Blogbeitrag Bitcoin

Bitcoin – platzt die Blase bald?

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Die Höhen und Tiefen der Kryptowährung:

Am 17. Dezember 2017 stieg der Bitcoin auf seinen bisherigen Höchststand von 20.000 Dollar. Das war ein Anwachsen innerhalb eines Jahres um 19.000 Dollar. Da wurde dann spätestens der Rest der Unwissenden auf den Bitcoin aufmerksam. Zeitweise musste er dann aber wieder Einbußen um 70 % einstecken. Hinter der Kryptowährung steckt allerdings ein hochkomplexer technischer Ablauf. Wir hoffen, Ihnen mit diesem Beitrag ein wenig Klarheit in diesen Ablauf zu bringen, denn die Frage, ob sich eine Investition in den Bitcoin lohnt, darüber streiten sich die Experten.

Am 22. Dezember 2017 setzt die Börse Coinbase den Ankauf von Bitcoin aus, nachdem es nach Kurseinbrüchen von 30 % innerhalb kurzer Zeit zu so vielen Verkaufsaufträgen gekommen war, dass das Computersystem unter der Belastung aussetzte.“

– Margi Murphy: „Largest Bitcoin exchange temporarily halts buying and selling amid price mini-crash“ Telegraph vom 22. Dezember 2017

Bitcoin – was steckt dahinter?

Bitcoin kurz erklärt ist einfach „digitales Geld“ und existiert seit dem 3. Januar 2009.  Das wahrscheinliche Pseudonym „Satoshi Nakamoto“ schlug im Rahmen eines Whitepapers über eine kryptografische Währung die Bitcoins vor und gleich im Anschluss kam die passende Open-Source-Software „Bitcoin-Core“ auf den Markt. Anfänglich wurden 2 Pizzas gegen 10.000 Bitcoin getauscht.

Bitcoins existieren nur in der digitalen Welt und sind in keiner materiellen Form zu bekommen. Man benötigt für seine Nutzung einen Internetzugang, mit dem dann die Transaktionen weltweit vorgenommen werden können. An Bitcoins sind keinerlei Banken oder Staaten in irgendeiner Form beteiligt, die Währung ist somit dezentral.

Wer verwaltet und sichert Bitcoins?

Auf den Punkt gebracht sind das die Teilnehmer und ihre Rechner. Ein dezentrales Buchungssystem („Blockchain“) nimmt die von den Teilnehmern eingeleiteten Transaktionen über eine spezielle Peer-to-Peer Übertragung vor. Die Teilnehmer sind alle mit einem Programm miteinander vernetzt, das die Rechenleistung erzeugt, welches bei den Transaktionen wiederum neue Bitcoins erzeugt, das sogenannte „Mining“.

Transaktionen in einem bestimmten Zeitraum bilden einen Block, der verifiziert und verwaltet werden muss. Hierzu geben die Teilnehmer ihre Rechenleistung dazu, welche das Netzwerk sicher und leistungsfähig macht. Dabei werden als Belohnung neue Bitcoins erzeugt. Momentan sind das pro Block 12,5 neue Bitcoins, die dann anteilmäßig an die Teilnehmer verteilt werden.

Was ist Mining?

Normale Computer weisen allerdings keine Rechenleistung mehr auf, die neue Einheiten „schürfen“ kann (abgeleitet vom Prozess des Goldabbaus). Genügend Leistung bieten noch spezielle „Mining-Computer“. Diese bestehen nur aus Grafikkarten und Kühlungen, da Grafikkarten noch am effektivsten Rechenleistung generieren. Die Kühlung ist für die bei diesen Aktionen schnell heiß werdenden Grafikkarten notwendig.

Die Miner versuchen dabei Transaktionen, die in das Netzwerk eingespeist werden, mit milliardenfach ausgeführten Rechenoperationen, ein bestimmtes Ergebnis zu finden. Derjenige, der das Ergebnis trifft, bekommt es vergütet.

Ablauf von Transaktionen:

  1. Zusammenfassung der Transaktionen in einen Block
  2. Prüfen der Legitimation der Transaktionen, indem Miner die „Proof-of-Work“ Berechnungen durchführen
  3. Erhalten der Block-Vergütung für den Miner, der die Lösung zuerst findet
  4. Anhängen der Transaktionen in Form des Blocks an die Blockchain

Bitcoin – Eigenschaften der Kryptowährung

Bitcoin sind absolut fälschungssicher. Jede einzelne Transaktion wird in der Datenbank der Blockchain öffentlich gemacht und kann somit nicht zweimal getätigt werden. Auch kann dadurch jeder Bitcoin nur einen Besitzer haben. Der Nachweis des Besitzes erfolgt durch einen kryptografischen Schlüssel. Achtung! Hier gibt es keine „Passwort vergessen“-Funktion. Ist der Schlüssel weg, sind es auch Ihre Bitcoins.

