Was von der Idee bis hin zum erfolgreichen Unternehmen zu beachten ist

Wenn Sie ein Unternehmen gründen möchten, gehen wir davon aus, dass Sie auch eine gute Geschäftsidee haben. Doch zeigen viele Beispiele, dass eine gute Idee allein so gut wie nie ausreicht, um erfolgreich zu sein, besonders im Wandel der Digitalisierung.

Scheitern – Deutschlands Problem mit Misserfolgen

Als erstes sollte man einen Blick auf die nationale Fehlerkultur werfen, die man international verschieden handhabt. In den USA wird Scheitern beispielsweise als Chance betrachtet, während man in Deutschland von gescheiterten Unternehmern hört, dass sie an Spott und Häme noch lange zu knabbern hatten.

Das ist wohl der gravierendste Grund, warum in Deutschland der Gründergeist nicht sehr hoch ist. In einer Studie von Amway wurde deutlich, dass sich rund 80 Prozent der Deutschen aus Angst vor einem Misserfolg erst gar nicht in die Selbstständigkeit gehen.

Das größte Risiko ist, kein Risiko einzugehen. In einer Welt, die sich unglaublich schnell verändert, ist – keine Risiken zu wagen – die einzige Strategie, die garantiert scheitert.

Mark Zuckerberg, IT-Unternehmer und Mäzen

Scheitern als Chance

Die weltweit ins Leben gerufenen Fuck-up-Nights und deren Erfolg zeigen auf, dass Interesse daran besteht, warum andere gescheitert sind. Und man redet darüber, denn genau dieses Scheitern soll man zukünftig in einem anderen Licht sehen. Denn durch Scheitern kann man lernen.

Diese Fuck-up-Nights entstanden 2012 in Mexiko und es gibt sie mittlerweile in um die 280 Städten weltweit. Denn Gründer, die einmal scheiterten, dann aber wieder einen Neuanfang wagten, verdienen Achtung und Respekt und keinen Spott. In der Gründerszene ist das mittlerweile angekommen. Denn wer überhaupt nach einer unternehmerischen Bauchlandung nochmal einen Neustart wagt, ist in der Regel sogar überdurchschnittlich erfolgreich.

Doch das nur am Rande erwähnt, nehmen wir doch die Tipps ins Visier, die Ihnen helfen, im digitalen Zeitalter eine Idee in einen Erfolg zu wandeln.

10 Tipps gegen das Scheitern

1. Vorteil Coworking-Spaces

Hier können Sie sich sicher sein, auf Gleichgesinnte zu treffen. Im Idealfall tauscht man sich hier gemeinsam über jeden betreffende Angelegenheiten aus und lässt ein Networking entstehen. Zudem bieten diese Orte Flexibilität und bezahlbare Mieten. Und meistens können spontan auch Kapazitäten dazu gebucht werden.

2. Profitieren Sie von Portalen

Projektportale im Internet sind ideal, um als Gründer Fuß zu fassen. Hier tummeln sich Fachkräfte, Freelancer und nicht selten kommt es durch den Netzwerkcharakter zu ersten Aufträgen. Unverzichtbar sind auch die Erkenntnisse, die sich hier gewinnen lassen: Was sagt der Markt? Was ist gefragt, was nicht? Behalten Sie ganz besonders als Gründer immer den Markt im Blick!

3. Open-Source-Technologien für Ihre Kostenoptimierung

Natürlich ist in den meisten Fällen anfänglich ein gewisser Kostendruck bei einem Start-up vorhanden und man muss auf Wirtschaftlichkeit achten. Deshalb wird es eher selten sein, dass man sich eine maßgeschneiderte Lösung programmieren lassen kann. Da der Markt aber eine Fülle an Open-Source-Technologien anbietet. Natürlich benötigen Sie hier auch ein gewisses Know-how, um genau die für Sie passenden Big-Data-Anwendungen etc. herauszufiltern.
Überdurchschnittlich viele Start-ups überleben die ersten fünf Jahre ihrer Selbstständigkeit nicht. Oft hätte ein Businessplan bereits vorher verraten können, ob die Geschäftsidee tatsächlich Potenzial hat und auch rentabel sein kann.

