Augmented Reality

Augmented Reality (AR) – aktiv interaktiv sein!

Nutzen Sie schon AR als zukunftweisendes Marketing-Tool?

Spätestens seit dem Spiel „Pokémon Go“ ist klar, dass das Jagen von virtuellen Tierchen nicht alles sein kann, was hinter der Technik der erweiterten Realität steckt. Dieses Spiel hat auf seinem Hoch täglich über 10 Millionen USD in In-Game-Käufen generiert und somit bewiesen, dass Augmented Reality auch recht profitabel sein kann.

Zunehmend nutzen Unternehmen die vielfältigen Möglichkeiten, die Augmented Reality dem digitalen, versierten Nutzer 2018 bieten kann, um ihre Produkte visuell auf Smartphones und Tablets zugänglich zu machen. Mit einem Schuss Entertainment wird dem Kunden oder Interessenten das richtige Quäntchen Spaß am Einkaufen geboten.

Augmented-Reality-Techniken erobern den Markt

Das erste Mal wird die Idee der Augmented Reality tatsächlich im Jahre 1901 erwähnt. Der Autor L. Frank Baum („Der Zauberer von Oz“) verpasst in dem Roman „The Masterkey“ seinem Protagonisten Rob Joslyn eine Brille, die direkt über den Köpfen der Menschen Informationen über diese einblendet. Und 1984 hat Schwarzenegger als Terminator diese Info-Brille sogar implantiert. Anfang des Jahrtausends sprechen die beiden Boeing-Techniker Thomas Caudell und David Mizell davon, dass eine Brille, die im richtigen Moment parallel die benötigten Baupläne visualisiert, die Arbeiten an Jumbo-Jets revolutionieren könnte.

2018 ist dieser Wunsch durch Smartglasses, wie z. B. „Google Glass“, Wirklichkeit geworden. Und man benötigt für viele verkaufsunterstützende Visualisierungen von Produkten gar keine Brille mehr, sondern kann diese mittels einer App auf seinem Smartphone oder Tablet real werden lassen. Bekanntes Beispiel ist hier die IKEA-App. Der Nutzer kann Objekte aus dem Katalog direkt in seiner eigenen Wohnung platzieren und sogar um diese herumlaufen. Auch die Zukunft der AR-Technik ist somit in der Gegenwart angekommen.

AR-Frameworks von Google und Apple

Vor ein paar Monaten kam Google mit „AR Core“ auf den Markt, eine vereinfachte Basis für AR-Technologie. Damit reagierte man auf Apples „AR Kit“: Ein Framework, das die Einbindung von Augmented Reality erleichtert, ist seit dem Aufkommen des Betriebssystems iOS 11 verfügbar. Und Apple hat im iPhone 8, dem iPhone X und dem iPad Pro einen ­besonders leistungsfähigen Prozessor integriert. Alles, um Augmented Reality massentauglich zu machen.   

Ein schneller Prozessor, ein großer Arbeitsspeicher und eine ausgeklügelte Sensorik sind Voraussetzung für ein echtes AR-Feeling, was momentan nur ­wenige Geräte erfüllen. Interessant ist das Modell „ZenFone AR“ von Asus mit drei integrierten Kameras, die Räumlichkeit, Entfernung und Bewegung somit dreidimensional ausmachen können. Allerdings muss man weiter an der entstehenden Hitzeentwicklung und dem hohen Stromverbrauch bei AR-Anwendungen arbeiten.  

Entertainment und Infotainment mit Augmented Reality

Vor allem für Spiele wird die AR-Technologie weiter ausgebaut werden, um Spielfiguren in reale Umgebungen zu setzen. Neues Beispiel ist hierfür „Da! Minigolf“ für iOS. Spielbahnen werden auf dem Fußboden Realität und das Smartphone wird über den Bewegungssensor zum Schläger.

 

Und natürlich ist der Einsatz in Marketing und Vertrieb hochinteressant. Neuestes Beispiel ist hier Galeria Kaufhof. Das Unternehmen nutzte in der Weihnachtszeit 2017 eine App als Zaubermittel, um die Kunden in die lokalen Geschäfte zu locken. Mithilfe des Smartphones sollten diese den „Tierspuren“ im Kaufhaus folgen, kleine Aufgaben lösen und dadurch direkt Gutscheine gewinnen oder an Verlosungen teilnehmen. Auch die Immobilienvermarktung erkennt den Vorteil, Besucher vorab virtuell durch die Immobilie gehen zu lassen und damit Emotionen zum Produkt zu schaffen und so den Verkauf zu unterstützen.

Ebenfalls in technischen Planungsphasen können Vorteile gegenüber Mitbewerbern entstehen, z. B. Fehler in den Ausführungen können durch leicht nachvollziehbare Visualisierungen früh festgestellt werden. Das kann eine enorme Zeitersparnis ausmachen.

Die App „Peakfinder“ zeigt beispielsweise die Namen von Berggipfeln an. Museumsbesucher werden durch entsprechende Apps durch eine Ausstellung geführt oder anatomische ­Modelle entstehen dreidimensional im Raum. Das könnte gerade bei Jugendlichen ein ganz neues Interesse am Lernen schaffen. Die Leitmesse für Consumer Electronics (CES) im Januar 2018 hat als eines der beiden Hauptthemen Augmented Reality (AR), neben der Künstlichen Intelligenz (KI). Das zeigt die enorme Wichtigkeit und das Potenzial dieser Technologie.

 

„…bis Ende 2018 werden weltweit 800 Millionen Premium-Smartphones im Umlauf sein, die mit entsprechenden Betriebssystemen und Prozessoren AR-Anwendungen unterstützen. Konsumenten werden dann auf Zehntausende AR-Apps zugreifen…“

– Industrie.de vom 2. Januar 2018

Diesen Beitrag bewerten

0 Kommentare

Dein Kommentar

Möchtest du mitdiskutieren?
Fühl dich frei, beizutragen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.