Roboter beraten werden, wenn Beratung angebracht ist. Aber KI wird die Effizienz werden, während die Menschen effektiv bleiben müssen.

Wo sehen Sie das Marketing der Zukunft?

SK: Das Marketing muss den Spagat schaffen zwischen Automatisierung, Individualisierung und der Identität der Marke. Das geschieht dann an allen relevanten Touchpoints. Jede erfolgreiche Marke muss den Nutzer immer genau richtig erwischen. Richtiger Ort, richtige Zeit, richtiges Produkt. Ein Stück Markenidentität muss wohl geopfert werden zugunsten punktgenauer Individualisierung.

Wie schafft es econsor, sich diesen Anforderungen ständig anzupassen?

SK: Wir vernetzen uns – auch mit starken Partnern. Gerade hat die econsor mobile GmbH mit der EASY AG ein neues Tochterunternehmen gegründet. Hier haben wir in der Softwareentwicklung bereits erfolgreich konkrete Innovationen für unsere Kunden entwickelt und in die Wege geleitet. Außerdem besitzen wir in der Gruppe ein sehr gutes Bildungs- und Weiterentwicklungsprogramm für unsere Mitarbeiter, das die Bereiche Digital Business, Business Intelligence, Business Transformation, Innovation und Customer Excellence permanent abdeckt. Hier sind alle immer am Ball und jeder ist Experte auf seinem Gebiet.

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