4. Businessplan, Businessplan, Businessplan!

Investoren oder wenn Sie Finanzierungs- oder Fördermittel in Anspruch nehmen, wird ein Businessplan wohl vorausgesetzt. Und das ist richtig so. Denn im Vorfeld ist ein Businessplan der Beweis, dass der Gründer sich intensiv mit seiner Idee und deren Rentabilität beschäftigt hat. Und tun Sie sich selbst den Gefallen, dass Sie detailliert, plausibel und vor allem realistisch in Ihre Zukunft blicken. Eine tolle Wachstumskurve ist gleich gezeichnet – Ihre Technik, Ihr Team, Ihr Produkt am Markt und auch Ihre Vision sollten auf wirtschaftlich fundierten Zahlen beruhen.

Überdurchschnittlich viele Start-ups überleben die ersten fünf Jahre ihrer Selbstständigkeit nicht. Oft hätte ein Businessplan bereits vorher verraten können, ob die Geschäftsidee tatsächlich Potenzial hat und auch rentabel sein kann.

Sebastian Kübler, Geschäftsführer ECONSOR-Gruppe

5. Innovative und agile Organisation

Nach Ihrem Start stehen Sie oder Ihr Team und die gesamte Organisation, die dahinter steht, im Fokus. Wie gehen Sie ein Team-Building an, wie formulieren Sie ein gemeinsames Ziel, an dem sich alle orientieren? Wie verteilen Sie Verantwortung? Wählen Sie innovative Ansätze für Ihre Teams und Projekte.

6. Vergessen Sie Google nicht!

Ihre Kunden sind da draußen und informieren sich im Internet über Produkte und Dienstleistungen. Hier müssen Sie präsent sein und sich als Prämisse für Google eine Position auf Seite 1 vornehmen. Optimieren Sie Ihre Seite auf den Google-Bot und vergessen Sie SEO und SEA nicht.

7. E-Mail-Marketing

Im digitalen Zeitalter gilt die E-Mail wohl als Kommunikationssaurier. Und doch immer noch wertvoller, als man vielfach denkt. Der Newsletter ist immer noch eines der beliebtesten Mittel. Er steht in der Nutzung direkt hinter den Internetseiten und führt sogar noch vor Social Media. Die ersten Online-Marketer wandeln Follower aktiv in Newsletter-Leser. Noch dazu ist die Koste-Nutzen-Analyse eines Newsletters unschlagbar.

8. Networking

Man kennt es aus vielen Biografien: Es gibt faszinierende Gründerpersönlichkeiten mit faszinierenden Geschichten hinter den jeweiligen Unternehmen. Dazu ist es wichtig, dass Sie als Gründer auch eine Vision haben, die sie genau dorthin bringen soll.

Diese Vorstellungskraft und Motivation lässt sich in bare Münze umwandeln. Geben Sie Ihre Geschichten in die Diskussion, lassen Sie Ihre Kontakte Ihre Ideen verbreiten. Das spricht wiederum potenzielle Mitarbeiter an und Sie können hiermit auch durchaus eine Grundlage für ein effektives Networking, auch über Social Media, schaffen.

9. Offen für Modifikationen bleiben

Bleiben sie wachsam. Bei aller Leidenschaft für Ihre Idee oder Ihr Produkt – versuchen Sie objektiv den Markt und Ihre Personas zu betrachten. Es kann nämlich durchaus sein, dass Sie schon gleich modifizieren, verändern oder optimieren müssen! Das mag dann auch an der Geschwindigkeit liegen, in denen die technischen Neuerungen auf den markt kommen, also auch hier müssen Sie am Ball bleiben.

10. Mut und Ausdauer Voraussetzung

Als Gründer müssen Sie Durchhaltekraft haben. Und jede Ihrer Entscheidungen kann weitreichende Folgen haben. Unterschätzen Sie nicht Ihre Persönlichkeit. Sie müssen eine gehörige Portion Mut und Ausdauer an den Tag legen, wenn Sie Ihr Ziel erreichen möchten.

Woran scheitern die meisten Start-ups?

CB Insights ist eine auf Start-ups spezialisierte Datenbank. Unter anderem hat diese die Gründe, die bei den Start-ups zum Scheitern geführt haben, analysiert. Natürlich handelt es sich immer um mehrere Faktoren, die den Ausschlag geben, allerdings stellt CB Insights drei Hauptursachen fest:
Nachfrage: Als Neu-Unternehmer sind Sie selbstverliebt in Ihr Produkt und vergessen zu hinterfragen, ob dies auch so vom Kunden gewünscht wird. Die Nachfrage bleibt aus.
Finanzierung: Fast einem Drittel der Start-ups geht schlicht und einfach das Geld aus.
Team: Laut der Studie haben 23 Prozent Probleme im Gründerteam.

Die meisten Start-ups verzeichnen ihr durchschnittliches Ende nach 20 Monaten. Machen Sie es besser!

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