Dieser Artikel ist Nummer 14 von 14 im Special "Digital gegen Corona"

Kostenfreies Einstellen von Produkten wird 2020 weltweit ausgebaut

Google reagiert auf die Coronakrise, indem es die Gebühr für Einträge auf der Google Shopping Plattform kostenfrei stellt. Bis dato verlangte Google von den Händlern für Einträge Geld, da diese auf der Plattform zusätzliche Einnahmen generieren konnten. Doch Google möchte jetzt vor allem die kleinen Händler während der Krise unterstützen und hat in der letzten Woche den Google Marktplatz kostenfrei gestellt. Denn Google ist es durchaus klar, dass das Online-Business gerade kleineren Unternehmen die einzige Möglichkeit bietet, sich mit Verbrauchern im Kontakt zu halten. Noch dazu, wenn das stationäre Geschäft geschlossen ist. Und viele können es sich schlicht und einfach gerade nicht leisten ihre Produkte mit zusätzlich entstehenden Kosten anzubieten.

Start war jetzt in den USA, doch Google möchte den Einzelhandel weltweit unterstützen. Im Laufe des Jahres werden die Einträge in der Shopping-Suche überall kostenfrei werden.

Solutions during this crisis will not be fast or easy, but we hope to provide a measure of relief for businesses and lay the groundwork for a healthier retail ecosystem in the future.

Bill Ready, President Google Commerce

Ausbau von Partnerschaften

Google geht eine neue Partnerschaft mit PayPal ein, um den Händlern zusätzlich die Möglichkeit zu geben, ihre Kosten zu verknüpfen. Um auch bei der Verwaltung der Produkte und Lagerbestände Unterstützung zu leisten, hat Google die Partnerschaft mit bestehenden Partnern wie WooCommerce, BigCommerce und Shopify intensiviert. Ein weiterer Schritt, um den digitalen Handel größenunabhängig für jedes Unternehmen zugänglich zu machen und Onboarding-Prozesse zu beschleunigen.

Wie stellt man Produkte auf Google Shopping ein?

Wenn Sie Google Shopping schon nutzen, finden Sie die kostenlosen Listing-Funktionen im Merchant Center. Sollten Sie hier Neuland betreten erhalten Sie die Anleitung im Help-Center von Google. Jeder Händler darf teilnehmen. Eine Beteiligung ist nicht davon abhängig, ob Sie auch Kunde bei Google Ads sind. Wenn Google die Funktion auch bei uns freischaltet, die ja momentan nur in den USA möglich ist, werden wir in jedem Fall informieren.

Win-Win-Situation für Google?

Natürlich hat das auch durchaus positive Aspekte für Google selbst. Vor allem für die Produkt-Suchmaschine von Google. Hier besteht die realistische Chance, dass man durch viele Einträge und die steigende Vielfalt der Angebote, auch kleinerer Händler, dem Nutzer zusätzlichen Mehrwert bietet. Folge: Von mehr Nutzern profitieren wiederum die Händler. Und durch hervorgehobene Anzeigen oder durch garantierte Platzierungen könnte Google auch weiterhin Gebühren erheben und Geld verdienen.

Doch vielleicht sind Großzügigkeit und das Schaffen einer Grundlage für ein gesünderes Einzelhandelsökosystem in der Zukunft nicht die einzigen Gründe. Eine weitere Überlegung von Google könnte hier auch sein, näher an die Marktmacht von Amazon zu kommen. Denn über die Hälfte aller Suchanfragen im Shopping-Bereich finden direkt bei Amazon statt, Google lässt der Nutzer immer öfter außen vor. Die Gelegenheit ist gut, in Bezug auf Amazon wieder ein wenig Land zu gewinnen.

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