Ein weiteres wichtiges Merkmal dieser Währung ist ihre Anonymität. Der Handel mit Bitcoins verlangt von den Teilnehmern keinen Austausch persönlicher Daten, sondern nur die kryptografischen Schlüssel. Allerdings können Transaktionen auf IP-Adressen zurückgeführt werden und sind so nur annähernd anonym. Nachteil hierbei ist natürlich der kriminelle Aspekt von Bitcoins. Sie werden beispielsweise zum Handel mit illegalen Waren im sogenannten „Darknet“ oder für erpresste Geldsummen genutzt.

Die Frage, die alle bewegt: Lohnen sich Bitcoins noch?

Der rasante Anstieg des Bitcoins im letzten Jahr ist für viele verlockend. Steigt man noch in dieses Geschäft ein? Sicher ist, der Handel mit Bitcoin beherbergt Risiken. Der Kurs hat sich als sehr unbeständig erwiesen. Ein Einstieg in das Bitcoin Geschäft ist simpel: Man braucht nur eine digitale Brieftasche („Wallet“), einen Marktplatz (z. B. eine Internetseite) und das setzt nur einen Internetzugang voraus. Vom tatsächlichen Maximum von 21 Millionen Bitcoin, etwa 16 Millionen ausgeschöpft. Es ist schwer vorherzusehen, wie der Kurs weitergeht. Wirtschaftswissenschaftler sind zwiegespalten. Einige sagen der Kurs bricht bald zusammen, anderer sagen, dass Bitcoin noch weiter steigt.

Der Ökonom und Harvard-Professor Kenneth Rogoff sagte gegenüber dem US-Sender “CNBC” , dass er den Bitcoin-Kurs seiner Meinung nach in zehn Jahren viel eher bei 100 als bei 100.000 US-Dollars sieht.

Demgegenüber steht eine Berechnung des Harvard-Forscher Dennis Porto im Jahr 2017, die besagt, dass der Bitcoin-Preis in den folgenden fünf Jahren auf 100.000 US-Dollar steigen könnte. Für diese Aussage ist das Mooresches Gesetz Grundlage, erklärte er im “Business Insider”.

Fakten, Stand 12.03.2018

Bitcoins können im Internet erworben werden, hier empfiehlt das Internet die Seite kraken.de. Mit dem Bitcoin-Schlüssel, der auch auf einem Stück Papier stehen kann, kann man Bitcoins auch offline kaufen. Immer mehr Händler akzeptieren auch Bitcoins als Zahlungsmittel. Momentan kostet ein Bitcoin heute um die 7.700 Dollar (Stand 12.03.2018), immer aktuell abrufbar auf bitcoinity.org.  Aber Bitcoins sind nicht die einzige Kryptowährung: Insgesamt sind 1326 verschiedene Kryptowährungen auf dem heutigen Markt und verleiten zu vielfältigen Spekulationsmodellen mit den Kursschwankungen. Hierfür gibt es schon mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Plattformen für intelligentes Investment.

Hier die aktuellsten Alternativen zum Bitcoin:

  1. Ethereum: 2015 von Vitalik Buterin, Gavin Wood, Jeffrey Wilcke entwickelt und hat die zweitgrößte Marktkapitalisierung nach dem Bitcoin. Die Währung nennt sich „Ether“ und kostet 588 EURO pro Einheit (Stand März 2018).
  2. Ripple: Von Ryan Fugger, Chris Larsen, Jed McCaleb 2012 entwickelt. Auch „XRP“ genannt. Die Einheit erhalten Sie zu 0.65 EURO pro Einheit (Stand März 2018). Diese Währung ist nicht frei und wird nur in den Netzwerken von Ripple verwendet.
  3. Litecoin: 2011 von Charlie Lee entwickelt und auch „Bitcoin Lite“ genannt. Ein großer Unterschied wie auch Vorteil zu Bitcoin ist die schnellere Transferzeit von 2,5 Minuten statt 10 Minuten. Die Einheit kostet 191,04 Dollar (Stand März 2018). Litecoin Transaktionen, die schneller verarbeitet werden können, deuten darauf hin dass auch mehr Kapazität als bei Bitcoins verarbeitet werden kann. Erste Stimmen halten den Litecoin für fähig, innerhalb kurzer Zeit den Bitcoin zu übertreffen.

Und ganz am Schluss: Achtung! Der gerade seit einiger Zeit so gehypte „Bitcoin Trader“ ist anscheinend ein Betrug. Es werden falsche Behauptungen gemacht, wie man in ein paar Tagen Millionen verdienen kann, angeführt werden die Behauptungen durch eine angebliche Investition des Milliardärs Richard Branson! Informieren Sie sich bei seriösen

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