Bezahlen mit dem Smartphone

Apple Pay jetzt bald in Deutschland verfügbar

Der Konzern gibt erste Partner für den Start bekannt.

Fast vier Jahre nach der Einführung von Apple-Pay in den USA erscheint die deutsche Apple-Pay-Landingpage und gibt den baldigen Start des mobilen Bezahlverfahrens bekannt. Auch gibt Apple Auskunft über die ersten Partnerbanken und Partnerunternehmen, bei denen gleich von Beginn an eine Bezahlung möglich ist.

Apple Pay kam in den USA schon mit dem iPhone 6 gemeinsam auf den Markt. Hierzulande lange erwartet und herbeigesehnt von den Apple-Usern, ist das Bezahlsystem jetzt auch bald in Deutschland möglich und auch die Spekulationen haben glücklicherweise ein Ende. 

Endlich auch mit dem iPhone bezahlen

Anscheinend handelt es sich nur noch um ein paar Wochen. Apple selbst redet auf der Webseite von „in Kürze“. Dann ist es für Besitzer eines iPhones, iPads, einer Apple Watch oder eines aktuellen Macs möglich, bargeldlos zu zahlen. Natürlich muss auch das jeweilige Unternehmen Apple Pay unterstützen. Laut Apple sind grundsätzlich aber alle NFC-fähigen Bezahlterminals mit Apple Pay kompatibel.

Wie richte ich Apple Pay ein?

Ganz einfach: Öffnen Sie auf Ihrem iPhone die Whallet-App und klicken auf das Plus-Symbol am oberen rechten Rand. Hier können Sie eine Kredit- oder Debitkarte hinzufügen. Das ist in der Whallet-App denkbar einfach zu lösen, indem man das per Foto durchführt. Auch eine manuelle Eingabe ist möglich, falls auch beispielsweise die Karte nicht erkannt wird.

Wenn Ihre Bank am Bezahlsystem teilnimmt, können Sie direkt nach dem Startschuss Apple Pay nutzen. Allerdings gilt das noch nicht für Apples Peer-to-Peer-Bezahlystem Pay Cash. Apple hat auf der Landingpage ein Support-Dokument eingestellt, das zeigt, wie Sie Ihre Karte auf Ihr jeweiliges Apple-Gerät mit Apple Pay einrichten können.

Partner von Apple Pay in Deutschland – wer ist dabei?

Hier die ersten Banken. Wenn Sie Kunde einer der folgenden Finanzinstitute sind, können Sie Ihre Kreditkarten dann sofort in der App hinterlegen. Ein paar Banken unterstützen  auch den Einsatz von Debit-Karten.
Diese Banken sind in Deutschland am Start:

  • Deutsche Bank
  • Hypo-Vereinsbank
  • Comdirect-Bank
  • Hanseatic-Bank
  • Fidor-Bank
  • Vimpay
  • American Express
  • Bunq
  • Boon
  • O2 Banking
  • N26
  • Edenre
  • Mastercard (noch nicht in Verbindung mit der Sparkasse)

Kundenkarten kann man im Wallet hinterlegen und so weiterhin seine Kundenvorteile geltend machen. Auf der Landingpage ist weiterhin eine Liste des Konzerns zu finden, bei welchen Unternehmen man von Anfang an mit Apple Pay bezahlen kann. Hierzu gehören die Supermärkte Aldi, Lidl, Netto, Real und Kaufland, im Sektor Bekleidung H&M und S.Oliver, bei den Tankstellen Aral und Shell, die Elektronikmärkte MediaMarkt und Saturn sowie die Fast-Food-Ketten McDonalds und Burger King. Bei Sanifair auf den Autobahnraststätten wird das auch möglich sein. Auch Online-Shops sind von Anfang an dabei, hier beispielsweise die Berliner Verkehrsbetriebe, einige Fluglinien wie auch Flixbus, Zalando und Foodora.

Welche Apple-Geräte sind mit Apple Pay kompatibel?

Die Bezahlung im Handel ist momentan nur mit iPhone (von iPhone 6 (Plus) über 6s (Plus) und 7 (Plus) bis hin zu den 2017er Modellen iPhone 8 (Plus) und iPhone X wie auch das iPhone SE) und die Apple Watch möglich. Für Apps und im Browser Safari ist der Einsatz auch mit iPad (iPad Pro, das iPad der fünften Generation, das iPad Air 2 sowie die Mini-Modelle der dritten und vierten Generation) und Mac (Modelle ab 2012) durchführbar. Die Wallet-App von iOS ist momentna noch nicht kompatibel und hier hat man auch keinen weiteren Start angekündigt.

Forderung nach Öffnung der NFC-Schnittstelle

Erste Rufe nach einer umfassenden Öffnung der NFC-Schnittstelle werden laut: Apple müsse diese “auch für andere Anbieter freigeben”, erklärte Nadja Hirsch, FDP-Vorsitzende im Europaparlament, gegenüber dem Tagesspiegel. Die EU-Wettbewerbskommissarin Vestager spricht davon, dies notfalls sogar zu erzwingen.

Apple kontert hier, dass die “höchstmögliche Sicherheit” nur so möglich ist, da alles in “tiefgreifend integrierter Form entwickelt” wurde. Als Apple Pay in der Schweiz eingeführt wurde hatte die Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz ebenfalls die Freigabe von NFC gefordert und bezichtigte Apple, seine marktbeherrschenden Stellung zu missbrauchen. Jedoch hat man bis dato keine konkrete Schritte eingeleitet.

Mit dem Start von Apple Pay, dem schon im Sommer erfolgten Start von Google Pay und der Unterstützung von Paypal sollte das kontaktlose Bezahlen in dem hier doch sehr hinterherhinkenden Deutschland einen weiteren Schritt hin zur Normalität machen.

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