Digitalisierung in der Logistik Teaser

Digitalisierung in der Logistik – Trend oder Muss?

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Deutsche Logistikunternehmen im ruinösen Dornröschenschlaf?

Laut dem neuesten Report des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hinken deutsche Logistikunternehmen in der Digitalisierung immens hinterher. Über 50 Prozent der Unternehmen behaupten sogar tatsächlich, gar keine Digitalisierung zu benötigen.  

In Deutschland ist der Logistik-Bereich einer der Hauptwirtschaftsbereiche nach der Autoindustrie und der Handelsbranche. Sogar Start-up-Unternehmen sind zu einem großen Teil Logistikunternehmen – alle 5 Tage wird hier ein neues Logistik-Start-up gegründet. Aber gerade weil die Digitalisierung verleugnet wird, besitzen die Neuen Potenzial, die alten Hasen der Branche in Bedrängnis zu bringen und Marktanteile für sich zu gewinnen.

Ausstehende Umstrukturierungen

Generell ist Fakt, dass Deutschland, wenn es seine Spitzenposition nicht verlieren möchte, sich schnell auf die Umstrukturierungen der Digitalisierung einstellen muss. Hier kommt auch die Frage auf, wie schnell sich die Logistik-Unternehmen anpassen und hier ein Umdenken stattfindet oder sich die Start-ups in der Logistikbranche am Markt durchsetzen.

Instrafright und TruckInn sind Start-ups, die gerade den Gütermarkt im Sinne der Digitalisierung angehen und deren Entwicklung mit Interesse zu beachten ist.

Amazon und Uber als Pioniere in der Logistik

Wieder einmal ist die USA Vorreiter. 45 Prozent aller Investments in den USA und auch in Asien gehen in den Logistikbereich, hier in Europa sind es gerade einmal 5 Prozent. Amazon und Uber sind natürlich beste Beispiele, an denen man sich in jedem Fall orientieren sollte. Es ist hierzulande noch nicht richtig durchgedrungen, dass genau diese Unternehmen sich immer mehr zu Logistik-Unternehmen entwickeln und sich äußerst kreativ bei der Suche und Verwirklichung innovativer Lieferkonzepte zeigen.

Am teuersten für die Zulieferer gestaltet sich die „letzte Meile“, die 30 Prozent der Lieferkosten verschlingt. Hier hat man in den USA schon AmazonFlex und UberRush gegründet und greift auf Privatpersonen zurück, die mit eigenen Fahrzeugen Pakete ausliefern. In Deutschland ist AmazonFlex im Herbst 2017 in Berlin gestartet. Amazon Prime Now, das eine Auslieferungszeit innerhalb von zwei Stunden garantiert, ist mittlerweile in Berlin und München verfügbar.

Deutschland im Hintertreffen

Postmates, ein von Bastian Lehmann gegründetes amerikanisches Unternehmen, liefert nur mit Privatpersonen und es bleibt abzuwarten, wann nach Deutschland expandiert wird. Hierzulande fährt jeder dritte LKW leer auf unseren Straßen und wenn man bedenkt, dass Deutschland den größten europäischen Paketmarkt hat, wird es hier spannend bleiben, wer baldmöglichst auf den digitalen Zug aufspringt und sich Marktanteile sichert.

Uber hat mit UberFreight eine digitale Spedition ins Leben gerufen, die einen Service bietet, der Verlader und Transporter direkt miteinander verbindet. Amazon will nachziehen. Der Markt bleibt in Bewegung.

Interessantes:

  • Bis 2030 wird der LKW-Verkehr um 39 Prozent zunehmen.
  • Schenker schickt in diesem Jahr für erste Tests selbstfahrende LKW-Kolonnen auf die Autobahnen.
  • Die A9 zwischen Nürnberg und München ist Teststrecke für autonome und vernetzte Fahrversuche.
  • In Pittsburgh transportieren schon 43 fahrerlose Taxis Passagiere – die Technologie der Zukunft für die „letzte Meile“.
  • 2017 meldete Amazon Patente für Drohnenlieferungen an, einschließlich einem Patent für ein schwebendes Lagerhaus. Drohnen garantieren eine Auslieferung innerhalb einer halben Stunde!
  • DHL liefert schon Medikamente per „Paketkopter“ auf Inseln.
  • Airbus arbeitet an autonomen Flugzeugen.
  • Die Welt steuert eine absolut autonome Nutzfahrzeugflotte an.

 

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