Whatsapp Nachrichten

Trend WhatsApp-Marketing – nur ein Hype?

Die Messenger-App als innovatives Marketing-Tool für 2019.

Es klingt gut: Geringe Streuverluste und Öffnungsraten von um die 90 Prozent – die Unternehmen setzen verstärkt auf WhatsApp-Marketing als Kanal. Zahlen, wie viele Unternehmen den Dienst für Ihr Unternehmen nutzen, gibt es noch nicht, aber wir sind überzeugt, dass diese steigen. Und hier geht es um Unternehmen jeglicher Größe, vom Startup bis zum Konzern.

Aus diesem Grund entstehen aktuell Tools für die App und immer mehr Unternehmen springen auf den Zug auf. Über eine Milliarde Menschen nutzen den Messenger und versenden täglich mehr als 42 Milliarden Nachrichten. Da wird klar, dass immer mehr Unternehmen versuchen, diesen Kanal für die Kommunikation mit Besuchern und Kunden zu nutzen und ihre Follower mit interessantem und / oder hilfreichem Content zu füttern.

Die Ausgangssituation von WhatsApp

Schauen Sie genau hin, bevor Sie den Messenger für Ihr Unternehmen nutzen, ob diese Art der Kommunikation auch zu Ihrer CI passt und sich in Ihr Webdesign einfügen lässt. Auch die sich gerade bei WhatsApp im Test befindende eigene Android-App WhatsApp Business wurde entwickelt, um die vielfältige Kundenstruktur hier professionell zu managen. WhatsApp Business macht die Kommunikation einfacher, da hier schon Funktionen zum Ordnen der Nachrichten und Tools für rasche Antworten vorgegeben sind. Weiterhin können Sie hier Ihr Unternehmensprofil eingeben und Statistiken abrufen, die Ihnen sagen, wer Ihre Nachricht erhalten hat und wie viele davon gelesen wurden.

Wie gehe ich an WhatsApp-Marketing heran?

Auch hier gilt, sich vorab eine genaue Strategie zurechtzulegen, wie Sie den Messenger in Ihr Unternehmenskonzept integrieren. Sie müssen sich auch vorstellen, dass Sie hier in den privaten Bereich Ihrer Kunden eindringen. Hier gibt es dann strategisch wir auch datenschutzrechtlich einiges zu beachten.

Sie benötigen für den Einsatz von WhatsApp Marketing Personal und Zeit. Es handelt sich um eine Kommunikation in Echtzeit, auf die, wenn der User in einen Dialog einsteigt, umgehend reagiert werden muss. Zwar können Sie durchaus Chatbots einsetzen, das ist aber nicht die Lösung für alle Interaktionen mit Ihren Kunden. Sie müssen sofort handeln und eventuelle Fragen umgehend beantworten können.

Der Content, den Sie anbieten, sollte nahezu werbefrei sein, da der Kunde in WhatsApp nicht mit werbeträchtigen Texten rechnet und vor allem deshalb die Öffnungsraten oder auch Interaktionsraten für Unternehmen so hoch sind. Um hier keinen Frust aufkommen zu lassen, müssen die Inhalte interessant, lesenswert und von einer hohen Usability sein.

Vorteile:

  • direkter Kundenzugang mit direkter Kommunikationsmöglichkeit
  • Multimedia-Unterstützung jederzeit möglich
  • Kontakt- bzw. Interaktionsqualität in Echtzeit
  • hohe Treueentwicklung (Stickiness)
  • technische Reichweite von über einer Milliarde Nutzer weltweit
  • fast keine Streuverluste
  • hohe Öffnungs- und Leseraten durch fehlende Betreffzeile
  • Sie können WhatsApp hervorragend für Ihre interne Kommunikation nutzen. Das verbessert nachweislich Ihre Teamkommunikation.

WhatsApp ist im Kundensupport (CRM) von hoher Akzeptanz bei den privaten Nutzern. Auch hier gilt dann aber besonders, dass das Kundenanliegen so schnell wie möglich beantwortet werden muss. Je besser das funktioniert desto wahrscheinlicher ist eine Empfehlung auf WhatsApp.

Damit der Einsatz von WhatsApp für Ihr Unternehmen erfolgreich wird, vergessen Sie nicht, auf Ihrer Website einen WhatsApp-Sharing-Button zu setzen. Denn so können sich relevante Nachrichten von Ihnen auf WhatsApp verbreiten. Das vergrößert die Präsenz Ihres Unternehmens und sorgt für wachsende Kundenanfragen.

Sichern Sie sich ab!

Vorsicht! Auch hier gilt: Sichern Sie sich über ein Double-Opt-In-Verfahren rechtlich ab. Der Nutzer muss ebenfalls über Opt-Out den Informationskanal immer kündigen können. Nachdem der Nutzer Ihnen seine Handynummer mitteilt, muss er nochmals in einer Bestätigungsnachricht per WhatsApp die Kommunikationsbereitschaft bestätigen. Auch muss hier jederzeit ein Abmelden möglich sein.

Prüfen Sie, ob die Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern über eine Gruppe akzeptiert wird. Sonst könnte es möglich sein, dass rechtlich hierfür ein Diensthandy ausgegeben werden muss.

Noch nicht möglich sind offene Chat-Gruppen, die Sie unter den Kunden initiieren. Das verbietet  WhatsApp in seinen AGB. Vielleicht kann man hier bald mit einer Änderung rechnen.

In den Bereichen Kundenservice und Beratung sind die Verbraucher tatsächlich aufgeschlossen, was den WhatsApp-Kontakt mit Unternehmen anbelangt. Wenn dann noch der Erstkontakt vom Kunden ausgeht, hat dieser sich bewusst für diesen Kommunikationsweg entschieden. Man kann somit von einer beidseitigen Einwilligung ausgehen, wenn man auch noch den AGB zugestimmt hat.

Auch wenn die Zustimmung für die Versendung von Werbeinhalten oder auch Gewinnspielen bei über 25 Prozent liegt, sollte hierfür die Erlaubnis des Kunden wie auch die von WhatsApp eingeholt werden. Wenn Sie einen Dienstleister wie z. B. WhatsBroadcast nutzen, müssen Sie mit diesem einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag schließen.

Auch für den WhatsApp Marketingkanal benötigen Sie ein Impressum, das mobil angepasst ist! Bei WhatsApp sollten Sie das Impressum in den Status setzen, bei WhatsApp Business können Sie diese Information in das Unternehmensprofil integrieren.

Wie wird die Zukunft von WhatsApp-Marketing aussehen?

Die momentane rasante Entwicklung lässt viel Spielraum nach oben. Es dürfte sich bei diesem Medium wohl auch um einen zukünftig spannenden Kanal handeln, denn viel Möglichkeiten sind zum aktuellen Zeitpunkt weder genutzt noch überhaupt erkannt. Vor allem, solange WhatsApp nicht für Werbung im herkömmlichen Sinne offen steht.

Es könnte sogar sein, dass die Entwicklung im Zeitalter des Mobile First einen wahren Boom erlebt. Auch das Thema der Chatbots und der KI wird durch das WhatsApp-Marketing vorangetrieben werden.

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